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___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Online-Seminar zu Fördermöglichkeiten für europäische Bürgerprojekte Europäische Werte in Düsseldorf stärken Das EUROPE DIRECT Düsseldorf veranstaltet gemeinsam mit dem EUROPE DIRECT Duisburg und der Kontaktstelle "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" am Dienstag, 26. Oktober, von 16 bis 17.30 Uhr ein Online-Seminar zu einem EU-Förderprogramm, das zivilgesellschaftliche Projekte besonders in den Fokus nimmt. Das EU-Förderprogramm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" ist gerade für eine siebenjährige Förderperiode gestartet. Mit mehr als 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln ist es im Begriff, eines der wichtigsten Finanzinstrumente der EU zur Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kommunen und anderen Akteuren zu werden. Das Programm ist in vier Aktionsbereiche unterteilt, in denen Projektanträge gestellt werden können: "Unionswerte", "Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung", "Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation" sowie "Gewaltprävention". Das Online-Seminar von EUROPE DIRECT Düsseldorf gibt einen Überblick über die Fördermöglichkeiten im neuen Programm. Das Angebot richtet sich an Organisationen, Initiativen, Vereine und alle, die Interesse an europäischem Austausch haben. Das Seminar findet über Zoom statt, um Anmeldung per Mail wird daher an europe-direct@duesseldorf.de gebeten. Das ursprünglich für den 7. September 2021 geplante Seminar musste verschoben werden und wird hiermit nachgeholt. Hintergrund: EUROPE DIRECT Düsseldorf Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission und ist seit 2018 im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Das Informations- und Veranstaltungsangebot des EUROPE DIRECT richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor Ort in Düsseldorf werden zahlreiche Veranstaltungen zu EU-Themen, Studienreisen zu den EU- Institutionen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und vieles mehr angeboten. Zudem vergibt das EUROPE DIRECT Düsseldorf Zuschüsse an Bürgerinnen und Bürger, die eigene Kleinprojekte mit Europa- Bezug organisieren. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/europedirect, bei Facebook unter www.facebook.com/europedirectduesseldorf/ oder via Newsletter (Anmeldung über eine E-Mail an europe-direct@duesseldorf.de). ___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Erinnerung an den Beginn der Deportationen im Herbst 1941 Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu einer dreiteiligen Vortragsreihe ein Vor 80 Jahren, im Oktober 1941, begannen die Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden "nach Osten". Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe und einer Serie in den Sozialen Netzwerken erinnern die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf an den Herbst 1941, an die Betroffenen und Opfer, aber auch an die Täter, die Profiteure und Zuschauer. Die drei Vorträge finden in der Berger Kirche an den historischen Jahrestagen und in Verbindung mit den diesjährigen "Aktionswochen gegen Antisemitismus" statt. Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die meisten dieser Menschen sahen ihre Heimat nie wieder: Sie wurden in den Ghettos eingepfercht und zur Zwangsarbeit herangezogen. Ab Frühjahr 1942 begannen dann die Deportationen von den Ghettos aus zu den Vernichtungsstätten. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf. Zur Vortragsreihe Die drei Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Berger Kirche, Wallstraße 17, statt: Mittwoch, 27. Oktober Vortrag von Hildegard Jakobs: "Deportiert nach Łódź am 27. Oktober 1941" Über die erste Deportation berichtet Hildegard Jakobs, die stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Sie hat über diesen Transport ein langjähriges Forschungsprojekt zusammen mit Angela Genger geleitet. Sie sind den Spuren der Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und Dokumente zusammengetragen. Vorgeschichte und Ablauf des Transports, die Ankunft und die Eingewöhnung an die Verhältnisse im Ghetto, Unterkunft, Versorgung und Arbeitsalltag werden anschaulich geschildert. Anhand konkreter biographischer Beispiele, beispielsweise Rabbiner Klein und seiner Frau Lilli, wird der Blick auf die betroffenen Menschen, ihr Leid, ihre Überlebenshoffnungen und ihre individuellen Lebensumstände in der Zwangsgemeinschaft des Ghettos gelenkt. So entsteht ein eindringliches Zeugnis des Völkermordes an der jüdischen Bevölkerung, der auch in Düsseldorf seinen Ausgang nahm. Bürgermeisterin Clara Gerlach wird ein Grußwort sprechen. Donnerstag, 10. November Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: "Deportiert nach Minsk: Der Transport vom 10. November 1941 in die weißrussische Hauptstadt" Der Vortrag von Dr. Bastian Fleermann erläutert die Umstände der zweiten großen Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk. Dieser fand am 10. November 1941 statt und betraf 992 Menschen aus den drei Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Das 2012 aufgetauchte, recht umfangreiche Verlaufsprotokoll ("Bericht über Judenevakuierung") eines Düsseldorfer Schutzpolizeioffiziers, der mit seinen Beamten den Transport begleitete und bewachte, ermöglicht als unmittelbare Quelle Einblicke in den Ablauf und die Organisation einer solchen Verschleppung aus Sicht eines beteiligten Täters. Mittwoch, 8. Dezember Vortrag von Dr. Joachim Schröder: "Verschleppt nach Riga: Die Deportation am 11. Dezember 1941" In seinem Vortrag berichtet Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, über den Verlauf der dritten Massendeportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie nahm, wie die ersten beiden Deportationen, am Düsseldorfer Schlachthof ihren Ausgang. Die Gestapo verschleppte 1.007 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus dem linksrheinischen Gebiet, in das Ghetto in Riga. Der Transport hat es durch den überlieferten, zynischen Bericht des Polizei-Offiziers Salitter, der ihn mit seinen Beamten überwachte, zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Anhand verschiedener Augenzeugenberichte von Überlebenden wie Hilde Sherman-Zander, Sophie Nathan, Liesel Ginsburg, Irene Dahl, Ilse Rübsteck und anderen wird das Leben und Überleben im Ghetto von Riga anschaulich geschildert. Der Eintritt ist für alle drei Präsenz-Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich und telefonisch unter 0211-8996205 oder via E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich. Bitte beachten: Es gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Social-Media-Aktion Gemeinsam mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof hat die Mahn- und Gedenkstätte zudem eine Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen gestartet: Seit Ende August läuft dort die Serie "Deportiert 1941". Auf Instagram und Facebook können die Userinnen und User mithilfe der Serie bis zum 15. Dezember den Weg von drei Familien (Familie Klein, Familie Herz und Familie Nathan) nachvollziehen, die in die Ghettos Lodz, Minsk und Riga verschleppt wurden. Auf Facebook unter de- de.facebook.com/MahnundGedenkstaetteDuesseldorf/ und über Instagram unter "mahn_und_gedenkstaettedus". Weitere Infos zur "Aktionswoche gegen Antisemitismus" gibt es unter www.aktionswochen-gegen- antisemitismus.de ___________________________________________________________________________ 18. September 2021 Halloween: Schlossgeister im SchifffahrtMuseum An Halloween öffnet das SchifffahrtMuseum zu ungewohnter Stunde. Wie man in Düsseldorf seit jeher munkelt, soll es im Schlossturm spuken - und das schon in normalen Nächten. Wer alles durch den Schlossturm geistert, können Kinder ab 6 Jahren am Sonntag, 31. Oktober, von 19 bis 20 Uhr im SchifffahrtMuseum Düsseldorf, Burgplatz 30, entdecken. Nach Ende der Öffnungszeiten des SchifffahrtMuseums können die Kinder, ausgestattet mit Taschenlampen, die Räumlichkeiten des letzten verbliebenen Turmes des alten Düsseldorfer Schlosses erkunden und den gruseligen, aber wahren Geschichten der Geister lauschen. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro, es fällt kein zusätzliches Eintrittsentgelt an. Um Voranmeldung unter der Telefonnummer 0211-8994195 oder per Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de wird gebeten. Im Museumsgebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für die Veranstaltung gilt die "2G-Regel" - für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter 6 Jahren und Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Außergewöhnliche Erfolge der Einsatzkräfte des OSD Außergewöhnliche Erfolge für den Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Donnerstag, 14. Oktober: In den frühen Abendstunden wurden Einsatzkräfte des OSD in der Altstadt von zwei Damen angesprochen, weil sie von einem ihnen unbekannten Mann fotografiert worden seien. Der Tatvorwurf wurde von einem unabhängigen Zeugen bestätigt. Es bestand der Verdacht, dass der Betroffene von verschiedenen Frauen jeweils das Gesäß fotografiert habe. Der Betroffene konnte von den Einsatzkräften anhand der Beschreibung der Damen ermittelt und angesprochen werden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, zeigte er sich äußerst aggressiv. Auf dem Weg zur Polizeiinspektion beleidigte er die Einsatzkräfte des OSD und leistete Widerstand. Nach Sicherstellung der Kamera wurde durch die Landespolizei Strafanzeige erstattet. Wegen der Beleidigungen und des Widerstandes gegen Vollzugsbedienstete erwartet den Betreffenden ebenfalls eine Anzeige. Im weiteren Verlauf des Abends wurde eine andere Streife des OSD in der Nähe des Hauptbahnhofs auf einen Wildpinkler aufmerksam. Im Rahmen der Personalienfeststellung zog der Betroffene unerwartet mehrere Portemonnaies hervor. Obwohl diese offensichtlich nicht ihm gehören konnten, konnte er zur Herkunft keine Angaben machen. Aufgrund des Verdachts, dass es sich um Diebesgut handeln könnte, wurde der Betroffene zunächst zum Dienstgebäude mitgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde zudem ein gestohlenes Handy gefunden. Maßnahme und Beschuldigter wurden der Landespolizei übergeben. Das Gewerbeteam des OSD stellte darüber hinaus in einer Shishabar in der Innenstadt fest, dass dort trotz bereits erfolgter Untersagung weiterhin Shishas zubereitet und zum Konsum angeboten wurden. Auch der Konsum von Shishas konnte festgestellt werden. Die Shishabar wurde nach Belehrung des Inhabers und sofortiger Schließung versiegelt. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt: Kunstwerk von Claus Richter enthüllt Anlässlich des CSD 2021 wurde das Werk von OB Dr. Keller, der Kunstkommission, dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler präsentiert Die Landeshauptstadt setzt ein weiteres starkes Zeichen für die Vielfalt und den Respekt in Düsseldorf und gegen Hass und Ausgrenzung: Auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté" an der Rheinkniebrücke wurde nun ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt realisiert. Zentrum ist das Werk des Künstlers Claus Richter. Anlässlich des diesjährigen Christopher Street Day (CSD), der vom 15. bis 17. Oktober stattfindet, wurde das Werk von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit Heike van den Valentyn von der Kunstkommission Düsseldorf, Gabriele Bischoff vom "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler Claus Richter am heutigen Freitag, 15. Oktober, enthüllt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Düsseldorf ist eine weltoffene, bunte und tolerante Stadt. Hierher passt das Kunstwerk für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Mit diesem Ort gedenken wir der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen und schaffen gleichzeitig ein sichtbares Symbol für die Vielfalt in der Landeshauptstadt. Ich hoffe auch auf eine Strahlkraft: Dieser Ort soll uns alle immer wieder daran erinnern, dass ein vielfältiges und tolerantes Miteinander keine Selbstverständlichkeit ist. So soll es jede und jeden dazu ermutigen, sich dafür einzusetzen, für gegenseitigen Respekt und Akzeptanz einzutreten - und Hass und Diskriminierung damit entschieden entgegenzutreten." Gabriele Bischoff: "Auch in einhundert Jahren werden die nachfolgenden Generationen noch wissen, was mit diesen vier Figuren hier am Rhein gesagt werden soll: Wir stehen hier, weil es Menschen gibt, die sich dafür eingesetzt haben, dass Lieben und Begehren nicht darauf beschränkt wird, dass eine Frau einen Mann liebt und begehrt, sondern ein Mensch einen anderen Menschen. Und dass es mehr als zwei Geschlechter gibt." Künstler Claus Richter: "Die Figuren der Skulpturengruppe halten sich alle an den Händen. Sie sind vereint, und das hat etwas sehr humanistisches für mich. Das ist eine Utopie, die nur ab und zu aufleuchtet, aber dann umso stärker und schöner. So kitschig das klingt: Es geht um die Kraft der Gemeinschaft.“ Heike van den Valentyn, Vorsitzende der Kunstkommission: "Dank sei der ersten Kunstkommission Düsseldorf gesagt, die den Prozess in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Protagonist*innen, unter anderem dem Düsseldorfer LSBTIQ+ Forum, der Mahn- und Gedenkstätte, dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung sowie dem Oberbürgermeister Stefan Keller und seinem Vorgänger Thomas Geisel, begleitet, getragen und umgesetzt hat. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Werk von Claus Richter ein weithin sichtbares künstlerisches Zeichen für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft setzt." Zum Projekt Viele Jahre lang gab es den großen Wunsch, in Form eines Denkmals im öffentlichen Raum der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und trans*Menschen zu gedenken. Die Kunstkommission wurde im Sommer 2018 vom Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt, einen offenen Wettbewerb für die Realisierung des Erinnerungsortes in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke durchzuführen. Vorangegangen war bereits ein Werkstatttag im März 2018 in der Mahn- und Gedenkstätte, bei welchem erste Vorstellungen zu einem Gedenkort in der Stadt ausgetauscht wurden. Für den Erinnerungsort hatte die dem Kulturdezernat zugeordnete Kunstkommission Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" einen zweiphasigen und anonymen Wettbewerb ausgelobt. Insgesamt waren 14 Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im April 2019 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Kunsthalle statt, um über den Stand der Dinge und die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb zu informieren. 40 Kunstschaffende und Interessierte waren der Einladung gefolgt. Im Mai 2020 Stand dann der Siegerentwurf fest: Der Entwurf "Ein seltsam klassisches Denkmal" von Claus Richter, eine lebensgroße Figurengruppe aus Bronze, konnte sich durchsetzen. Im März dieses Jahres beschloss der Rat der Landeshauptstadt den Standort des Werkes auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté". Zum Kunstwerk Das Werk von Claus Richter bildet eine Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen empor streckt. Die Gruppe steht vereint auf einem Stufensockel aus Beton. Die vier Figuren symbolisieren alle Spektren sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ergänzt wird das Werk um eine Tafel mit folgender Inschrift: "Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Dieser Ort ist den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen gewidmet, die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung in Düsseldorf wurden. Und all denen, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einstanden und einstehen." Claus Richter, geboren 1971 in Lippstadt, hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert. Er lebt und arbeitet in Köln. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Hetjens - Deutsches Keramikmuseum Vortrag: "160 Jahre Düsseldorf-Japan" Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Freundschaft lädt das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, am Mittwoch, 20. Oktober, 18.30 Uhr, zum Vortrag: "Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland: 160 Jahre Düsseldorf-Japan" von Ruth Jäschke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am EKO-Haus der Japanischen Kultur, ein. Als die Takeuchi-Mission 1862 das Rheinland besuchte, hielt sie sich, von Einheimischen neugierig bestaunt, nur rund zwei Stunden zum Einnehmen einer Mahlzeit am Bahnhof Düsseldorf auf, ehe sie nach Köln weiterreiste. Erst rund 100 Jahre später entstand in Düsseldorf – inzwischen Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens – als "Schreibtisch des Ruhrgebiets" allmählich eine umfangreiche japanische Infrastruktur und die bis heute größte japanische Gemeinde in Deutschland. Der Vortrag beleuchtet bekannte und weniger bekannte Stationen dieser Entwicklung anhand zahlreicher Bildmaterialien und anderer Zeitzeugnisse und vermittelt einen kurzweiligen und vielfältigen Einblick in die deutsch- japanischen Beziehungen in und um Düsseldorf. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Studioausstellung "Im Tau des Morgens – Highlights japanischer Keramik aus 160 Jahren", die noch bis zum 6. Februar 2022 zu sehen ist. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 0211-8994210 erforderlich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Hinweis: Das Hetjens ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle frei. Im Gebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Für den regulären Museumsbesuch ist ein Test- oder Immunisierungsnachweis erforderlich (3G). ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 2G-Regel gilt nun auch für den Besuch städtischer Kultureinrichtungen Die Regelung gilt ab dem 1. November in den Kulturinstituten/ Ausnahmen bilden die VHS, die Clara- Schumann-Musikschule und die Stadtbüchereien Seit dem 1. Oktober gilt für Veranstaltungen, zu denen die Landeshauptstadt Düsseldorf als Veranstalterin einlädt, die 2G-Regel: Volljährige Teilnehmende müssen so eine Immunisierung durch eine vollständige Impfung oder Genesung nachweisen. Diese Regelung gilt ab dem 1. November nun auch - außerhalb von Veranstaltungen - für den regulären Besuch von städtischen Kultureinrichtungen. VHS, Musikschule und Stadtbüchereien Für die Volkshochschule und die Clara-Schumann-Musikschule greift, da es sich hierbei um Bildungseinrichtungen handelt, die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Kundinnen und Kunden der Stadtbüchereien müssen für die Bibliotheksnutzung keinen Nachweis erbringen - analog wie z.B. beim Einkauf. Lesungen und ähnliches in den Stadtbüchereien gelten als Veranstaltung, bei denen dann wiederum die 2G-Regelung gilt. Grundsätzlich gilt weiterhin nach der Coronaschutzverordnung NRW - unabhängig von einer 2G- oder 3G- Regelung - die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Hierauf kann jedoch an festen Sitz- und Stehplätzen verzichtet werden. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test. Außerhalb der Ferien, also während des normalen Schulbetriebs, gelten Kinder und Jugendliche als "Schülerinnen und Schüler mit Schultestungen" und benötigen deshalb keinen Immunisierungs- oder Testnachweis. Der Schülerausweis gilt als Nachweis. Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Für den Zeitraum der Ferien, in dem keine Schultestungen stattfinden, ist jedoch ein negativer Testnachweis bzw. ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich. Für erwachsene Personen, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid geimpft werden können und dies durch Vorlage eines ärztlichen Attests nachweisen, findet die 3G-Regel Anwendung. Sie haben einen entsprechenden Schnell- oder PCR-Test vorzulegen. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Fahrradfreundliche Gestaltung der Grafenberger Allee geht weiter Bauarbeiten an den Einmündungen Grimmstraße und Irmgardstraße Ab Montag, 18. Oktober, erfolgen weitere Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee, um die dort verlaufende wichtige Radverkehrsachse fahrradfreundlicher zu gestalten. Die Grimmstraße sowie die Irmgardstraße zählen zu den insgesamt sechs einmündenden Nebenstraßen, die zur Optimierung des Radverkehrs aufgepflastert werden. Während der Bauzeit kommt es dort zu verkehrlichen Einschränkungen. Grimmstraße Die Grimmstraße wird für die Bauphase von der Grafenberger Allee aus abgebunden und zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Vautierstraße; die Einbahnstraßenregelung wird temporär aufgehoben). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird mittels Beschilderung ausgewiesen. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Irmgardstraße Auch die Irmgardstraße wird von der Grafenberger Allee aus abgebunden und bis zur Margaretenstraße zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Altenbergstraße). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird ausgeschildert. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Planmäßig sollen die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Hintergrund "Insgesamt wurden sechs Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee geplant. An der Gehrtsstraße und Engerstraße wurden die Arbeiten bereits abgeschlossen. Neben den gerade begonnenen Umbauarbeiten an der Grimmstraße und Irmgardstraße soll auch die Einmündung an der Neanderstraße umgebaut werden. Hier laufen die Bauarbeiten bereits, und neben der Aufpflasterung wird hier der vorhandene Radweg auf einer Länge von rund 150 Metern saniert", erklärt Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Auch im kommenden Jahr sollen weitere Bauarbeiten erfolgen. "An der Achenbachstraße geht es dann Anfang 2022 los, sobald an dieser Stelle die Kanalbauarbeiten des Stadtentwässerungsbetriebs abgeschlossen sind", betont Reeh. Aufgrund der komplexen Gegebenheiten, die die Straße mit sich bringt, kann der fahrradfreundliche Ausbau nur abschnittsweise realisiert werden. Weitere Planungen laufen bereits, wie beispielsweise im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Haltestelle Schlüterstraße. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 14 Straßen werden mit einem Dünnschichtbelag erneuert Start der Arbeiten mit einer dünnen Asphaltschicht in Kaltbauweise ist am 18. Oktober/Temporäre Straßensperrungen sind notwendig Im Zeitraum von Montag, 18. Oktober, bis voraussichtlich Dienstag, 30. November, werden in verschiedenen Stadtteilen Düsseldorfs Instandsetzungsarbeiten mit einem Dünnschichtbelag vorgenommen. Dabei werden mit einer dünnen Asphaltschicht in Kaltbauweise (DSK) Straßen in Teilen oder auf der gesamten Länge saniert. Folgende 14 Straßen aus den Stadtteilen Lörick, Rath, Gerresheim, Ludenberg, Vennhausen, Hassels, Benrath und Düsseltal werden erneuert: Gocher Straße, Sportstraße, Harpener Straße, Hattinger Straße, Röhrenstraße, Am Grünewald, Am Poth, Breitscheider Straße, Heinrich-Biesenbach-Straße, Dörnbergstraße, Flotowstraße, Silcherstraße, Spohrstraße und Schillerstraße. Bei den betroffenen Straßen handelt es sich um Anliegerstraßen. Die Anliegerinnen und Anlieger wurden vorab informiert. Im ersten Schritt der DSK-Maßnahme erfolgt eine Regulierung der Rinnen und Abläufe. Hierfür ist keine Straßensperrung erforderlich; in dieser Zeit werden lediglich Halteverbotszonen eingerichtet. Bei den darauf folgenden Bauarbeiten, die in der Regel ein bis zwei Tage andauern, muss der jeweilige Straßenabschnitt voll gesperrt werden. Ob eine Umleitung erforderlich ist, wird im Einzelfall entschieden; sofern dies der Fall ist, wird sie entsprechend ausgeschildert. Die Gesamtfläche beträgt 18.000 Quadratmeter. Die Kosten aller DSK-Arbeiten belaufen sich insgesamt auf rund 385.000 Euro. ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Impfmobil steht in der kommenden Woche an der Hochschule Düsseldorf Nachdem das Impfmobil der Landeshauptstadt Düsseldorf in dieser Woche den Semesterstart an der Heinrich-Heine-Universität begleitet hat, fährt es in der kommenden Woche die Hochschule Düsseldorf an. Interessierte können sich Dienstag, 19. Oktober, bis Freitag, 22. Oktober, jeweils von 10 bis 17.30 Uhr am Impfmobil im Bereich Innenhof an der Hochschule Düsseldorf, Münsterstraße 156, gegen das Coronavirus impfen lassen. Impfung ohne Termin Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfausweis besitzt, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Es werden Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt, dabei werden alle aktuell zugelassenen Impfstoffe angeboten. Menschen, die eine Zweitimpfung haben wollen, sollten den Nachweis der ersten Impfung mit sich führen und den vorgegebenen Zeitraum für die Zweitimpfung einhalten. Für Rückfragen steht das geschulte Personal vor Ort zur Verfügung. Interessierte können sich zudem weiterhin in den Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr impfen lassen. ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Landeshauptstadt Düsseldorf errichtet Lichtmasten für mehr Sicherheit an der Rheinuferpromenade Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner des Rheinufers sowie den Besucherinnen und Besuchern der Düsseldorfer Altstadt werden am Freitag, 15. Oktober, sechs Lichtmasten rund um die Apollowiese in Betrieb genommen. Dies gab Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller in der Pressekonferenz am Donnerstag, 14. Oktober, bekannt. "Durch das Aufstellen der Lichtmasten wirken wir Personenansammlungen, durch die es in der Vergangenheit zu massiven Störungen kam, entgegen. Jeglicher Form von gewaltsamen Ausschreitungen begegnen wir mit einer Null-Toleranz-Strategie", erklärt Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf. "Dass die Bürgerinnen und Bürger sich ohne Angst am Rheinufer aufhalten können, hat für uns oberste Priorität." Die Versorgung der Masten mit Strom erfolgt – beginnend an einer Straßenleuchte – untereinander, mithilfe von Freileitungen. Somit werden sie während der Zeiten betrieben, zu denen auch die Straßenbeleuchtung angeschaltet ist. Durch die Masten kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Anwohnerinnen und Anwohner; auch die Schifffahrt wird nicht beeinträchtigt. ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Videowettbewerb "upfront!" geht in die zweite Runde Young European Video Award: Jetzt bis zum 22. Februar 2022 bewerben Nach der erfolgreichen Premiere des ersten europäischen Videowettbewerbs im vergangenen Jahr hat das EUROPE DIRECT Düsseldorf gemeinsam mit der Jungen Filmwerkstatt Düsseldorf den zweiten "upfront! Young European Video Award" gestartet. "Upfront!" bietet jungen Europäerinnen und Europäern eine digitale Plattform, um ihre politischen Ideen, Meinungen und persönliche Erlebnisse künstlerisch auszudrücken und dadurch ihren Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der EU aufzuzeigen – positiv wie kritisch. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs ist "peace of mind" oder zu Deutsch: "Seelenfrieden". Interessierte Filmschaffende im Alter von 16 bis 26 Jahren aus allen 27 EU- Mitgliedsstaaten können ihre Videos zum Thema bis zum 22. Februar 2022 einreichen. Ist der Seelenfrieden heutzutage, in einer Zeit mit vielen Herausforderungen und weltweiten Konflikten wirklich erreichbar? Ist der Seelenfrieden alles, was wir brauchen? Und was trägt die Europäische Union dazu bei, dass dieser Zustand erreicht wird – oder auch nicht? Die besten drei Videobeiträge zum Thema "peace of mind" werden mit Preisen im Wert von 500 Euro bis 1.500 Euro prämiert. Die Preisverleihung ist Anfang Mai 2022 in Düsseldorf geplant. Die Videos sollten 15 Minuten nicht überschreiten und in englischer Sprache oder mit englischen Untertiteln eingereicht werden. Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb sind auf der folgenden Homepage des Awards zu finden: www.upfront-award.eu/. Hintergrund: EUROPE DIRECT Düsseldorf Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission und ist seit 2018 im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Das Informations- und Veranstaltungsangebot des EUROPE DIRECT richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor Ort in Düsseldorf werden zahlreiche Veranstaltungen zu EU-Themen, Studienreisen zu den EU- Institutionen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und vieles mehr angeboten. Zudem vergibt das EUROPE DIRECT Düsseldorf Zuschüsse an Bürgerinnen und Bürger, die eigene Kleinprojekte mit Europa- Bezug organisieren. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/europedirect, bei Facebook unter www.facebook.com/europedirectduesseldorf/ oder via Newsletter (Anmeldung über eine E-Mail an europe-direct@duesseldorf.de). Hintergrund: Filmwerkstatt Düsseldorf Die Filmwerkstatt Düsseldorf ist ein von Künstlerinnen und Künstlern geführter Produktions- und Präsentationsraum für Video- und Filmkunst mit eigenem Programmkino und befindet sich im Hinterhof eines ehemaligen Werkstattgebäudes im "Kunst-Viertel" Düsseldorf-Flingern. Die Junge Filmwerkstatt, als Teil der Filmwerkstatt Düsseldorf, ist Mitveranstalter des Wettbewerbs und versteht sich als Begegnungsraum an der Schnittstelle zwischen Video und Kunst für junge Erwachsene ab 16 Jahren. Zur Arbeit der Filmwerkstatt gibt es Informationen unter www.filmwerkstatt-duesseldorf.de/ ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Mit Präsenz und Konsequenz zu mehr Sicherheit und Sauberkeit in der erweiterten Altstadt Mit einem mehrstufigem Konzept, das fortwährend weiterentwickelt werden soll, wollen Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und die Verwaltungsspitze der Landeshauptstadt Düsseldorf für mehr Sauberkeit und Sicherheit und damit für eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "In der erweiterten Altstadt und den angrenzenden Bereichen der Innenstadt wie Carlstadt und Königsallee wünschen sich nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Anliegerinnen und Anlieger, sondern auch unsere zahlreichen Gäste zu Recht mehr Sicherheit und Sauberkeit. Wir wollen, dass sich hier alle wohlfühlen und werden dafür mit Konsequenz und Präsenz für mehr Sauberkeit und Sicherheit sorgen. Dabei setzen wir auf eine Summe von Maßnahmen, die fortwährend evaluiert, verbessert und ergänzt werden." Bereits seit Beginn des Jahres erarbeitet die von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller initiierte Arbeitsgruppe Stadtsauberkeit Maßnahmen. Nach der aktuellen Bürgerbefragung der Düsseldorf Marketing, die im Sommer durchgeführt wurde, ist Sauberkeit für beinahe alle befragten Düsseldorferinnen und Düsseldorfern sehr wichtig oder eher wichtig (95%). Weitestgehend zufrieden ist mit 51 % der befragten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer etwa die Hälfte. Und auch das Thema Sicherheit wird seit November 2020 in einer Arbeitsgruppe (u.a. mit Feuerwehr, Ordnungsamt, Dezernat 07, D.LIVE, Büro OB) konsequent angegangen und nun ausgebaut. Hierzu steht Düsseldorf auch im Kontakt mit anderen Städten sowie dem Jugendrat. Oberbürgermeister Dr. Keller: "Wenn, wie am vergangenen Wochenende, in einer Nacht 78 Polizeieinsätze und 36 Strafanzeigen nötig waren - darunter 16 Mal Körperverletzung, zehn Taschendiebstähle und sechs Raube -, dann wollen wir das nicht als Normalität akzeptieren, sondern mit Konsequenz und Präsenz dagegen vorgehen." Zu den ersten Maßnahmen gehören u.a.: Konsequenz • Konsequente Ausleuchtung am Rheinufer Ab diesem Wochenende (15. bis 18. Oktober 2021) wird zunächst die Dreieckswiese vor dem KIT durch sechs Lichtmasten beleuchtet, um in Abstimmung mit der Polizei für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Erkenntnisse werden genutzt und evaluiert, um Ausleuchtung am Rheinufer generell zu verbessern. • Schranke Mannesmannufer Um den Verkehr im Bereich des Mannesmannufers und der Berger Allee in den Abend- und Nachtstunden auf ein notwendiges Maß zu beschränken und die Poserszene fernzuhalten, ist seit 1. Oktober die Zufahrt zum Mannesmannufer mit einer Schranke auf Höhe Thomasstraße reglementiert. Die Schranke wird seit diesem Zeitpunkt täglich in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr geschlossen. Ab Freitag, 15. Oktober, wird die Schranke nun an Freitagen und Samstagen in der Zeit von 18 Uhr bis 5 Uhr geschlossen. An Sonntagen und den übrigen Wochentagen bleibt die Schließung, wie bisher, in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr bestehen. Geöffnet werden kann sie weiterhin von berechtigten Personen mit einer Chipkarte. Berechtigte Personen sind solche, die Anliegerinnen oder Anlieger der Straßen Bäckergasse, Bäckerstraße, Berger Allee, Carlstor, Citadellstraße, Hafenstraße, Horionplatz, Mannesmannufer, Orangeriestraße, Rathausufer und Schulstraße sind. Eine Ausgabe der Chipkarte erfolgt gegen eine Kaution in Höhe von 45 Euro. Polizei, Feuerwehr und sonstige Notdienste erhalten eine Möglichkeit, die Schranke im Einsatzfall zu öffnen. • Einschränkungen für E-Scooter und Halbierung der Flotte Aktuell bestehen erhebliche Probleme mit nicht ordnungsgemäß abgestellten E-Scootern sowie rasenden E-Scooter-Fahrerinnen und -fahrern, zum Teil sogar unter Alkoholeinfluss. Für mehr Sicherheit wird in der Landeshauptstadt Düsseldorf beim Umgang mit den E-Scootern, deren verkehrspolitischer Nutzen fragwürdig ist, zukünftig der gesamte rechtliche Spielraum ausgenutzt. Die Verwaltung legt dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss daher am 27. Oktober 2021 ein E-Scooter Konzept vor. Dieses sieht planmäßig ab dem 1. Januar 2022 u.a. folgendes vor: - Halbierung der Anzahl Scooter im Stadtgebiet - Umstellung auf ein stationsbasiertes Fahren (in der Innenstadt sowie in sensiblen Bereichen) und Vergrößerung der Parkverbotszonen an Gewässern sowie an Grünanlagen - Erhöhung der Sondernutzungsgebühr für die Anbieter - Anbieter sind aufgefordert, falsch geparkte Scooter unverzüglich zu räumen. Ansonsten wird die Stadt verbotswidrig abgestellte Scooter auf Kosten der Betreiber entfernen – für durchschnittlich 100 Euro pro Einsatz - Verstärkte Kontrollen sowie Einsatz von "Rangern" durch die Betreiber, um Verkehrssicherheit zu erhöhen • Verschärftes Vorgehen gegen Wildpinkler Seit August 2021 sind die Bußgelder für das Verrichten der Notdurft als störendes Verhalten im Sinne von § 6 der Düsseldorfer Straßenordnung (sog. Wildpinkeln) deutlich erhöht. Zuvor wurde Betroffenen üblicherweise ein Verwarngeld von 35 Euro angeboten. Nun kann das Bußgeld sogar bis zu 150 Euro betragen – inklusive Gebühren bis zu 178,50 Euro. Präsenz • Einrichtung einer gemeinsamen Anlaufstelle von Polizei und OSD Nach dem Vorbild anderer Städte (z.B. Köln, Hansestadt Bremen) soll so bald als möglich, spätestens 1. Quartal, eine gemeinsame Anlaufstelle von Polizei und Ordnungs- und Servicedienst in der Altstadt entstehen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Polizei haben diese fest verabredet und mit dem Rathausufer 8 einen möglichen Standort identifiziert. Derzeit laufen die Prüfungen der technischen Umsetzung. • Anschaffung eines Einsatzleitfahrzeugs (ELF) Der Ordnungs- und Servicedienst soll nicht nur personell, sondern ab Sommer 2022 auch durch ein Einsatzleitfahrzeug gestärkt werden. Das Fahrzeug soll auf einem überlangen Transporter aufbauen und eine autarke Leitstelle mit zwei vollausgerüsteten digitalen Funkplätzen aufnehmen. Herzstück der Technik soll ein vollständig computergestütztes Einsatzsystem sein, welches sämtliche verbaute elektronische Systeme steuert. Neben Außenlautsprechern für öffentlichkeitswirksame Durchsagen soll das Fahrzeug zusätzliche Außenscheinwerfer zur Erhellung des Umfelds und eine externe Stromversorgung erhalten. So kann man es variabel und flexibel an neuralgischen Orten einsetzen. • Mehr Präsenz durch mehr OSD-Kräfte Bereits seit Anfang September sind 30 neue Kolleginnen und Kollegen beim Ordnungs- und Servicedienst eingesetzt. Zudem wurde die Zahl der neuen Auszubildenden beim OSD verdreifacht, sodass nunmehr 26 junge Menschen beim OSD ausgebildet werden. In den kommenden vier Jahren wird der Ordnungs-und Servicedienst um jeweils 30 weitere Mitarbeitende pro Jahr verstärkt werden, sodass es insgesamt einen Zuwachs von 150 Mitarbeitenden geben wird. • City-Hosts Nach dem Vorbild Amsterdams sollen ab Frühjahr 2022 freundliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner den Besucherinnen und Besuchern mit Rat zur Seite stehen und ein Auge auf mögliche entstehende Konflikte haben. • Bewachung der öffentlichen WCs und weitere Anlagen Seit Sommer dieses Jahres sind die Toiletten im Bereich der Freitreppe sowie am Burgplatz 3 am Freitagabend und am Samstagabend bis 2 Uhr nachts verlängert geöffnet (normalerweise bis 24 Uhr). Die Toiletten werden durch einen Sicherheitsdienst in der erweiterten Zeit beaufsichtigt. Das Angebot wird pro Wochenende bereits aktuell von ca. 400 Bürgern pro Nacht wahrgenommen. Zudem werden, zunächst bis Ende November, zwei Toilettenwagen temporär am Wochenende an geeigneten Stellen dazu kommen. • Einsatz von 2 Müllsaugern / Gluttons 7 Tage/ Woche tagsüber Bereits seit Januar 2021 wurden zwei Müllsauger ("Glutton" = engl. für "Vielfraß") angeschafft, die 7 Tage die Woche tagsüber im Einsatz sind. Der zusätzliche dritte elektrische Müllsauger wird ab 2022 in Stadtteilzentren, insbesondere in den Fußgängerzonen, eingesetzt. Mit diesem Gerät können insbesondere auch kleine Abfälle wie Zigarettenstummel aus Ritzen entfernt werden. • Zusätzliche Leerung und Standortreinigungen von Papiercontainern Es werden 12 stark frequentierte Altpapiercontainer in dicht besiedelten Gebieten häufiger geleert: Von vorher meist drei- und vereinzelt viermal wöchentlich wurde der Leerungsrhythmus auf fünf- oder sechsmal pro Woche erhöht. In allen Stadtteilen werden bei Meldungen zu überfüllten Altpapiercontainern oder zu nicht angemeldetem Sperrmüll zusätzlich angeschaffte Fahrzeuge eingesetzt, um Abfallablagerungen zeitnah zu entfernen. • Zusätzliche Entfernen von Sperrmüll Stadtweit soll ab kommendem Jahr ein weiteres, flexibel nutzbares Sperrmüll-Pressfahrzeug, mit dem außerhalb der routinemäßigen Sperrmüll-Sammeltouren einzelne gemeldete größere Müllhaufen entfernt werden, eingesetzt werden. Dies aber nicht nur in der zurzeit "gebeutelten" Altstadt, sondern stadtweit. • Zusätzliche Einzelreinigungsteams Bereits seit Juni 2021 werden in der Altstadt und der näheren Umgebung am Wochenende (Sa/ So/Feiertage 11 – 19 Uhr) sogenannte "Einzelreiniger" eingesetzt, also Mitarbeiter der AWISTA, die mit Handkarren und Besen kleine Verschmutzungen aufnehmen und Abfallbehälter leeren. • Zusätzliche Reinigung und Leerung in Parks und Ersatz von 200 Papierkörben (30-40 L) durch Modelle mit 100L Fassungsvermögen Im Laufe des Jahres 2022 werden 200 kleine Papierkörbe in Parks (30-40 Liter) durch Modelle mit 100 Litern Fassungsvermögen ersetzt werden Zudem sollen ab 2022 neben den routinemäßigen Reinigungsdurchgängen bei der Stadt "Einsatzteams" für Grünanlagen und Straßen eingesetzt werden, die flexibel Abfallablagerungen entfernen. Diese Einsatzteams können so auch zeitnah auf Meldungen reagieren, die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise über die Stadtsauberkeitsapp "Düsseldorf bleibt sauber" an die Stadt richten und zusätzliche routinemäßige Reinigungen und Behälterleerungen in Parks insbesondere am Wochenende durchführen. Denn: Als besonders störende Verunreinigungen werden von den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern "Take-away"-Verpackungen, Picknick-Müll in Parks, Hundekot und generell überfüllte Papierkörbe genannt. * zusätzliche Reinigung (& Konzept) Landskrone Die Fläche wird montags bis freitags zweimal pro Tag und samstags und sonntags einmal pro Tag und der Weg zusätzlich zwei- bis dreimal pro Woche mit Wasser gesäubert. Zudem wird der Bereich wird seit Juni 2021 ergänzend durch die oben bereits genannten Einzelreiniger und auch unter Einsatz eines Müllsaugers gereinigt. Parallel dazu wird der Bereich der Landskrone überplant, da eine geschlossene Vegetationsdecke sich weder zwischen den Sitzstufen noch an den Böschungsbereichen etablieren konnte. Ziel ist es, eine geschlossene Vegetationsdecke im Bereich der Uferbereiche zu entwickeln. Dabei müssen die auszuwählenden Pflanzen dem Nutzungsdruck gewachsen sein und für Gänse als Nahrungsquelle unattraktiv sein. An dem Konzept wird zurzeit gearbeitet. Die Umsetzung soll im 1. Quartal nächsten Jahres erfolgen. Sauberkeit und Sicherheit gehören zusammen Umweltdezernentin Helga Stulgies: "Für ein sauberes Stadtbild lassen wir wilden Müll zügig entfernen und sorgen auch in den Parks der Stadt wieder für Wohlfühlatmosphäre. Zudem greifen wir auch im Bereich Vermüllung konsequent durch – unsere sogenannten Mülldetektive haben seit Mitte 2020 rund 1.900 Ermittlungs- und Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Müllsünder eingeleitet." Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Sauberkeit und Sicherheit gehören zusammen. Dunkle, dreckige Ecken tragen nicht zum Sicherheitsgefühl bei. Daher setzen wir neben verstärkter Präsenz des OSD und seiner besseren Ausstattung auch auf Licht, Sauberkeit und einer durch eine gemeinsame Anlaufstelle auch nach außen sichtbaren Kooperation von Stadt und Polizei. Das ist jedoch nur der Anfang. Wir werden dies ständig verbessern und ausbauen." ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Stadtmuseum Düsseldorf "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" - Themenführung durch die Ausstellung Das Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2, lädt am Sonntag, 17. Oktober, 15 bis 16 Uhr, zu einer Themenführung durch die Ausstellung "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" ein. Der Rundgang wird von der Kunsthistorikerin Kim Bureš-Kremser geleitet. Treffpunkt ist das Foyer. Der Eintritt in das Stadtmuseum ist sonntags für alle Besucherinnen und Besucher frei. Die aktuellen Regeln nach der Coronaschutzverodnung des Landes NRW sind zu beachten (siehe "Hinweise zum Besuch"). Zur Ausstellung Das Stadtmuseum würdigt das Leben des außergewöhnlichen Galeristen Max Stern, der nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten in Deutschland nahezu in Vergessenheit geriet. 1937 wurde er gezwungen, seinen Kunsthandel auf der Königsallee zu schließen und zu emigrieren. Von Großbritannien kam er 1940 als Internierter nach Kanada. Dort gelang ihm der Neuanfang: Max Stern wurde zu einem der bedeutendsten Galeristen des Landes. Die Ausstellung stützt sich auf seine handschriftlichen sowie auf Tonband diktierten Erinnerungsskizzen und vereint bislang unveröffentlichte Dokumente aus Sterns Nachlass mit Quellen aus hiesigen Archiven. Sie beschäftigt sich zudem mit musealer Provenienzforschung, deren Arbeitsweise, Aufgaben sowie Erkenntnisse anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt werden. Weitere Infos zur Ausstellung unter: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst- einzelansicht/pld/entrechtet-und-beraubt-der-kunsthaendler-max-stern-ausstellung-im-stadtmuseum- wird-eroeffnet.html Hinweise zum Besuch: Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums werden gebeten, die geltenden Kontakt- und Hygieneregeln im Stadtmuseum einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen. Veranstaltungen und Führungen finden mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Die Teilnahme erfordert die Vorlage eines Immunisierungsnachweises durch Impfung/Genesung (2G). Schülerinnen und Schüler in der Ferienzeit und Gäste, die aus gesundheitlichen Gründen nicht impfbar sind, brauchen einen zertifizierten, tagesaktuellen Schnelltest (3G). Schulpflichtige Kinder und Jugendliche - außerhalb der Schulferien - mit Schülerausweis gelten als getestet, und jüngere Kinder bis zum Schuleintritt sind geimpften Personen gleichgestellt. Für Fragen und weitere Informationen steht Svenja Wilken, Leiterin der Abteilungen Bildung und Vermittlung/Öffentlichkeitsarbeit/ Veranstaltungsmanagement, zur Verfügung und ist via E-Mail an svenja.wilken@duesseldorf.de zu erreichen. ___________________________________________________________________________ 13. Oktober 2021 Solidarität hat viele Farben - Christopher Street Day auf dem Johannes-Rau-Platz CSD vom 15. bis 17. Oktober: Auch das stadtinterne LSBTIQ+ Netzwerk "DIVERS", das Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung, die Kunstkommission sowie das Stadtarchiv nehmen mit Aktionen teil Nachdem der Christoper Street Day zweimal als Fahrrad-CSD stattgefunden hat, wird nun vom 15. bis 17. Oktober wieder mit einem vielfältigen Programm auf dem Johannes-Rau-Platz gefeiert. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Solidarität hat viele Farben". Von Freitag bis Sonntag wird die Regenbogenflagge auch am Rathaus gehisst, um ein Zeichen für Vielfalt und Respekt und gegen Ausgrenzung und Hass zu setzen. Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Stepan Keller wird den CSD am Freitag, 15. Oktober, eröffnen: "Ich freue mich, dass wir den CSD in diesem Jahr wieder auf dem Johannes-Rau-Platz begehen und wir so die Möglichkeit haben, uns persönlich zu begegnen. Der Düsseldorfer CSD ist ein fester Bestandteil unseres Stadtlebens und sendet ein Zeichen für Toleranz aus. Besonders freuen wir uns, auch Gäste aus unserer Partnerstadt Warschau hier in Düsseldorf begrüßen zu dürfen." Bereits vor der CSD-Eröffnung wird das neue Kunstwerk am Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von gleichgeschlechtlicher und sexueller Vielfalt enthüllt. Der Erinnerungsort wurde auf der Wiese zwischen dem KIT – Kunst im Tunnel und dem Apollo-Varieté an der Rheinkniebrücke geschaffen, um der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen zu gedenken und ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Respekt und gegen Ausgrenzung und Hass zu setzen. Weitere Infos unter: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/ein-ort-fuer-die-erinnerung-und- akzeptanz-von-geschlechtlicher-und-sexueller-vielfalt.html Besucherinnen und Besucher der Partnerstadt Warschau eingeladen Im Anschluss findet um 17 Uhr der CSD Gottesdienst in der Neanderkirche an der Bolkerstraße statt. Die lokale Community informiert am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober, an Ständen beim Straßenfest auf dem Johannes-Rau-Platz über die Aktivitäten der Gruppen, Vereine und Initiativen rund um LSBTIQ+ Themen. Es gibt ein umfangreiches Bühnenprogramm. Am Samstag, 16. Oktober, 14 Uhr wird die große Demonstration durch die Düsseldorfer Straßen ziehen. Auch Besucherinnen und Besucher aus Düsseldorfs Partnerstadt Warschau sind zum CSD eingeladen. Sie werden an der Demonstration teilnehmen und auf der Bühne von ihrer Situation in ihrer Heimat berichten. Fotoaktion am Erinnerungsort Das stadtinterne LSBTIQ+ Netzwerk "DIVERS", das Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und die Kunstkommission betreuen am Samstag, 16. Oktober, gemeinsam einen Informationsstand neben dem neuen Erinnerungsort. Dort können Fotos mit der Statue gemacht werden, die mit Zitaten versehen werden. Die Fotos werden vor Ort ausgedruckt und an die Mitmachenden verschenkt. Stadtarchiv Düsseldorf auch beim CSD dabei Auch das Stadtarchiv Düsseldorf wird in diesem Jahr erstmalig auf dem CSD vertreten sein. In Kooperation mit der Fachstelle "Altern unterm Regenbogen" und "Queer Handicap" will das Archiv mehr über das Leben von LSBTIQ+ in Düsseldorf in den vergangenen Jahrzehnten erfahren und hofft auf viele Erzählungen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Erinnerungen an die 1960er bis 1980er Jahre auf bereitstehenden Plakatwänden zu notieren. Weitere Infos zum Christopher Street Day sowie zu den geltenden Coronaregeln sind zu finden unter: www.csd-d.de/de/ Infoveranstaltung zur Situation der LSBTIQ+ Community in Warschau Schon am Donnerstag, 14. Oktober, 17 bis 18.30 Uhr lädt das Amt für Gleichstellungs und Antidiskriminierung zu einer Informationsveranstaltung zur Situation der LSBTIQ+ Community in der Partnerstadt Warschau ein. In zwei Teilen und aus zwei Perspektiven wird an diesem Abend ein Einblick in die Realität, die Herausforderungen und das starke Engagement der LSBTIQ+ Community gegeben. Im ersten Teil wird über den Austausch beim "Volup Summer Cup 21" berichtet: Im Rahmen des Ratsbeschlusses zur "Unterstützung von LGBTIQ+ in Warschau – Intensivierung der Städtepartnerschaft" und der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Warschau hat ein Team des VC Phönix Düsseldorf e.V. vom 3.bis 5. September 2021 an einem LSBTIQ+ Volleyball Turnier in Warschau teilgenommen. Im zweiten Teil des Abends wird unter dem Titel "Liebesbriefe aus Warschau - Wie würde Fryderyk Chopin im heutigen Polen leben?" Hubert Sobecki von der polnischen NGO von "Miłość Nie Wyklucza" (Love does not exclude) über das Leben als schwuler Man im heutigen Warschau und weitergehend in Polen berichten. Was sind die derzeitigen Herausforderungen durch die Politik, wie ist die generelle Einstellung in der Bevölkerung und wie schaut das tägliche Leben von LSBTIQ+ Menschen in Polen aus? Würde Chopin heute auswandern oder im Warschau des Jahres 2021 ein erfülltes Leben als offen schwuler Mann leben? Der zweite Teil ist in Englisch. Im Anschluss stehen die Inputgeber für Fragen zur Verfügung, ebenso wird es Zeit für einen gemeinsamen Austausch geben. Eine Anmeldung unter diversitykoordination@duesseldorf.de erforderlich, der Link wird nach Anmeldung per E-Mail zugeschickt. Die Veranstaltung wird in Kooperation zwischen dem Völklinger Kreis e.V. und dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung ausgerichtet. Hintergrund Mit den Veranstaltungen und Aktionen zum Christopher Street Day (CSD) wird jedes Jahr weltweit an die die sogenannten Stonewall-Aufstände erinnert. Sie waren eine Serie von gewalttätigen Konflikten zwischen Homosexuellen sowie Trans*personen und Polizeibeamten in New York City. Die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen fanden am 28. Juni 1969 in der Nacht zum Samstag statt, als Polizeibeamte eine Razzia im Stonewall Inn durchführten, einer Bar mit homosexuellen und trans* Zielpublikum in der Christopher Street. Da sich dort erstmals eine signifikant große Gruppe von Homosexuellen der Verhaftung widersetzte, wird das Ereignis von der als Wendepunkt in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung angesehen. ___________________________________________________________________________ 13. Oktober 2021 Zentralbibliothek im KAP1: Jugendbibliothek auf rund 200 Quadratmetern Schwerpunkte liegen auf Gaming, Veranstaltungsarbeit und Community-Building In der neuen Zentralbibliothek im KAP1 wird es erstmals eine eigene Jugendbibliothek geben: Auf 200 Quadratmetern ist für die Jugendlichen ein Raum zum Wohlfühlen entstanden. An der Präsentation der neuen Fläche am Mittwoch, 13. Oktober, nahmen Stephan Schwering, Leiter der Zentralbibliothek, und Medienpädagogin Svenja Kersting teil. Die Jugendbibliothek wird direkt neben der neuen Kinderbibliothek zu finden sein. Die Einrichtung haben die Jugendlichen selbst bestimmt - in einer Befragung haben sie sich vorab gewünscht, dass die Regale an den Wänden verteilt werden und höher sind, als in der Kinderbibliothek. Auch der Wunsch nach bequemen Sitzmöglichkeiten wurde erfüllt: Sitzplätze mit Sofa, ein Stehtisch mit Barhockern und Sitzstufen laden zum Entspannen ein. Die Jugendbibliothek bietet attraktive Präsentationsmöglichkeiten und eine ausgesuchte Sammlung an Jugend- und Hörbüchern ab 13 Jahren - Angebot, Ausstattung und Atmosphäre richten sich gezielt an die Jugendlichen und ihren Bedürfnissen in der Freizeit. In den beiden Schülercentern direkt in der Nachbarschaft in der Kinderbibliothek (bis einschließlich Klasse 8) und vor der Jugendbibliothek (ab Klasse 9) gibt es zudem zahlreiche Lern- und Abiturhilfen für alle. Fokus auf Gaming, Veranstaltungsarbeit und Community-Building Zukünftige Zielgruppen der neuen Jugendbibliothek sollen sowohl die verschiedenen Einrichtungen der Jugendarbeit als auch die Gaming- und Cosplay-Communities werden: Gemeinsame Aktionen und offene Gaming-Angebote auf unterschiedlichen Konsolen sowie das Live-Streaming von Spiele-Events legen einen besonders starken Fokus auf den Gamingbereich. Zudem werden regelmäßige Treffen zum Testen und Bewerten neuer Spiele angestrebt und zahlreiche vielfältige Workshops zu den Themen Gaming, Coding und Programmieren angeboten. Auch regelmäßige Veranstaltungen zum Thema Virtual Reality sind geplant. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen mit einem eigenen TikTok-Kanal erreicht werden und so eine eigene jugendliche Bibliothekscommunity aufbauen. Über den Account, der ab sofort besucht werden kann, können analoge und digitale Angebote für Jugendliche effektiv verbunden werden. ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 Expo Real 2021: Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller präsentiert den Wirtschafts- und Immobilienstandort Düsseldorf "Düsseldorf. Dynamisch. Erfolgreich. Nachhaltig": Neue Bauprojekte vorgestellt/Oftmals Nutzungsmix vorgesehen/Nachhaltigkeit steht im Fokus Am zweiten Messetag der Immobilienmesse Expo Real hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller dem Fachpublikum die aktuellen Immobilienentwicklungen vorgestellt. Die Präsentation des Oberbürgermeisters unter dem Titel "Düsseldorf. Dynamisch. Erfolgreich. Nachhaltig" zeigte am Dienstag, 12. Oktober, vor allem, dass der Markt in Düsseldorf weiterhin in Bewegung ist und Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch in der Immobilienbranche große Themen sind. Gemeinsam mit 35 Partnern präsentiert die rheinische Metropole auf 500 Quadratmetern zum 21. Mal den Immobilienstandort Düsseldorf mit neuen Projekten. "Wir sind eine sich sehr stark und sich permanent entwickelnde Stadt", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Gleichzeitig muss sich auch die Immobilienbranche den neuen Herausforderungen des Klimawandels und damit eingehenden Anforderungen anpassen. Wir zeigen in Düsseldorf, wie Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Alles befindet sich – wie der Rhein, an dem wir gelegen sind – im ständigen Fluss. Diese Dynamik macht Düsseldorf und seinen Erfolg aus." Zahlreiche Projekte sind mit begrünten Fassaden oder Dachbegrünung, als klimaneutrale Gebäude, mit Solaranlagen oder in Cradle-to-Cradle-Bauweise geplant. Cradle-to-Cradle bedeutet, die Wiederverwendung aller Stoffe. Viele Entwickler streben selbstverständlich eine hohe Zertifizierung der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) bzw. der LEED (Leadership in Energy und Environmental Design) an. Zudem sehen viele Projekte mehr als eine einzelne Nutzung vor und denken Wirtschaft, Kultur, Handel und Wohnen zusammen. Der nördliche Zubringer ist neben dem Kennedydamm eines der Gebiete, wo die Neugestaltung besonders sichtbar wird. Mit dem Projekt Nordstern der Peker Holding entsteht an der nördlichen Stadteinfahrt ein neues, torartiges Hochhaus, das nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip umgesetzt wird. Daran könnte sich die eindrucksvolle Planung des Tadao Ando Towers anschließen, die der Entwickler EuroAtlantic umsetzen möchte: Ein smartes, grünes, CO2-neutrales High-Tech-Gebäude mit 275 neuen Bäumen. Neben der Dachbegrünung ist dort geplant, nach Möglichkeit eine Imkerei und Urban Farming einrichten zu können. Nutzungsmix: Wohnungsbau und Gewerbeimmobilien vereint Das Green Central, von Lang & Cie Rhein-Ruhr Real Estate an der Heinrichstraße ist ein energieeffizientes Refurbishment mit Neubaustandard und als Büroimmobilie geplant, aber auch eine Kindertagesstätte und ein Fitnessstudio sollen hier einziehen. Ein Stück weiter entlang der Heinrichstraße entsteht ein ebenfalls energieeffizientes Wohnprojekt auf dem alten DRK-Gelände. Ein Mix aus freifinanziertem, preisgedämpftem und gefördertem Wohnungsbau, sowie – ebenfalls ein großes Thema – Mehrgenerationenwohnen und Pflegeeinrichtungen. Für das Projekt ist eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt. OB Dr. Stephan Keller stellte auch die geplante Neuentwicklung auf dem Gelände vor, auf dem sich heute der METRO Großmarkt befindet. Die Metro Properties plant hier ein neues urbanes Wohnquartier. Hier soll gemischt genutzte Quartiersentwicklung stattfinden: mit METRO Konzernsitz, Wohnen, Arbeiten, Bildung, Pflege, Freizeit, Handel, Handwerk, Markthalle und Gastronomie. Ein ebenfalls interessanter Nutzungsmix aus Büro, gestapeltem Handwerk und effizienter, urbaner Produktion ist an der Erkrather Straße das "Innovation Village" vorgesehen: RKW konzipierte ein städtebauliches Ensemble von acht Gebäuden auf dem Gelände des ehemaligen Fiat-Autohauses. Hier sollen nachhaltige, recyclefähige Materialen eingesetzt und Photovoltaik sowie Solarthermie installiert werden. Besonderheit ist, dass alle Gebäude mit Schwerlastaufzügen ausgestattet werden sollen. Diese ermöglichen eine größere Effizienz im urbanen Gewerbebau, da Handwerk und Produktion auf mehreren Ebenen angesiedelt werden könnten. Blick über die Stadt dank begrünten Dachterrassen Weitere Projekte sind auch am Kennedydamm, einem der großen Entwicklungsgebiete, vorgesehen. Beim Lyght der Momeni Group an der Georg-Glock-Straße, eine Komplettsanierung und Weiterentwicklung des ehemaligen IBM-Gebäudes, sollen auf beiden Dachflächen im 3. und 12. Obergeschoss großzügige, bepflanzte Terrassen mit hoher Aufenthaltsqualität und Panoramablick über die Stadt entstehen. Auch an der südlichsten Spitze des "Westlichen Kennedydamms" entsteht mit dem One Plaza - ebenfalls Momeni - ein hochwertiges Büro- und Geschäftshaus mit rund 45.000 Quadratmetern unter der Regie des Architekturbüros HPP Architekten. Auch hier sind großzügige, begrünte Dachterrassen geplant. Bei beiden Projekten wird eine Gold-Zertifizierung der "Leadership in Energy and Environmental Design" (LEED) angestrebt. Umgestaltungen in der City schreiten voran In der Innenstadt geht die Umgestaltung und Modernisierung rund um den Schadowplatz weiter. An der Ecke Schadowplatz/Schadowstraße entsteht eine weitere exponierte Einzelhandelsimmobilie der Firma Centrum. Ebenfalls noch nicht abgeschlossen sind Neu-Entwicklungen rund um die Völklinger Straße. Auf dem letzten freien Grundstück neben QVC und der Projektentwicklung MIZAL an der Völklinger Straße entsteht das Projekt 5YN3RGY. Keine klassischen Büroflächen, sondern sogenannte "Stages" sind hier geplant: Flächen, mit bis zu 4.000 Quadratmetern ohne Unterteilung, hochflexibel und veränderbar. In der Nähe der Völklinger Straße soll das Projekt der Firma Gentes, "Bilker Westend", entstehen. Der Stadtteil Bilk erhält mit dem Bilker Westend einen neuen Auftakt an der zentralen Nord-Süd Magistrale: eine komplette Quartiersentwicklung, in der Wohnen und Arbeiten perfekt vernetzt werden und mit seiner begrünten Fassade die nachhaltige Qualität des neuen Wohn- und Büro-Quartiers bestimmen wird. Höhepunkt ist das 60 Meter hohe Hochhaus mit komplett begrünter Fassade, um die durch das Gebäude versiegelte Fläche wieder auszugleichen. Für dieses Gebäude wird die Zertifizierung DGNB Gold angestrebt. "Die Stadt und den Wirtschaftsstandort resilient für die Zukunft aufzustellen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen, vor der wir stehen. Dynamik, Erfolg und Nachhaltigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gerade auch im Bereich Gewerbe- und Büroimmobilien sind wir sehr gut aufgestellt", sagt Wirtschaftsdezernent Dr. Michael J. Rauterkus, und Stadtplanungsdezernentin Cornelia Zuschke ergänzt: "Düsseldorf hat es in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich geschafft, die Innenstadt zu transformieren. Das hat weit über die Grenzen Düsseldorfs für Aufmerksamkeit gesorgt. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit allen Akteuren diesen Weg weiterhin erfolgreich beschreiten." ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 Klimaneutrales Düsseldorf 2035 Landeshauptstadt Düsseldorf veröffentlicht Potentialstudie im Verkehrssektor Im Sommer 2019 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossen, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Die "Merit Order Verkehr" ist eine Studie zum Pfad der Klimaneutralität 2035 der Stadt Düsseldorf. Weitere Studien für die Sektoren "Städtische Einrichtungen", "Handel/Dienstleistungen/Industrie/Gewerbe" werden noch im Jahr 2022 folgen. Die "Merit Order Verkehr" wurde zwischen dem Amt für Verkehrsmanagement, der Rheinbahn AG, der Connected Mobility Düsseldorf GmbH, der Stadtwerke Düsseldorf AG und dem Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz mit externer Unterstützung der P3 Group GmbH erarbeitet. Sie entwirft ein Zukunftsszenario für das Jahr 2035 und betrachtet den Klimaschutz im Verkehrssektor vor dem Hintergrund von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Umweltdezernentin Helga Stulgies und Mobilitätsdezernent Jochen Kral stellten am Dienstag, 12. Oktober, die "Merit Order Verkehr" vor. Hierbei handelt es sich um eine Potentialstudie, die gutachterlich erarbeitet wurde und erste Einschätzungen liefert, die in einem weiteren Schritt von der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden müssen. In einem nächsten Schritt wird dann darüber entschieden werden, welche der Maßnahmen in welchem Zeitraum tatsächlich umgesetzt werden sollen. Die enthaltene Maßnahmenübersicht dient als Grundlage für den weiteren Diskussionsprozess. Eine Abschichtung von ungeeigneten Maßnahmen sollte dann im Zuge des weiteren Prozesses erfolgen. Dazu erläutert Umweltdezernentin Helga Stulgies: "Die vorliegende Potentialstudie wurde nach dem Prinzip der Merit Order erarbeitet. Im Rahmen des Systems der Merit Order werden die vorgeschlagenen Maßnahmen priorisiert und bezüglich ihrer CO2-Minderungswirkung und CO2-Vermeidungskosten bewertet. Grundsätzlich soll auf dem Pfad zur Klimaneutralität zunächst der Energiebedarf im Verkehr reduziert, also weniger Streckenkilometer im Individual- und Lieferverkehr gefahren werden. Der verbleibende Rest an vermeidbaren CO2-Emissionen soll abschließend 'dekarbonisiert' werden. Dekarbonisierung bedeutet, dass die CO2-Emissionen je Kilometer Fahrstrecke durch Anwendung klima- und umweltfreundlicher Technologien weiter reduziert werden. Es geht abschließend um weniger Verkehr mit mehr emissionsarmen bzw. -freien Antrieben." "Im Fokus der Studie stehen vor allem Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs und des ÖPNV, bei gleichzeitigem optimiertem Mobilitätsmanagement im motorisierten Individualverkehr", führt Mobilitätsdezernent Jochen Kral aus. "Insgesamt werden in der Studie für den Sektor Verkehr 43 Einzelmaßnahmen betrachtet, die neun Handlungspfaden zugeordnet sind. Darunter befinden sich sowohl Infrastruktur-Maßnahmen wie zum Beispiel der Ausbau und die Verbesserung der innerstädtischen Radinfrastruktur sowie des ÖPNV-Netzes, als auch der Ausbau von digitalen Systemen sowie Management- Maßnahmen wie beispielsweise bei der Parkraumbewirtschaftung." Bei konsequenter Umsetzung aller untersuchten Maßnahmen würde laut Studie ein CO2- Reduktionspotential von knapp 700.000 Tonnen CO2 im Jahr 2035 erreicht werden können. Die Potentialstudie zeigt aber auch, dass der Einfluss der Stadt auf die Emissionen im Verkehrssektor begrenzt ist. So entfällt ein Großteil der Emissionen im Verkehrsbereich auf die Langstrecken wie Freizeit- und Urlaubsfahrten der Bürgerinnen und Bürger. Auf diesen Bereich entfalten die geplanten vielfältigen Verkehrsmaßnahmen keine Wirkung, diese sind abhängig vom individuellen Reise- und Freizeitverhalten. In diesem Kontext müssten die Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, klimafreundliche Alternativen für ihre Freizeit- und Reiseaktivitäten mit dem Pkw zu nutzen. Insbesondere aufgrund der beschriebenen Langstreckenverkehre verbliebe so eine Lücke von rund 430.000 Tonnen CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zum angestrebten Beitrag zur Klimaneutralität. Laut Energie- und CO2-Bilanz der Stadt Düsseldorf ist der Verkehr mit rund 30 Prozent an den Gesamtemissionen im Stadtgebiet beteiligt. Im Gegensatz zu anderen Sektoren wie "Städtische Einrichtungen" oder "Handel/Dienstleistungen/Industrie/Gewerbe" sind die Emissionen im Verkehrssektor dem Bundestrend entsprechend in der Vergangenheit nicht nennenswert gesunken. Dies unterstreiche die Bedeutung einer konsequenten Verkehrswende in Düsseldorf, so Umweltdezernentin Helga Stulgies und Mobilitätsdezernent Jochen Kral. ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 "Die Modebranche in Düsseldorf" Amt für Statistik und Wahlen gibt die Statistischen Informationen Nr. 308 heraus Mit den Statistischen Informationen Nr. 308 "Die Modebranche in Düsseldorf" veröffentlicht das Amt für Statistik und Wahlen erstmals aktuelle Daten zur Modebranche am Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Der Bericht beschreibt den zweiten Datenreport zu einer Schwerpunktbranche Düsseldorfs nach dem Datenreport zur Düsseldorfer Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2020. Die Auswertungen liefern eine differenzierte Betrachtung der Situation und Entwicklung der Düsseldorfer Modebranche und ihrer Teilmärkte. Dabei werden Daten zu den Umsätzen und Unternehmen sowie zur Beschäftigung in der Branche präsentiert. Die im Bericht angeführten Ergebnisse bieten einerseits eine Darstellung der wesentlichen Kennzahlen für die Modebranche insgesamt. Andererseits werden auch Vergleiche zwischen den drei Teilmärkten der Düsseldorfer Modebranche präsentiert. Auch wird im Datenreport die Düsseldorfer Modebranche im Vergleich zu anderen ausgewählten Großstädten betrachtet. Der aktuelle Datenreport zeigt mit seinen Ergebnissen die wesentliche Rolle der Modebranche im Wirtschaftsraum Düsseldorf (Landeshauptstadt Düsseldorf, Kreis Mettmann, Rhein-Kreis Neuss) sowie der Landeshauptstadt Düsseldorf selbst auf. Die knapp 2.400 Modeunternehmen im Wirtschaftsraum Düsseldorf erwirtschafteten im Jahr 2019 mit mehr als 12 Milliarden Euro gut 5 Prozent des Umsatzes der Gesamtwirtschaft im Wirtschaftsraum – dies entspricht einem Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wuchs im gleichen Zeitraum um knapp 6 Prozent auf mehr als 27.000 Beschäftigte, bei gleichzeitigem Rückgang der geringfügig entlohnten Beschäftigung um knapp 27 Prozent. Speziell in der Landeshauptstadt Düsseldorf erzielten die hier ansässigen 1.153 Unternehmen der Modebranche im Jahr 2018 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro und erwirtschafteten damit knapp 7 Prozent des Umsatzes der Düsseldorfer Gesamtwirtschaft. Der Bereich Bekleidung, Accessoires ist dabei der umsatzstärkste Teilmarkt der Düsseldorfer Modewirtschaft. Gut 95 Prozent des Gesamtumsatzes der Modebranche in der Landeshauptstadt wurden hier im Jahr 2018 erwirtschaftet. Dagegen stellt der Bereich Beauty mit mehr als 10.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den beschäftigungsstärksten Teilmarkt dar. Im Vergleich zum Bundesschnitt weist der Wirtschaftsraum Düsseldorf eine deutliche beschäftigungsmäßige Spezialisierung für die Modebranche insgesamt, aber insbesondere im Teilmarkt Beauty auf. Speziell in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist diese Konzentration der Modebranche sogar noch stärker ausgeprägt. Da Daten aus der Umsatzsteuerstatistik nur zeitverzögert zur Verfügung stehen, ist der aktuelle Datenstand für die Angaben zu den Umsätzen und Unternehmen in der Modebranche das Jahr 2019 für den Wirtschaftsraum Düsseldorf beziehungsweise das Jahr 2018 für die Landeshauptstadt Düsseldorf; der aktuelle Datenstand für die Angaben zu den sozialversicherungspflichtig und den geringfügig entlohnten Beschäftigten ist der 30. Juni 2020. Somit konnten die jüngsten Entwicklungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie im Datenreport nicht berücksichtigt werden. Die Daten zur vollständigen Abbildung der Entwicklungen in den Jahren 2020 und 2021 werden erst zeitverzögert im Jahr 2022 beziehungsweise 2023 verfügbar sein. Die Statistischen Informationen Nr. 308 "Die Modebranche in Düsseldorf" können als PDF-Datei im Internetangebot des Amtes für Statistik und Wahlen heruntergeladen werden unter der Adresse www.duesseldorf.de/statistik-und-wahlen/aktuelle-mitteilungen. Die dem Bericht zugrundeliegenden Daten können auch über das Open Data Portal der Stadt unter opendata.duesseldorf.de heruntergeladen werden. ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 Garath macht Kunst – Scheinbar Unnützes wird zu Kunstwesen Workshop "Aus Müll mach Kunst" des Quartiersmanagements Das Quartiersmanagement Garath 2.0 lädt am Freitag, 22. Oktober, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr zu einem Workshop mit dem Titel "Aus Müll mach Kunst" vor dem Stadtteilbüro Garath 2.0 ein. Unter Anleitung des internationalen Künstlers Jens Mohr werden mit den Teilnehmenden Kunstwesen aus Material geschaffen, das augenscheinlich keinen Nutzen mehr hat. Betrachtet man die Wesen, die der Künstler aus Bonn kreiert, ganz genau, entdeckt man Alltägliches: Verschlissene Besen, alte Pinsel, Suppenkellen, Tischbeine, Dosen oder sogar alte Schuhsohlen. "Auf meinen Streifzügen entdecke ich immer wieder banale Dinge, die in der Summe der Einzelteile zu etwas Besonderem werden können", erläutert Jens Mohr die Entstehung seiner Kunstwesen. Mit dem Workshop greift das Quartiersmanagement auf etwas andere Weise das Thema Verschmutzung im öffentlichen Raum auf. "Häufig erhalten wir Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, dass sehr viel Unrat auf den Straßen und in den Grünanlagen herumliegt", berichtet Silke de Roode vom Quartiersmanagement Garath 2.0, Initiatorin des Aktionstages. Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchte sie zur Vorbereitung des Workshops am Dienstag, 19. Oktober, von 16 bis 18 Uhr im Stadtteil nach geeigneten Gegenständen Ausschau halten. Ob Kronkorken oder verwitterte Hölzer - gesucht wird nach allem, das sich zu Wesen verwandeln lässt. "Auf diese Art möchten wir den Blick für Unrat im öffentlichen Raum öffnen", erklärt de Roode den Hintergrund der Aktion. "Interessant sind Dinge, die eine besondere Form oder vielleicht schon Verfärbungen haben, sowie Dinge, die schöne Farben haben", gibt Künstler Jens Mohr Tipps für die Suche. Die Teilnehmenden können vorab auch schon einmal in ihrem Haushalt schauen, was sie verwerten könnten. Alte Bügeleisen, Gießkannen oder ein altes Nudelsieb sind mögliche Utensilien. Was bei dem Workshop keine Verwendung findet, wird bei dem nahegelegenen Recyclinghof auf der Frankfurter Straße fachgerecht entsorgt. Im Anschluss an die Aktion ist geplant, die Exponate in einer kleinen Ausstellung zu präsentieren. Voraussetzung ist, dass ausreichend Bastlerinnen und Bastler mitmachen. Teilnehmen dürfen alle Garatherinnen und Garather, es gibt keine Altersbegrenzung. Teilnahmevoraussetzung ist die Einhaltung der 2G-Regel (Geimpft oder Genesen). Die Teilnahme ist kostenlos, und es können bis zu zehn Interessierte mitmachen. Die Anmeldung erfolgt über das Quartiersmanagement: 01746815412, qm-garath@duesseldorf.de oder persönlich im Stadtteilbüro auf der Fritz-Erler-Straße 27 (dienstags 14 bis 18 Uhr und freitags 9 bis 13 Uhr). Hintergrundinfos zum Programm Garath 2.0 Das Projekt "Garath 2.0 – Den Wandel gestalten" hat die Stadt Düsseldorf bereits im Jahr 2016 initiiert, um den Stadtteil Garath zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Insgesamt sollen mehr als 50 Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu wurden Gelder aus dem Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt", dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragt. Insgesamt sollen knapp 30 Millionen Euro in den Stadtteil investiert werden. Alle Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/garath20 und auf facebook unter https://www.facebook.com/quartiersmanagementgarath2.0/ ___________________________________________________________________________ 11. Oktober 2021 Gartenamt muss neun Bäume fällen Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt muss kurzfristig neun Bäume im Stadtgebiet fällen. Die Arbeiten erfolgen noch im Oktober. Betroffen sind drei Ahornbäume auf der Fährstraße und zwei Ahornbäume auf der Bonner Straße, die an der Rußrindenkrankheit erkrankt sind. Die Pilzerkrankung führt zum Absterben der Bäume. Auf der Dominikanerstraße müssen zwei Robinien sowie auf der Cheruskerstraße eine Robinie entfernt werden. Ihre Standsicherheit ist aufgrund von Wurzelstockfäule nicht mehr gegeben. Auf dem Friedhof Eller hat eine Weide einen starken Sturmschaden erlitten. Bedingt durch den Starkastausbruch kann der Baum nicht mehr erhalten werden. Ziel des Gartenamtes ist es, möglichst viele der Standorte erneut zu bepflanzen. Für die Nachpflanzung der Straßenbäume werden sogenannte Umlaufverfahren veranlasst. Dabei prüfen unter anderem die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom die nahegelegenen Leitungstrassen und ihren Abstand zum Baumstandort. Ebenso sind notwendige Abstände zu den Verkehrsanlagen sowie brandschutztechnische Belange zu beachten. ___________________________________________________________________________ 11. Oktober 2021 Auftakt für Immobilienbranche auf der Expo Real 2021: Erster Messetag in München Düsseldorf. Dynamisch. Erfolgreich. Nachhaltig: Landeshauptstadt Düsseldorf auf der Expo Real 2021 Für die Immobilienbranche ist mit dem heutigen Montag, 11. Oktober, Europas größte Immobilienmesse gestartet: Die Expo Real 2021 hat in München ihre Tore geöffnet. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist in diesem Jahr mit 35 Partnern vertreten. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ist in München eingetroffen und tauschte sich am ersten Messetag mit Experten und Entscheidern aus. Am zweiten Messetag, 12. Oktober, wird er um 12 Uhr den Immobilien- und Investitionsstandort Düsseldorf präsentieren und aktuelle Immobilienentwicklungen vorstellen. Interessierte können den Vortrag live verfolgen unter www.duesseldorf.de/livestream-exporeal. Zentrale Themen des diesjährigen Messeauftritts sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Der bekannte, rund 500 Quadratmeter große, zweigeschossige Stand wird durch eine 45 Meter lange digitale Fläche eingerahmt, auf der in beeindruckender Größe u.a. aktuelle Immobilienprojekte zu sehen sind. Zudem wurde der Stand auf die aktuell geltenden Corona-Regelungen hin angepasst. Dort hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller auch Sergej Cheremin, Minister für außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen der Stadt Moskau, getroffen. Inhalt des Gesprächs waren unter anderem die "Moskauer Tage in Düsseldorf", die 2022 wieder in der Landeshauptstadt stattfinden sollen. Düsseldorf und Moskau verbindet eine seit 1992 bestehende Städtepartnerschaft. Begleitet wird der Oberbürgermeister unter anderem von Planungs- und Baudezernentin Cornelia Zuschke, Wirtschaftsdezernent Dr. Michael J. Rauterkus sowie einer Delegation von Vertretern aus Politik und Verwaltung. Seit 1998 ist die Expo Real Gastgeber für die gesamte Immobilienbranche. Die Stadt Düsseldorf ist in diesem Jahr zum 21. Mal vertreten. Die Wirtschaftsförderung ist für die Umsetzung des Messeauftritts und des Messestands verantwortlich. Partner der Landeshauptstadt Düsseldorf sind in 2021: Standpartnerschaft Premium: CENTRUM Projektentwicklung GmbH, die developer, Euroatlantic AG, Frasers Property Industrial, IDR Industrieterrains-Düsseldorf-Reizholz AG, Klüh Service Management GmbH, Landeshauptstadt Düsseldorf, LEG Immobilien AG, Metro Properties Holding GmbH, Reasult, Segro Germany GmbH, SIGNA Real Estate Management GmbH, Stadtsparkasse Düsseldorf Standpartnerschaft Medium: Pandion AG, RKW Architektur +, Stadtwerke Düsseldorf AG Standpartnerschaft Basic: Anteon Immobilien GmbH & Co. KG, Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH, GerchGroup AG, Gutachterausschuss Düsseldorf, HPP Architekten GmbH, Peker Holding GmbH, Schüßler- Plan Ingenieurges.mbH, Tholl GmbH, ZÜBLIN STRABAG Standpartnerschaft Logo: Aurelis Real Estate Service GmbH, Bahners & Schmitz GmbH, BPD Immobilienentwicklung GmbH, Gebau GmbH, Gentes-Gruppe, ingenhoven architects, Interboden, Langen Immobilienholding GmbH & Co.KG, Quantum Immobilien AG, sop GmbH & Co. KG, ZARWEB GmbH ___________________________________________________________________________ 11. Oktober 2021 Gänsemanagement: Stadt zieht Bilanz Kanadagansbestand auf Stand vor 2017 zurückgegangen, Zahl der Jungvögel sogar auf Stand vor 2009 gesunken Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt zieht nach dem vierten Jahr des Gänsemanagements eine positive Bilanz. In den Parks zeigt sich ein deutlicher Rückgang von Jungvögeln. Erstmals seit Beginn des Managements wurden auch insgesamt weniger Kanadagänse gezählt. Beim Gänsemanagement beobachtet das Gartenamt die Anzahl der Kanadagänse in den Parks und im gesamten Stadtgebiet jeweils getrennt. In den Parks hatte sich die Anzahl in den Jahren von 2009 bis 2017 von etwa 329 auf 966 Tiere verdreifacht. Im gesamten Stadtgebiet hatte sich die Anzahl von 700 auf etwa 1.400 Tiere verdoppelt. Mit einem weiteren Anwachsen der Population musste gerechnet werden. Vor dem Hintergrund der Wachstumsraten der Vorjahre wäre für 2021 eine Population in Parks von über 1.300 Kanadagänsen zu erwarten gewesen. Mithilfe des Gänsemanagements wurde erreicht, dass sich die Zahl auf aktuell 878 Tiere in innerstädtischen Grünanlagen verringerte. Dies entspricht in etwa der Anzahl der Tiere vor der Brutsaison 2017. Reduzierung der Jungvögel durch Gelegemanagement Das Projekt wurde durch einen externen Fachgutachter begleitet und die Eientnahme durch eine Biologin durchgeführt. Mit der fachlichen Begleitung wurden aus jedem gefundenen Gänsenest in den Parkanlagen alle bis auf ein oder zwei Eier entnommen. Das Belassen der Rest-Eier ist notwendig, da die Vögel ansonsten eine weitere Brut beginnen würden. Insgesamt wurden fast 1.100 Eier entnommen. Nach Abschluss der Eientnahme wurden die Bestände und der Anteil an Jungvögel gezählt. In den Vorjahren betrug der Anteil der Jungvögel stets um 20 Prozent, im Jahr 2013 sogar mehr als 30 Prozent. Die Entnahme von über 900 Kanadaganseiern führte zu einem Jungvogelanteil von unter zehn Prozent im Jahr 2018, 13 Prozent im Jahr 2019, elf Prozent im Jahr 2020 und nur sieben Prozent im Jahr 2021. Zuletzt gab es im Jahr 2009 ähnlich wenige Jungvögel. In den Parks hat sich so auch die Gesamtzahl der Gänse reduziert. Hinderlich bei der Begrenzung der Gänsepopulation ist das Füttern der Vögel. Nach der Straßenordnung der Landeshauptstadt Düsseldorf besteht bereits ein Fütterungsverbot für wildlebende Tiere, also auch für Kanadagänse. Das Verbot wird durch Mitarbeiter der Stadt kontrolliert und geahndet. Hinweisschilder machen an relevanten Orten in Parkanlagen darauf aufmerksam und sollen so die Öffentlichkeit sensibilisieren. Trotz aller Anstrengungen bleibt festzuhalten, dass es weiterhin Gänse in den Düsseldorfer Parkanlagen und damit auch Verschmutzungen geben wird. Die Kotbelastung ist trotz rückgängiger Anzahl in einigen Parks immer noch hoch. Für die Hauptzeiten, in denen sich die Gänse in den Parkanlagen aufhalten, wurden die Pflegeintervalle nochmals erhöht, und eine spezielle Reinigungsmaschine wurde angeschafft. In erster Linie werden besonders stark frequentierte Bereiche gereinigt, beispielsweise die Wege und der Wasserspielplatz im Zoopark. Bedingt durch die hohe Lebenserwartung der Gänse müssen die Bestrebungen zur Reduzierung der Bestände in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Hintergrund Nachdem die Population an Kanadagänsen im Stadtgebiet bis 2017 stark angestiegen war, hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Frühjahr 2018 ein Gänsemanagement gestartet. Kern des Konzepts ist ein Gelegemanagement, bei dem gezielt Eier aus den Nestern entnommen werden. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Corona-Schnelltests ab 11. Oktober grundsätzlich nicht mehr kostenlos - Impfen bleibt kostenfrei Weiter kostenlose Tests für Schülerinnen und Schüler auch in den Ferien Durch die neuen Testverordnungen des Bundes und des Landes sind Corona-Schnelltests (PoC-Antigen- Tests), also die sogenannten "Bürgertests", ab Montag, 11. Oktober, nicht mehr kostenlos. Kostenfrei bleiben hingegen die Impfungen - zum Beispiel in den dezentralen Impfstellen und am Impfmobil. Die Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee sind montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet, zudem fährt das Impfmobil wechselnde Standorte an. Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfausweis besitzt, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Weitere Infos und die Standorte des Impfmobils sind auf dem Coronaportal zu finden unter corona.duesseldorf.de/impfen Weiter kostenlose Tests für Schülerinnen und Schüler auch in den Ferien In den Herbstferien werden Schülerinnen und Schüler vom 11. bis 24. Oktober nicht im regelmäßigen Testzyklus in der Schule getestet. Auch in diesem Zeitraum ist für sie eine kostenfreie Testung in der MEH möglich. Schüler*innen, die sich als enge Kontaktpersonen freitesten lassen wollen, müssen - anders als während der Unterrichtszeit - einen PCR-Test vorlegen. Im städtischen Diagnosezentrum an der Mitsubishi Electric Halle können sich ab 11. Oktober ausschließlich Personen testen lassen, denen die Schnell- und PCR-Tests kostenfrei zur Verfügung stehen. Folgende asymptomatische Personengruppen haben weiterhin einen Anspruch auf kostenfreie Schnelltests: Kinder unter 12 Jahren Personen, die aus medizinischen Gründen zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können oder drei Monate vor der Testung nicht geimpft werden konnten; darunter insbesondere Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen Personen von 12 bis 18 Jahren (bis zum 31. Dezember 2021) Schwangere (egal in welchem Stadium der Schwangerschaft; bis zum 31. Dezember 2021) Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter http://www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist (bis zum 31. Dezember 2021) Für positiv Getestete und enge Kontaktpersonen besteht weiterhin ein Anspruch auf kostenfreie Testung. Dies gilt auch für Freitestungen gemäß Corona-Test-und-Quarantäneverordnung (CoronaTestQuarantäneVO). Termine können nur über die städtische Corona-Hotline unter der Rufnummer 0211-8996090 vereinbart werden. Infizierte werden zum Ende ihrer Quarantäne vom Gesundheitsamt kontaktiert, und ihnen wird eine kostenlose Testung angeboten (je nach Schwere des Verlaufs PCR- oder Schnelltest). Darüber hinaus stehen die privaten Testzentren für kostenlose und kostenpflichtige Testungen zur Verfügung. Eine Auflistung der Teststationen im Stadtgebiet finden Interessierte im Internet unter https://corona.duesseldorf.de/schnelltest. Die Terminvereinbarung ist in der Regel online oder telefonisch möglich. Mit der jeweiligen Testeinrichtung sollte abgestimmt werden, ob und wie die Abrechnung erfolgt. Über ein telefonisches Kontrollnetz wird zudem dafür gesorgt, dass die privaten Testmöglichkeiten weiter flächendeckend erhalten bleiben. Um sich kostenfrei mittels eines Schnelltests testen zu lassen, müssen neben dem Personalausweis entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Menschen etwa, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, müssen ein Dokument vorweisen, aus dem hervorgeht, wieso sie nicht geimpft werden können sowie Name, Anschrift und Geburtsdatum und die Daten der ausstellenden Ärztin bzw. des ausstellenden Arztes. Ähnliches gilt für die anderen berechtigten Personengruppen. Bei Kindern unter 12 Jahren bzw. unter 18 Jahren ist der Personalausweis ausreichend. Die Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist zu finden unter www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2021-09- 29_coronatestquarantaenevo_ab_11.10.2021_lesefassung.pdf. Die Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit ist zu finden unter www.bundesanzeiger.de/pub/publication/EaknuyebqGE4JSI7pwk/content/EaknuyebqGE4JSI7pwk/BAnz+AT+ 21.09.2021+V1.pdf?inline. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Stadt bereitet Bergung von Scootern aus dem Rhein vor Mit einem Sonarboot wurden jetzt im Rhein versenkte E-Scooter lokalisiert/Mit den zuständigen Anbietern wird nun ein entsprechender Zeitplan für die Bergung der Scooter festgelegt Seit Sommer 2019 werden auch in Düsseldorf E-Scooter angeboten. Vorgesehen war, dass diese insbesondere in Schwachlastzeiten als Ergänzung zum ÖPNV einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Problematisch gestaltete sich zuletzt das nicht ordnungsgemäße Abstellen einer Vielzahl an Scootern. So stellten diese nicht bloß eine erhebliche Behinderung für den Fußverkehr dar, sondern wurden teilweise auch in den Rhein geworfen. Dies ist nicht nur ordnungswidrig, sondern auch durch die in den Scootern befindlichen Akkus in höchstem Maße umweltschädlich. Das intensive Drängen der Stadt hatte nun Erfolg: Die E-Scooter-Anbieter haben eine erste Sonarbootfahrt beauftragt. Diese erfolgte nun zwischen der Oberkasseler Brücke und der Rheinkniebrücke durch die Firma Aqua-Nautic. Ziel war es, im Rhein deponierte E-Scooter zu lokalisieren, sodass diese geborgen werden können. Derzeit werden die Ergebnisse der Sonarbootfahrt ausgewertet. Danach wird mit den zuständigen Firmen ein entsprechender Zeitplan für die Bergung der Scooter festgelegt. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Sitzbänke in Grünanlagen, auf Friedhöfen und im Wildpark werden mit Armlehnen nachgerüstet Düsseldorf bekommt mehr Bänke mit Armlehnen. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt rüstet Bänke in städtischen Grünanlagen, auf Friedhöfen und im Wildpark nach. Damit setzt die Stadt einen Impuls des Düsseldorfer Seniorenrats um. Zum Auftakt haben Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Gründezernentin Helga Stulgies und Ulrike Schneider, Vorsitzende des Seniorenrats, zusammen mit Mitarbeitern des Gartenamts eine der ersten Bänke im Volksgarten aufgestellt. "Armlehnen machen die Sitzbänke in den städtischen Grünanlagen komfortabler, gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen. Deshalb rüstet die Stadt jetzt Bänke nach. Neubeschaffungen und Bänke, die ausgetauscht werden müssen, sollen außerdem in Zukunft möglichst mit Armlehnen ausgestattet sein, sodass die Zahl der Bänke mit Armlehnen kontinuierlich steigt", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Das Gartenamt rüstet aktuell 290 Bänke im Stadtgebiet nach und bereitet sich auf 200 weitere Nachrüstungen in den kommenden Wochen und Monaten vor. Damit baut die Stadt auf die Bestände in den Grünanlagen auf, die bereits über Armlehnen verfügen - zum Beispiel im Nordpark und im Schlosspark Benrath", sagt Gründezernentin Helga Stulgies. "Armlehnen erleichtern vielen Senioren den Alltag. Der Seniorenrat setzt sich seit mehreren Jahren dafür ein, öffentliche Bänke nur noch mit Armlehnen aufzustellen. Im Mai hat der Oberbürgermeister den Seniorenrat besucht und sofort zugesagt, die Anregung umzusetzen. Wir sind dankbar, dass nun die ersten Bänke nachgerüstet werden", sagt Ulrike Schneider, Vorsitzende des Seniorenrats. Zum Start im Volksgarten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zehn Bänke mit Armlehnen aufgestellt, fünf weitere Bänke folgen zeitnah. Darüber hinaus sind bereits 40 Bänke am Rheinufer umgerüstet. In den kommenden Wochen stellt das Gartenamt 40 neue Bänke mit Armlehnen im Hofgarten auf, 60 weitere Bänke im Stadtgebiet sowie 100 Bänke in Friedhöfen werden mit Armlehnen umgerüstet. Hinzu kommen 35 bereits nachgerüstete Bänke im Wildpark. Außerdem bestellt das Gartenamt Armlehnen, mit denen 200 weitere Bänke in Düsseldorf nachgerüstet werden können. Die Kosten, um eine Standard-Bank nachzurüsten, betragen rund 50 Euro pro Armlehne, das heißt 100 Euro pro Bank. Die Arbeiten erledigt die hauseigene Schreinerei des Gartenamts. Für die Zukunft plant das Gartenamt, die Sitzbänke sukzessiv bedarfsgerecht nachzurüsten. Die Mitarbeiter prüfen bei Neuanschaffungen und Ersatzaufstellungen in Zukunft stets, ob die Bänke mit Armlehnen ausgestattet werden können. Ausnahmen können zum Beispiel Sitzgelegenheiten auf Schulhöfen, in Kitas sowie Picknick-Tische oder Jugendbänke auf Spielplätzen sein. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Zahlen, Daten und Fakten der Feuerwehr 2020 Feuerwehr und Rettungsdienst mussten 2020 mehr als 143.000 Mal ausrücken – eine Vielzahl an zusätzlichen Aufgaben im Zusammenhang mit der Coronapandemie wurde gemeistert Die Feuerwehr stellt ihren Jahresbericht 2020 mit dem Titel "Zahlen, Daten, Fakten 2020 – Wir hängen uns für Sie rein" vor. Das Titelbild zeigt symbolisch, wofür die rund 1.300 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner tagtäglich einstehen. Nicht erst seit Beginn der Coronapandemie im Februar 2020 zeigen die Einsatzkräfte im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr, dass sich die Menschen in der Stadt jederzeit auf die Retter verlassen können. Rund 143.000 Alarmierungen verzeichnet die Feuerwehr Düsseldorf, hinzu kommen vielseitige Aufgaben des Krisenmanagements in der Bekämpfung der Coronapandemie. "Die Broschüre 'Zahlen, Daten und Fakten 2020' Feuerwehr, Rettungdienst und Bevölkerungsschutz zeigt die Bilanz einer schlagkräftigen, modernen und für die Zukunft gut aufgestellte Feuerwehr. Nur so war es möglich, innerhalb kürzester Zeit auf die kontinuierlichen Anpassungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu reagieren und damit einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung der Krise innerhalb der Landeshauptstadt zu leisten", lobt Feuerwehrdezernent Christian Zaum die Arbeit der Einsatzkräfte bei der Vorstellung des Geschäftsberichts. Von 143.336 (2019: 153.524) Alarmierungen entfielen 129.999 (2019: 138.891) auf den Bereich Rettungsdienst. Darunter 81.778 (2019: 94.869) Fahrten zu Notfallpatienten, von denen bei 18.132 (2019: 18.576) der Notarzt Hilfe leistete. Die Alarmierungen sind im Jahr 2020 somit um rund sechs Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Krankentransporte stieg dabei leicht an auf 48.221 (2019: 44.022) Einsätze. Grund dafür ist auch hier die Pandemie. Das tägliche Treiben, das Pendeln in die Landeshauptstadt oder auch private Aktivitäten wurden größtenteils sehr eingeschränkt. "Im Rückblick auf das Jahr 2020 schätze ich als Leiter der Feuerwehr Düsseldorf besonders das persönliche Engagement aller Mitarbeitenden sowie allen Freiwilligen Feuerwehrleute in unserer Stadt. Insbesondere in Krisenzeiten, die durch die Pandemie das vergangene Jahr bereits prägte und alle in ihren einzelnen Bereichen forderte, rückt die tägliche Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr in den Fokus", fasst Feuerwehrchef David von der Lieth die Entwicklung im letzten Jahr zusammen. Für die Feuerwehr erfasste der Einsatzleitrechner 13.337 (2019: 14.633) Alarmierungen, davon 3.854 (2019: 4.245) Brandeinsätze. Alle weiteren Zahlen im Detail gibt es hier: Alarmierungen gesamt: 143.336 (2019: 153.524) Feuerwehr: 13.337 (14.633) Brandeinsätze insgesamt: 3.854 (2019: 4.245) darunter Großbrände: 18 (25) Wohnungsbrände: 1.320 (1.362) Heimrauchmelder: 606 (668) Vegetationsbrände: 141 (166) Fahrzeugbrände: 125 (164) Überörtliche Hilfe: 2 (5) Technische Hilfeleistung insgesamt: 6.411 (2019: 7.188) darunter Verkehrsunfälle: 111 (110) Menschen in Notlagen: 1.878 (2.233) Tiere in Notlagen: 1.920 (1.499) Wasser- /Sturmschäden: 1.043 (2.094) Sonstige Einsätze Unterstützung Rettungsdienst/ Krankentransport: 2.371 (2019: 2.542) Sonstige Einsätze: 569 (658) Rettungsdienst Einsätze insgesamt: 129.999 (2019: 138.891) davon Krankentransport: 48.221 (44.022) Notfälle: 81.778 (94.869) darunter Notfälle mit Notärztin/Notarzt: 18.132 (18.576) Intensivverlegungen: 5.292 (6.759) Infektionstransporte: 15.221 (2.365) Die Disponenten der Leitstelle nahmen 2020 insgesamt 343.027 (2019: 336.797) Telefonanrufe entgegen. Darunter 180.344 (2019: 185.054) Notrufe, die über die Notrufnummer 112 eingingen. Ein Anrufender musste im Durchschnitt rund sechs Sekunden (2019: 6,1 Sekunden) warten, bis ein Disponent frei war und das Gespräch annehmen konnte. Im Jahresdurchschnitt bearbeiteten die Feuerwehrmitarbeitenden alle 3,6 Minuten (2019: 3,4 Minuten) einen Einsatz in der Leitstelle. Jeden Tag versehen 178 Einsatzkräfte ihren Dienst für die Menschen in der Stadt. Tagesabhängig kommen bis zu 66 weitere Einsatzkräfte der Partner im Rettungsdienst sowie Notärzte dazu, um schnelle Hilfe zu leisten. Im Amt 37, das die Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz zusammenfasst, arbeiten 1.043 (2019: 1.020) Mitarbeitende, davon 45 (2019: 47) Frauen. Bei den zehn Freiwilligen Feuerwehren gibt es 367 (2019: 356) aktive Mitglieder, davon 37 (2019: 33) Frauen. Einsatzbeispiele 2020 In den späten Abendstunden des 16. Januar kam es zum Vollbrand eines Gewerbeparks auf dem Heerdter Lohweg. Trotz eines massiven Löschangriffs der bis zu 120 Feuerwehrleute vor Ort breitete sich der Brand rasant aus. Im Zuge der Löscharbeiten kam es zu mehreren Explosionen, bei denen zwei Feuerwehrleute zum Teil schwer verletzt wurden. Beide wurden sofort notärztlich versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nach rund 20 Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet. Nur wenige Stunden nachdem der Brand in Heerdt gelöscht war, führte der Fund einer britischen 10- Zentner-Bombe auf der Ulmenstraße zur bislang größten Evakuierung im Rahmen eines Kampfmittelfundes innerhalb der Landeshauptstadt Düsseldorf nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei mussten 11.650 Menschen für die Dauer der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen, weitere 19.245 durften sich nicht im Freien aufhalten. Mehr als 500 Einsatzkräfte waren über 16 Stunden vor Ort, um bei der Evakuierung zu unterstützen. Erst am darauffolgenden frühen Morgen konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung den Blindgänger erfolgreich entschärfen und die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein nicht alltäglicher Notfall in 35 Metern Höhe auf einem Baukran machte den Einsatz des städtischen Rettungsdienstes und der Höhenretter notwendig. Während der Notarzt bereits mit der medizinischen Versorgung in luftiger Höhe begann, bereiteten die Spezialisten der Feuerwehr die Rettung über eine Schleifkorbtrage vor. Begleitet durch einen Höhenretter kam der Erkrankte sicher zu Boden. Danach erfolgte die weitere medizinische Versorgung in einem Krankenhaus, sodass die 19 Einsatzkräfte nach 90 Minuten zu ihren Standorten zurückkehrten. 125 Feuerwehrleute aus dem Rhein-Kreis Neuss, dem Kreis Mettmann und Düsseldorf waren innerhalb von drei Tagen zwei Mal bei einem großen Wald- und Heidebrand im Kreis Viersen im Einsatz. Im deutsch- niederländischen Grenzgebiet in der Gemeinde Niederkrüchten brannte auf einer mehreren Kilometer langen Flanke die Vegetation, sodass Feuerwehrbereitschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen über die Woche dort unterstützen. Zusätzlich zu den 125 Einsatzkräften befanden sich weitere Spezialkräfte der Feuerwehr Düsseldorf mit einer Hochleistungspumpe über mehrere Tage im Einsatz, um die benötigten Mengen an Löschwasser zusammen mit drei weiteren baugleichen Pumpen über eine Strecke von rund 8.000 Meter zu fördern. Am frühen Morgen des 30. Juni kam es in Holthausen zu einem Feuer im Spitzboden eines Mehrfamilienhauses. Aufgrund der besonderen Dachstruktur und der schnellen Brandausbreitung konnten die Flammen nur von außen mithilfe zweier Wasserwerfern von Drehleitern aus bekämpft werden. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei brachten insgesamt 52 Bewohner in Sicherheit – es gab keine Verletzten. Erst nach viereinhalb Stunden konnten mit Unterstützung der Höhenretter die letzten Glutnester ablöschen. Am Montag, 27. Juli, stürzte bei Bauarbeiten in Friedrichstadt ein Gebäude ein. Dabei wurden zwei Bauarbeiter verschüttet, die nach einer intensiven Suche erst am frühen Dienstag- und Mittwochmorgen nur noch tot in den Trümmern gefunden werden konnten. Nur durch umfangreiche Sicherungsarbeiten an dem gesamten Gebäude und dem Wegräumen von Trümmerteilen mit der Hand durch die Feuerwehrkräfte war ein Herankommen an die Verschütteten möglich. In den drei Tagen waren mehr als 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf, des THW, der Polizei und der Stadt vor Ort gewesen, um bei dem Einsatz zu unterstützen. Das Feuerwehreinsätze Teamarbeit sind, ist hinlänglich bekannt. Bei einem Lkw-Unfall in Jüchen im Rhein- Kreis Neuss unterstützte die Feuerwehr Düsseldorf zusammen mit der Feuerwehr Köln die Einsatzkräfte vor Ort. Mit den beiden Kränen aus Düsseldorf sowie Köln konnte eine auf dem Dach liegende Zugmaschine eines Sattelschleppers angehoben und der eingeschlossene Brummifahrer befreit werden. Nach rund zweieinhalb Stunden kehrten die Spezialkräfte der Wache Posener Straße zu ihrem Standort zurück. An einem Montagmorgen im Oktober hatte es ein Säugling in Flehe sehr eilig. Nur wenige Minuten nach dem Einsetzen der ersten Wehen und der Alarmierung des Rettungsdienstes durch die Familie brachte die Mutter mit Unterstützung einer Rettungswagenbesatzung einen gesunden Jungen zur Welt. Nach dem Durchtrennen der Nabelschnur und einer weitergehenden Untersuchung einer hinzugerufenen Notärztin konnten Mutter und Baby zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus transportiert werden. Bereits wenige Tage später war die glückliche Familie wieder zu Hause. Corona-Splitter: Januar: Erste Meldungen über eine Ausbreitung des SARS-CoV-2 auch außerhalb von China setzten die Kommunen in Deutschland in Alarm. Die Feuerwehr Düsseldorf beginnt bereits mit der Beschaffung von größeren Mengen an Schutzmasken, Schutzanzügen und Desinfektionsmittel. Februar: Der erste in NRW bestätigte Fall mit SARS-CoV-2 wird durch die Feuerwehr Düsseldorf in einem Rettungswagen aus dem Kreis Heinsberg in die Uniklinik Düsseldorf transportiert. März: Um die Anzahl der steigenden Fahrzeugdesinfektionen im Rettungsdienst zu bewältigen, etabliert die Feuerwehr Düsseldorf innerhalb von wenigen Tagen einen neuen Desinfektionsstandort, der 24 Stunden am Tag noch heute zur Verfügung steht. März: Führungskräfte der Feuerwehr unterstützen beim Aufbau und anschließendem Betrieb des Diagnosezentrums mit Drive-In und Diagnosepraxis an der Mitsubishi-Elektric-Halle. März: Erste Lieferung mit Handschuhen, Schutzmasken, Schutzanzügen und Desinfektionsmittel treffen vom Land Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ein. Die Freiwillige Feuerwehr verteilt diese an Krankenhäuser, Pflegeheime und mobile Pflegedienste. März: Als Dank an die Bevölkerung und Aufmunterung nach den ersten beiden Wochen des Lockdowns spielt der Feuerwehrmann Thomas Bienbeck mit seiner Trompete auf dem menschenleeren Corneliusplatz in 30 Metern Höhe Beethovens "Ode an die Freude". Über 370.000 Menschen haben sich das Video inzwischen im Internet angeschaut. April: Viele Danksagungen aus der Bevölkerung erreichen die Feuerwehr Düsseldorf. Bemalte Rheinsteine, die vor der Wachen Münsterstraße abgelegt werden, und ein Plakat am Tor des Standorts Frankfurter Straße sind nur zwei von vielen wertschätzenden Gesten, die an alle Mitarbeitenden der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gerichtet sind. April: Um nach dem ersten Lockdown den Fahrgästen im ÖPNV einen ausreichenden Schutz zur Verfügung zu stellen, packen ehrenamtliche Mitarbeitende der Freiwilligen Feuerwehr, des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser-Hilfsdienstes und der DLRG 100.000 Hygiene-Kits. Diese werden durch Mitarbeitende der Rheinbahn an die Fahrgäste verteilt. April: Eine Quarantäneeinrichtung wird durch die Stadt an der Blanckertzstraße etabliert und dort bis Ende Oktober betrieben. August: Um weiterhin den Dienstbetrieb bei der Feuerwehr aufrechtzuerhalten, wurde bereits im März das Dienstmodell der Feuer- und Rettungswache umgestellt. Zum August konnte wieder auf das reguläre Dienstmodell zurückgegriffen werden. August: Nachdem bereits im März die laufbahnrelevanten Ausbildungen bei der Feuerwehr Düsseldorf an der Feuerwehr- sowie Rettungsdienstschule auf E-Learning umgestellt wurde, erreicht im Sommer die gesetzlich vorgeschriebene Rettungsdienstfortbildung in digitaler Form die Mitarbeitenden im Rettungsdienst. So konnte trotz der Einschränkungen durch Corona den Anforderungen entsprochen werden. November: Mehrere Hundert Mitarbeitende des Rettungsdienstes und der Feuerwehr Düsseldorf nehmen an einer vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützten Seroprävalenz Studie zur Bestimmung von unerkannt abgelaufenen Infektionen mit SARS-CoV-2 teil. Damit werden wichtige Ergebnisse aus einer markanten Berufsgruppe den Virologen der Uniklinik zur Verfügung gestellt. Dezember: Bereits drei Wochen vor dem Start der Impfungen gegen SARS-CoV-2 machten sich Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Eindruck vom Impfzentrum Düsseldorf in der MERKUR SPIEL-ARENA. Dezember: 15.221 Infektionstransporte führte der Rettungsdienst der Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahr 2020 durch. Zum Vergleich, im Jahr 2019 waren es 2.365. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Theodor-Heuss-Brücke: Arbeiten an Rampe und "Tausendfüßler" Bis Ende des Jahres fällt ein Teil der Parkplätze unter dem Bauwerk weg/Verkehr wird einspurig geführt Im Rahmen von Riss-Verpressarbeiten am Überbau des "Tausendfüßlers" und an den Kragarmen der Rampe der Theodor-Heuss-Brücke kommt es in den nächsten Wochen zu verkehrlichen Einschränkungen. Beginnend mit den Arbeiten an der Rampe erfolgt ab Montag, 11. Oktober, eine Sperrung der Parkplätze auf der Nordseite sowie eines Parkplatzes auf der Südseite unter dem Bauwerk. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November abgeschlossen. Im Anschluss folgen ab Anfang November Riss-Verpressarbeiten am Überbau des "Tausendfüßlers" und an den Kragarmen der Rampe, wobei sich die dadurch entstehenden Straßensperrungen und vorübergehende Einschränkungen der Parkmöglichkeiten jeweils fortlaufend mit dem Baufortschritt verschieben. Ab diesem Zeitpunkt werden unter dem "Tausendfüßler" die Parkplätze abschnittsweise gesperrt. Außerdem muss jeweils eine Fahrspur der U-Turns östlich und westlich der Kaiserswerther Straße gesperrt werden. Auf der Kaiserswerther Straße und der Rotterdamer Straße werden ebenfalls je eine Fahrspur entfallen. Eine Umleitung ist jedoch nicht erforderlich, da jeweils eine Spur weiterhin zur Verfügung stehen wird. Die Bushaltestelle der Linie 729 wird ebenfalls ab Anfang November auf die Uerdinger Straße Höhe Hausnummern 24 bis 26 verlegt. Die Arbeiten an der Stadtbahnanlage U78/U79 erfolgen in den nächtlichen Sperrpausen. Ein planmäßiger Abschluss aller Arbeiten ist für Mitte Dezember dieses Jahres vorgesehen. Die Verpressung der Risse ist für die Verkehrssicherheit des Brückenbauwerks erforderlich. Das ist das Ergebnis einer Nachrechnung. Sie erfolgte gemäß der "Richtlinie zur Nachrechnung von Brücken im Bestand", herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sie betrifft Brückenbauwerke, die nicht nach dem aktuellen Normungsstand geplant und errichtet wurden. So hat sich auch bei der 1957 eröffneten Theodor-Heuss-Brücke die Anzahl der Fahrzeuge in den vergangenen Jahren stark erhöht. Zudem sind die Achslasten der Fahrzeuge heute deutlich höher als zur Zeit der Brücken- Planung. Als Folge der Ergebnisse dieser Nachrechnung wurden seit 22. November 2019 folgende Kompensationen ergriffen: Die Theodor-Heuss-Brücke darf seitdem nur noch von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 30 Tonnen befahren werden. Zusätzlich gilt in beide Fahrtrichtungen ein Lkw-Überholverbot, und genehmigungspflichtige Schwerlastverkehre werden nicht zugelassen. Ergebnisse aus dem Monitoring der Theodor-Heuss-Brücke sowie die einer Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung des Bauwerks sollen in eine Zukunftsstrategie einfließen. Diese liegt voraussichtlich bis zum Ende des Jahres vor. Die Kosten für die anstehenden Arbeiten betragen rund 175.000 Euro. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Junge Menschen mit Fluchtgeschichte starten durch Flämischer Minister Bart Somers holt sich Anregungen bei den Landesinitiativen "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" und "Gemeinsam klappt's" in Düsseldorf Junge Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus können jetzt in Düsseldorf "durchstarten": Die Landesinitiativen "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" und "Gemeinsam klappt's" begleiten sie auf ihrem Weg in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt. Sie bieten durch individuelle Beratungsangebote Unterstützung in allen Lebenslagen an. Um sich über den Erfolg der Programme zu informieren, ist eigens Bart Somers, flämischer Minister für Lokale Verwaltung, Verwaltungsangelegenheiten, Zivilintegration und Chancengleichheit nach Düsseldorf gereist. Gastgeber für den Besuch des Ministers am Donnerstag, 7. Oktober, war einer der vielen Kooperationspartner des Programms, das Kulturzentrum "zakk". Begleitet wurde er dabei durch Bürgermeister Josef Hinkel und Asli Sevindim, Leiterin der Integrationsabteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI). Somers, der selbst über die Grenzen Belgiens für sein erfolgreiches Integrationskonzept aus seiner Zeit als Bürgermeister von Mechelen bekannt ist , zeigte sich beeindruckt: "Ich freue mich über die Einladung und den länderübergreifenden Austausch. So können Zielgruppen aus beiden Ländern von erfolgreichen Projekten profitieren." Im Fokus des Besuchs stand eine Besonderheit in der Umsetzung der Initiativen in Düsseldorf: "'Durchstarten in Ausbildung und Arbeit' wird in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. In der Landeshauptstadt wird zusätzlich ein sogenanntes Trauma-Coaching und das Programm 'Integration durch Social Networking' angeboten", erklärte Anna-Maria Weihrauch, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, welches als geschäftsführende Stelle die zentrale Steuerung des Umsetzungsprozesses in Düsseldorf verantwortet. Die beiden Trauma-Coachinnen Asita Shirali Dikloo vom Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf e.V. und Atia Najibullah von der Graf Recke Stiftung berichteten bei dem Besuch von ihrer herausfordernden Tätigkeit. "Auf Grund der Erlebnisse im Herkunftsland und auf der Flucht, der unklaren Bleibeperspektive, der Sorge um Familie und Freunde und der Angst vor einer eventuellen Abschiebung ist die psychologische Belastung bei vielen Teilnehmenden enorm. Hier setzt das Trauma-Coaching an", erläuterte Dikloo. Najibullah ergänzte: "Es ersetzt keine Trauma-Therapie, sondern ist ein Brücken- und Stabilisierungsangebot. Der Bedarf an diesem Angebot ist sehr groß." Ein Faktor, der entscheidend zur emotionalen Stabilität beitragen kann, sind der Aufbau und die Pflege eines persönlichen sozialen Netzwerks. "Integration durch Social Networking" hilft genau dabei. Das Programm wurde im Kommunalen Integrationszentrum entwickelt und wird nun bei der Diakonie Düsseldorf umgesetzt. Das Kulturzentrum zakk und der Verein Akki beteiligen sich als Kooperationspartner mit langjähriger Erfahrung in der interkulturellen Kinder- und Jugendarbeit an der Konzeption und Umsetzung. Koordinatorin Aynur Tönjes von der Diakonie und Antonia Wilhelmus, Leiterin Kompetenzzentrum Interkultur/zakk, erläuterten, wie vielfältig die Interessen der Teilnehmenden sind. "Ein Ziel des Programms ist es, jedem Teilnehmenden Anlaufstellen für seine ganz persönlichen Interessen in Düsseldorf zu vermitteln und über Empowerment-Workshops viele Gleichaltrige kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen", erläuterten sie. Getragen werden die beiden Landesinitiativen vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) sowie dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), die für das Gesamtvorhaben in NRW insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die von den Förderrichtlinien vorgesehenen Pauschalen werden zu 80 Prozent aus Landesmitteln finanziert, 20 Prozent trägt die Landeshauptstadt selbst. Aufgrund der Verzögerungen durch das aktuelle Pandemiegeschehen wurde der Förderzeitraum der Initiative verlängert und läuft nun bis zum 30. Juni 2023. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden sich online auf der Website des Kommunalen Integrationszentrums Düsseldorf und unter www.durchstarten.nrw. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Rheinalleetunnel: Sperrungen wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten Um Wartungs-, Kontroll-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten im Bereich des Rheinalleetunnels durchführen zu können, wird es dort am kommenden Wochenende sowie in der nächsten Woche zwischenzeitlich zu Sperrungen kommen. Von Freitag, 8. Oktober, 21 Uhr, bis Sonntag, 10. Oktober, 20 Uhr, erfolgt eine Vollsperrung des Rheinalleetunnels in beide Fahrtrichtungen. In dieser Zeit werden Instandsetzungsarbeiten an der Brandmeldeanlage des Tunnels und der Verkehrsleitzentrale vorgenommen. Um die Sperrzeiten optimal auszunutzen, finden zusätzlich Reparaturarbeiten an den Löschwassereinrichtungen statt. Anschließend wird der Rheinalleetunnel von Montag, 11. Oktober, bis Freitag, 15. Oktober, nachts jeweils im Zeitfenster von 21 Uhr bis 5 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Zusätzlich zu den Wartungs-, Kontroll-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten an den technischen Einrichtungen finden dort dann auch Kontrollen am Tunnelbauwerk und der Fahrbahn statt. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 "Nachts im Museum": Rundgang mit dem Nachtwächter SchifffahrtMuseum bietet Taschanlampenführungen in den Herbstferien an Abenteuer in den Herbstferien: Unter dem Titel "Nachts im Museum" bietet das SchifffahrtMuseum im Schlossturm, Burgplatz 30, am Mittwoch, 13. Oktober, und am Mittwoch, 20. Oktober, jeweils um 19 Uhr Taschenlampenführungen für Kinder ab 6 Jahren und ihre Familien an. Im Taschenlampenschein erstrahlen die Räume des Schlossturms auf eine ganz besondere Art und Weise. Darüber hinaus sind auf dem Rhein mit etwas Glück auch ein paar Schiffe mit ihrer nächtlichen Befeuerung zu entdecken. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0211-8994195 oder per Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de anmelden. Im Museumsgebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für die Veranstaltungen gilt die "2G-Regel" - für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Ausgenommen davon sind Schülerinnen und Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres - diese benötigen während der Herbstferien dann allerdings einen negativen Covid-19-Schnelltest, welcher nicht älter als 48 Stunden sein darf. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 kennenlernen Neues Internetangebot und neuer Newsletter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit Mit einem neuen Onlinetool stellt die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit der Stadt Düsseldorf die weltweiten Nachhaltigkeitsziele vor und informiert zu deren Bedeutung. Aufgezeigt werden sowohl weltweite Entwicklungen als auch Trends für Deutschland mit besonderem Fokus auf Düsseldorf. Zu jedem der 17 Ziele sind zudem Düsseldorfer Projekte, Initiativen, Vereine und Organisationen genannt, die zur Verwirklichung der weltweiten Nachhaltigkeitsziele in der Landeshauptstadt beitragen. Über 260 lokale Projekte und Akteurinnen und Akteure sind in dem neuen Onlinetool zu finden. Darüber hinaus gibt es zu jedem der 17 Nachhaltigkeitsziele Tipps, wie jede und jeder im Alltag nachhaltiger leben und sich für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft einbringen kann. Erreichbar ist das neue Angebot über www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit unter der Überschrift "Die 17 Nachhaltigkeitsziele für Düsseldorf kennenlernen" sowie unter www.duesseldorf.de/17ziele. Im neu entwickelten Newsletter informiert die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit regelmäßig über weitere Düsseldorfer Aktivitäten und aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Abonniert werden kann der kostenlose Newsletter auf der Webseite www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit/newsletter. Die Inhalte werden stetig weiterentwickelt und aktualisiert. Weitere Projekte, gute Ideen, lokal Handelnde und Themen für zukünftige Newsletter-Ausgaben können Interessierte gerne mitteilen, per E-Mail an nachhaltigkeit@duesseldorf.de. Hintergrund Städte spielen bei der Umsetzung praktisch aller Ziele eine zentrale Rolle. Umso wichtiger ist es, die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Aktivitäten aufzuzeigen. Es wird deutlich, dass das zivilgesellschaftliche Engagement in der Stadtgesellschaft für mehr Nachhaltigkeit breit aufgestellt ist. Auch der persönliche Einsatz spielt eine wichtige Rolle. Möglichkeiten für eigenes Engagement sind dabei vielfältig und divers: Konsum von umweltfreundlichen und fairen Produkten, Spenden von Zeit und Materiellem, Reduktion von Lebensmittelverschwendung und Energieverbrauch, Blutspenden, Ausbildungspatenschaften, Anti-Rassismus und -diskriminierung, Nutzung umweltfreundlicher Mobilitätsformen und die Teilnahme an Wahlen sind nur einige Beispiele. Die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit will dieses Engagement und die reichhaltigen Möglichkeiten mit den neuen Formaten sichtbarer machen und alle Menschen einladen, sich für mehr Nachhaltigkeit zu engagieren. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" - Themenführung durch die Ausstellung Das Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2, lädt am Sonntag, 10. Oktober, 15 bis 16 Uhr, zu einer Themenführung durch die Ausstellung "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" ein. Der Rundgang wird von der Kunsthistorikerin Kim Bureš-Kremser geleitet. Treffpunkt ist das Foyer. Der Eintritt in das Stadtmuseum ist sonntags für alle Besucherinnen und Besucher frei. Eine vorherige Anmeldung für die Führung ist erforderlich und unter der Rufnummer 0211-8996170 möglich. Die aktuellen Regeln nach der Coronaschutzverodnung des Landes NRW sind zu beachten (siehe "Hinweise zum Besuch"). Zur Ausstellung Das Stadtmuseum würdigt das Leben des außergewöhnlichen Galeristen Max Stern, der nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten in Deutschland nahezu in Vergessenheit geriet. 1937 wurde er gezwungen, seinen Kunsthandel auf der Königsallee zu schließen und zu emigrieren. Von Großbritannien kam er 1940 als Internierter nach Kanada. Dort gelang ihm der Neuanfang: Max Stern wurde zu einem der bedeutendsten Galeristen des Landes. Die Ausstellung stützt sich auf seine handschriftlichen sowie auf Tonband diktierten Erinnerungsskizzen und vereint bislang unveröffentlichte Dokumente aus Sterns Nachlass mit Quellen aus hiesigen Archiven. Sie beschäftigt sich zudem mit musealer Provenienzforschung, deren Arbeitsweise, Aufgaben sowie Erkenntnisse anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt werden. Weitere Infos zur Ausstellung unter: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst- einzelansicht/pld/entrechtet-und-beraubt-der-kunsthaendler-max-stern-ausstellung-im-stadtmuseum- wird-eroeffnet.html Hinweise zum Besuch: Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums werden gebeten, die geltenden Kontakt- und Hygieneregeln im Stadtmuseum einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen. Coronabedingt dürfen sich in den Sammlungen des Hauses und der Ausstellung jeweils nur 55 Personen zeitgleich aufhalten. Für den Museumsbesuch ist die Vorlage eines Immunisierungsnachweises durch Impfung/Genesung oder eines zertifizierten, tagesaktuellen Schnelltests erforderlich (3G). Veranstaltungen und Führungen finden mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Die Teilnahme an Veranstaltungen und Führungen erfordert die Vorlage eines Immunisierungsachweises durch Impfung/Genesung (2G). Schüler in der Ferienzeit und Gäste, die aus gesundheitlichen Gründen nicht impfbar sind, brauchen einen zertifizierten, tagesaktuellen Schnelltest. Für schulpflichtige Kinder und Jugendliche - außerhalb der Schulferien - und jüngere Kinder bis zum Schuleintritt ist dies nicht notwendig. Für Fragen und weitere Informationen steht Svenja Wilken, Leiterin der Abteilungen Bildung und Vermittlung/Öffentlichkeitsarbeit/Veranstaltungsmanagement, zur Verfügung und ist via E-Mail an svenja.wilken@duesseldorf.de zu erreichen. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Deutschlands erste 5G-Litfaßsäule steht in Düsseldorf Vor über 165 Jahren vom Berliner Verleger Ernst Litfaß erfunden – kann die Litfaßsäule in Zukunft Passantinnen und Passanten auch mit dem Turbo-Netz 5G versorgen! Deutschlands erste 5G-Litfaßsäule steht seit Donnerstag, 7. Oktober, in Düsseldorf und wurde von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Gerhard Mack (Geschäftsführer Technik Vodafone), Torben Beisch (Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Düsseldorf), Kai Ilg (Geschäftsführer Ilg- Außenwerbung) und Frank Schrader (Geschäftsführer von Düsseldorf Marketing GmbH) vorgestellt. Weitere 150 Säulen sollen in den nächsten Jahren in der Landeshauptstadt dazukommen. Für noch besseren Empfang und Netzstabilität auf besonders belebten Straßen und Plätzen. Spezialangefertigtes Litfaßsäulendach für modernste 5G Technik Möglich gemacht wurde das große Projekt durch die Zusammenarbeit der Stadt Düsseldorf, Vodafone Deutschland, den Stadtwerken Düsseldorf, Düsseldorf Marketing und Ilg Außenwerbung: Die drei 5G- Antennen und die Technik, die bei herkömmlichen Mobilfunk-Standorten an großen Masten montiert ist, sind in das Basilika-förmige Dach und den Betonkörper der 4,79 Meter hohen und 1,62 Meter breiten Litfaßsäule eingebaut. Initiator war Düsseldorf Marketing. Die Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützt die Idee und stellt die Standorte. Funknetzplanungsteams haben zusammen mit Mobilfunk-Experten von Vodafone das spezielle Dach entworfen, das die Litfaßsäule zur 5G-Station macht. Ilg Außenwerbung übernahm die Produktion und sorgte dafür, dass sie sich nahtlos in das Stadtbild einfügt. Die Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Düsseldorf brachte die Technik ans Stromnetz. Dabei wurden zehn Meter Stromkabel bis zur Säule verlegt, um die 5G Technologie funktionsfähig zu machen. Im selben Schritt haben die Partner die 5G-Litfaßsäule ans schnelle Glasfasernetz angebunden. Wie jeder andere reguläre Mobilfunkstandort in Deutschland, hat auch die neue Vodafone-5G-Litfaßsäule eine Standortbescheinigung von der Bundesnetzagentur erhalten, um deren sicheren Betrieb nachzuweisen. Die drei 5G Sektor-Antennen, die in Kooperation mit Ericsson aufgebaut wurden, bedienen einen Radius von etwa 400 Metern rund um die Litfaßsäule. Für Nutzer mit ihren Smartphones sind hier ab sofort Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde und minimale Reaktionszeiten von weniger als 10 Millisekunden möglich. Und die 5G-Litfaßsäule ist auch die Antwort auf eine der größten Herausforderungen beim Ausbau der neuen Mobilfunk-Technologie 5G: Die Suche nach neuen Standorten. Denn vor allem in Innenstädten ist es oft schwierig, neue Dach-Standorte für Mobilfunk-Masten mit entsprechender Anbindung ans Stromnetz zu finden. Bündelung von Kompetenz "Der Aufbau eines 5G-Netzes in der Landeshauptstadt Düsseldorf schreitet voran. Und dabei werden durch die Bündelung von Kompetenz, die wir hier in Düsseldorf haben, auch ganz neue und innovative Wege beschritten wie schon die Laternen des Zukunftsviertels Fürstenwall und nun die 5G-Litfaßsäulen zeigen", so Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Die flächendeckende Versorgung mit Breitband und 5G ist nicht nur für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort unabdingbar, sondern wird auch von den Bürgerinnen und Bürgern erwartet. Und zwar zu Recht! Deshalb wollen wir den Aufbau des Handy-Turbo- Netzes weiter forcieren." "5G ist bei vielen Smartphone-Nutzern im Alltag angekommen. Die Datenmengen, die unsere 5G-Stationen übertragen, wachsen täglich. Genau wie unser Netz. 5G bringt vor allem dort Vorteile, wo viele Menschen mit ihren Smartphones unterwegs sind – in Fußgängerzonen, auf belebten Plätzen oder Kreuzungen. Doch die Suche nach neuen Standorten fällt vielerorts schwer. In Düsseldorf starten wir deshalb ein Projekt mit Modell-Charakter für Großstädte in Deutschland. Die gute alte Litfaßsäule wird zur modernen 5G-Station, die niemand sieht, die aber jedem schnelles Netz bringt. Das ist die perfekte Ergänzung, um 5G an jeden Ort zu bringen", so Gerhard Mack, Technikchef Vodafone Deutschland. "Die Digitalisierung und Vernetzung der urbanen Infrastruktur ist ein Ziel, an dem die Stadtwerke Düsseldorf und ihre Tochter Netzgesellschaft schon seit einiger Zeit intensiv zusammen mit weiteren Akteuren arbeiten. Der Aufbau einer intelligenten Parkraum-Infrastruktur am Fürstenwall hat bespielhaft gezeigt, welch erheblicher Schub für die Entwicklung der Stadt freigesetzt werden kann, wenn die Kompetenzen gebündelt werden. Ich bin mir sicher: Gemeinsam werden wir noch sehr viel mehr für die Stadt erreichen. Dieses Projekt ist ein wichtiger weiterer Schritt in diese Richtung", so Torben Beisch, Geschäftsführer Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft. "Eine der wesentlichen Aufgaben des Stadtmarketings ist die Vernetzung von Keyplayern und die Förderung des Austausches. In diesem Fall hat uns - um ehrlich zu sein - der Zufall ein wenig geholfen. Wir hatten vor einigen Monaten an einem Vormittag ein Gespräch mit unserem Partner Ilg Außenwerbung, wo es um neue innovative Nutzungsmöglichkeiten der ‚ehrwürdigen Litfaßsäule‘ ging – und am Nachmittag ein Gespräch mit Vodafone zum Thema ‚5G Abdeckung‘. Dann war uns klar, dass wir unsere beiden Partner schnellstmöglich zusammenbringen sollten", sagt Frank Schrader, Geschäftsführer Düsseldorf Marketing GmbH, über die Entstehung des Projekts. "Die Ilg-Aussenwerbung stellt die Standorte zur Verfügung und entwickelte das moderne Litfaßsäulen- Modell ‚Basilika‘, in der die Technik sowie die 5G-Antennen integriert sind. Wir freuen uns somit zusammen mit unseren Partnern in Düsseldorf einen wichtigen Beitrag zur Einführung des 5G-Zukunftsnetzes in Düsseldorf leisten zu können", so Kai Ilg, Geschäftsführer und Inhaber von Ilg-Aussenwerbung. 5G – ein neues Mobilfunk-Zeitalter Millionen von Menschen surfen bereits im Zukunftsnetz 5G. Es deckt beim (mobilen) Internet alle Vorteile der mobilen Breitbandtechnologie LTE ab – das allerdings mit höherer Geschwindigkeit: Die Nutzerinnen und Nutzer können im Internet surfen und mobile Datendienste nutzen. So können sie zum Beispiel HD- Filme schnell downloaden, Videos in HD-Qualität genießen und große Events aus Sport und Kultur im Live- Stream verfolgen. Dabei liefert 5G jedoch höhere Geschwindigkeiten als LTE sowie noch niedrigere Latenzzeiten im Millisekunden-Bereich. Dieses wird perspektivisch Anwendungen wie zum Beispiel selbstfahrende Autos, die miteinander kommunizieren und sich gegenseitig vor Gefahren warnen, ermöglichen. Insbesondere für Unternehmen bietet 5G völlig neue Möglichkeiten: Das Echtzeitnetz macht beispielsweise autonomes Fahren möglich. Es werden Fernoperationen möglich sein, bei denen der Arzt gar nicht im Operationssaal anwesend sein muss. Mit 5G werden Dienste entstehen, die wir heute noch nicht absehen können – in der Automobilindustrie, dem Straßenverkehr und dem Gesundheitswesen, aber auch in Bereichen wie Landwirtschaft, Bildung, Maschinenindustrie, Logistik, Schifffahrt und in vielen weiteren Branchen. Geschichte der Litfaßsäule Bereits im altehrwürdigen Babylon und im römischen Reich wurden Mosaikwerbeschilder aufgestellt oder Hauswände bemalt, um Waren, Gladiatorenkämpfe und Theateraufführungen zu bewerben. Den ersten großen Aufschwung erlebte die Plakatwerbung mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Doch erst mit der Industriellen Revolution erreichte die Außenwerbung einen kommerziellen Aufschwung. Gewerbetreibende und Warenhäuser erkannten das Potenzial aus kombinierter bildlicher und schriftlicher Werbung, um ihren Warenverkauf zu fördern. Doch durch fehlende Richtlinien und Regelungen bezüglich der Anbringung der Plakate waren Städte zu der Zeit vielerorts einer Wildplakatierung ausgesetzt. Daher erhielt im Jahre 1855 der Berliner Verleger Ernst Litfaß zur Verhinderung dieses wilden Plakatierens mittels Polizeiverordnung das alleinige Recht zum Aufstellen seiner Säulen – die Litfaßsäule war geboren. Heute ist die klassische Litfaßsäule immer noch eine weitverbreitete Außenwerbeform und gehört weltweit zum vertrauten Stadtbild. Der Vorteil dieser Säulen besteht darin, dass die auf ihr angebrachten Plakate von allen Seiten sichtbar sind. In Düsseldorf stehen zurzeit insgesamt 600 klassische Litfaßsäulen. Konzessionär für diesen Werbeträger ist seit 2017 die Firma Ilg-Außenwerbung aus Stuttgart. Weiter im News-Archiv
___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Online-Seminar zu Fördermöglichkeiten für europäische Bürgerprojekte Europäische Werte in Düsseldorf stärken Das EUROPE DIRECT Düsseldorf veranstaltet gemeinsam mit dem EUROPE DIRECT Duisburg und der Kontaktstelle "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" am Dienstag, 26. Oktober, von 16 bis 17.30 Uhr ein Online-Seminar zu einem EU-Förderprogramm, das zivilgesellschaftliche Projekte besonders in den Fokus nimmt. Das EU-Förderprogramm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV)" ist gerade für eine siebenjährige Förderperiode gestartet. Mit mehr als 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln ist es im Begriff, eines der wichtigsten Finanzinstrumente der EU zur Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kommunen und anderen Akteuren zu werden. Das Programm ist in vier Aktionsbereiche unterteilt, in denen Projektanträge gestellt werden können: "Unionswerte", "Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung", "Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation" sowie "Gewaltprävention". Das Online-Seminar von EUROPE DIRECT Düsseldorf gibt einen Überblick über die Fördermöglichkeiten im neuen Programm. Das Angebot richtet sich an Organisationen, Initiativen, Vereine und alle, die Interesse an europäischem Austausch haben. Das Seminar findet über Zoom statt, um Anmeldung per Mail wird daher an europe-direct@duesseldorf.de gebeten. Das ursprünglich für den 7. September 2021 geplante Seminar musste verschoben werden und wird hiermit nachgeholt. Hintergrund: EUROPE DIRECT Düsseldorf Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission und ist seit 2018 im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Das Informations- und Veranstaltungsangebot des EUROPE DIRECT richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor Ort in Düsseldorf werden zahlreiche Veranstaltungen zu EU-Themen, Studienreisen zu den EU-Institutionen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und vieles mehr angeboten. Zudem vergibt das EUROPE DIRECT Düsseldorf Zuschüsse an Bürgerinnen und Bürger, die eigene Kleinprojekte mit Europa-Bezug organisieren. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/europedirect, bei Facebook unter www.facebook.com/europedirectduesseldorf/ oder via Newsletter (Anmeldung über eine E-Mail an europe-direct@duesseldorf.de). ___________________________________________________________________________ 18. Oktober 2021 Erinnerung an den Beginn der Deportationen im Herbst 1941 Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu einer dreiteiligen Vortragsreihe ein Vor 80 Jahren, im Oktober 1941, begannen die Deportationen deutscher Jüdinnen und Juden "nach Osten". Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe und einer Serie in den Sozialen Netzwerken erinnern die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf an den Herbst 1941, an die Betroffenen und Opfer, aber auch an die Täter, die Profiteure und Zuschauer. Die drei Vorträge finden in der Berger Kirche an den historischen Jahrestagen und in Verbindung mit den diesjährigen "Aktionswochen gegen Antisemitismus" statt. Die Gestapo ließ im Herbst 1941 in einer ersten "Welle" bis zum Jahreswechsel zehntausende Menschen in Ghettos und Lager im besetzten Polen oder in der Sowjetunion verschleppen. Die meisten dieser Menschen sahen ihre Heimat nie wieder: Sie wurden in den Ghettos eingepfercht und zur Zwangsarbeit herangezogen. Ab Frühjahr 1942 begannen dann die Deportationen von den Ghettos aus zu den Vernichtungsstätten. Die ersten drei Transporte, die ihren Ausgangspunkt in Düsseldorf hatten und über den städtischen Schlachthof und den Güterbahnhof im Stadtteil Derendorf abgewickelt wurden, führten in die Ghettos in Łódź, Minsk und Riga. Diese Deportationen fanden im Oktober, November und im Dezember 1941 statt und betrafen 3.002 jüdische Menschen aus dem ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf. Zur Vortragsreihe Die drei Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Berger Kirche, Wallstraße 17, statt: Mittwoch, 27. Oktober Vortrag von Hildegard Jakobs: "Deportiert nach Łódź am 27. Oktober 1941" Über die erste Deportation berichtet Hildegard Jakobs, die stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Sie hat über diesen Transport ein langjähriges Forschungsprojekt zusammen mit Angela Genger geleitet. Sie sind den Spuren der Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und Dokumente zusammengetragen. Vorgeschichte und Ablauf des Transports, die Ankunft und die Eingewöhnung an die Verhältnisse im Ghetto, Unterkunft, Versorgung und Arbeitsalltag werden anschaulich geschildert. Anhand konkreter biographischer Beispiele, beispielsweise Rabbiner Klein und seiner Frau Lilli, wird der Blick auf die betroffenen Menschen, ihr Leid, ihre Überlebenshoffnungen und ihre individuellen Lebensumstände in der Zwangsgemeinschaft des Ghettos gelenkt. So entsteht ein eindringliches Zeugnis des Völkermordes an der jüdischen Bevölkerung, der auch in Düsseldorf seinen Ausgang nahm. Bürgermeisterin Clara Gerlach wird ein Grußwort sprechen. Donnerstag, 10. November Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: "Deportiert nach Minsk: Der Transport vom 10. November 1941 in die weißrussische Hauptstadt" Der Vortrag von Dr. Bastian Fleermann erläutert die Umstände der zweiten großen Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk. Dieser fand am 10. November 1941 statt und betraf 992 Menschen aus den drei Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Das 2012 aufgetauchte, recht umfangreiche Verlaufsprotokoll ("Bericht über Judenevakuierung") eines Düsseldorfer Schutzpolizeioffiziers, der mit seinen Beamten den Transport begleitete und bewachte, ermöglicht als unmittelbare Quelle Einblicke in den Ablauf und die Organisation einer solchen Verschleppung aus Sicht eines beteiligten Täters. Mittwoch, 8. Dezember Vortrag von Dr. Joachim Schröder: "Verschleppt nach Riga: Die Deportation am 11. Dezember 1941" In seinem Vortrag berichtet Dr. Joachim Schröder, Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, über den Verlauf der dritten Massendeportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie nahm, wie die ersten beiden Deportationen, am Düsseldorfer Schlachthof ihren Ausgang. Die Gestapo verschleppte 1.007 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus dem linksrheinischen Gebiet, in das Ghetto in Riga. Der Transport hat es durch den überlieferten, zynischen Bericht des Polizei-Offiziers Salitter, der ihn mit seinen Beamten überwachte, zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Anhand verschiedener Augenzeugenberichte von Überlebenden wie Hilde Sherman-Zander, Sophie Nathan, Liesel Ginsburg, Irene Dahl, Ilse Rübsteck und anderen wird das Leben und Überleben im Ghetto von Riga anschaulich geschildert. Der Eintritt ist für alle drei Präsenz-Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich und telefonisch unter 0211-8996205 oder via E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich. Bitte beachten: Es gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Social-Media-Aktion Gemeinsam mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof hat die Mahn- und Gedenkstätte zudem eine Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen gestartet: Seit Ende August läuft dort die Serie "Deportiert 1941". Auf Instagram und Facebook können die Userinnen und User mithilfe der Serie bis zum 15. Dezember den Weg von drei Familien (Familie Klein, Familie Herz und Familie Nathan) nachvollziehen, die in die Ghettos Lodz, Minsk und Riga verschleppt wurden. Auf Facebook unter de- de.facebook.com/MahnundGedenkstaetteDuesseldorf/ und über Instagram unter "mahn_und_gedenkstaettedus". Weitere Infos zur "Aktionswoche gegen Antisemitismus" gibt es unter www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de ___________________________________________________________________________ 18. September 2021 Halloween: Schlossgeister im SchifffahrtMuseum An Halloween öffnet das SchifffahrtMuseum zu ungewohnter Stunde. Wie man in Düsseldorf seit jeher munkelt, soll es im Schlossturm spuken - und das schon in normalen Nächten. Wer alles durch den Schlossturm geistert, können Kinder ab 6 Jahren am Sonntag, 31. Oktober, von 19 bis 20 Uhr im SchifffahrtMuseum Düsseldorf, Burgplatz 30, entdecken. Nach Ende der Öffnungszeiten des SchifffahrtMuseums können die Kinder, ausgestattet mit Taschenlampen, die Räumlichkeiten des letzten verbliebenen Turmes des alten Düsseldorfer Schlosses erkunden und den gruseligen, aber wahren Geschichten der Geister lauschen. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro, es fällt kein zusätzliches Eintrittsentgelt an. Um Voranmeldung unter der Telefonnummer 0211-8994195 oder per Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de wird gebeten. Im Museumsgebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für die Veranstaltung gilt die "2G-Regel" - für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter 6 Jahren und Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Außergewöhnliche Erfolge der Einsatzkräfte des OSD Außergewöhnliche Erfolge für den Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Donnerstag, 14. Oktober: In den frühen Abendstunden wurden Einsatzkräfte des OSD in der Altstadt von zwei Damen angesprochen, weil sie von einem ihnen unbekannten Mann fotografiert worden seien. Der Tatvorwurf wurde von einem unabhängigen Zeugen bestätigt. Es bestand der Verdacht, dass der Betroffene von verschiedenen Frauen jeweils das Gesäß fotografiert habe. Der Betroffene konnte von den Einsatzkräften anhand der Beschreibung der Damen ermittelt und angesprochen werden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, zeigte er sich äußerst aggressiv. Auf dem Weg zur Polizeiinspektion beleidigte er die Einsatzkräfte des OSD und leistete Widerstand. Nach Sicherstellung der Kamera wurde durch die Landespolizei Strafanzeige erstattet. Wegen der Beleidigungen und des Widerstandes gegen Vollzugsbedienstete erwartet den Betreffenden ebenfalls eine Anzeige. Im weiteren Verlauf des Abends wurde eine andere Streife des OSD in der Nähe des Hauptbahnhofs auf einen Wildpinkler aufmerksam. Im Rahmen der Personalienfeststellung zog der Betroffene unerwartet mehrere Portemonnaies hervor. Obwohl diese offensichtlich nicht ihm gehören konnten, konnte er zur Herkunft keine Angaben machen. Aufgrund des Verdachts, dass es sich um Diebesgut handeln könnte, wurde der Betroffene zunächst zum Dienstgebäude mitgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde zudem ein gestohlenes Handy gefunden. Maßnahme und Beschuldigter wurden der Landespolizei übergeben. Das Gewerbeteam des OSD stellte darüber hinaus in einer Shishabar in der Innenstadt fest, dass dort trotz bereits erfolgter Untersagung weiterhin Shishas zubereitet und zum Konsum angeboten wurden. Auch der Konsum von Shishas konnte festgestellt werden. Die Shishabar wurde nach Belehrung des Inhabers und sofortiger Schließung versiegelt. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt: Kunstwerk von Claus Richter enthüllt Anlässlich des CSD 2021 wurde das Werk von OB Dr. Keller, der Kunstkommission, dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler präsentiert Die Landeshauptstadt setzt ein weiteres starkes Zeichen für die Vielfalt und den Respekt in Düsseldorf und gegen Hass und Ausgrenzung: Auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté" an der Rheinkniebrücke wurde nun ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt realisiert. Zentrum ist das Werk des Künstlers Claus Richter. Anlässlich des diesjährigen Christopher Street Day (CSD), der vom 15. bis 17. Oktober stattfindet, wurde das Werk von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit Heike van den Valentyn von der Kunstkommission Düsseldorf, Gabriele Bischoff vom "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler Claus Richter am heutigen Freitag, 15. Oktober, enthüllt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Düsseldorf ist eine weltoffene, bunte und tolerante Stadt. Hierher passt das Kunstwerk für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Mit diesem Ort gedenken wir der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen und schaffen gleichzeitig ein sichtbares Symbol für die Vielfalt in der Landeshauptstadt. Ich hoffe auch auf eine Strahlkraft: Dieser Ort soll uns alle immer wieder daran erinnern, dass ein vielfältiges und tolerantes Miteinander keine Selbstverständlichkeit ist. So soll es jede und jeden dazu ermutigen, sich dafür einzusetzen, für gegenseitigen Respekt und Akzeptanz einzutreten - und Hass und Diskriminierung damit entschieden entgegenzutreten." Gabriele Bischoff: "Auch in einhundert Jahren werden die nachfolgenden Generationen noch wissen, was mit diesen vier Figuren hier am Rhein gesagt werden soll: Wir stehen hier, weil es Menschen gibt, die sich dafür eingesetzt haben, dass Lieben und Begehren nicht darauf beschränkt wird, dass eine Frau einen Mann liebt und begehrt, sondern ein Mensch einen anderen Menschen. Und dass es mehr als zwei Geschlechter gibt." Künstler Claus Richter: "Die Figuren der Skulpturengruppe halten sich alle an den Händen. Sie sind vereint, und das hat etwas sehr humanistisches für mich. Das ist eine Utopie, die nur ab und zu aufleuchtet, aber dann umso stärker und schöner. So kitschig das klingt: Es geht um die Kraft der Gemeinschaft.“ Heike van den Valentyn, Vorsitzende der Kunstkommission: "Dank sei der ersten Kunstkommission Düsseldorf gesagt, die den Prozess in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Protagonist*innen, unter anderem dem Düsseldorfer LSBTIQ+ Forum, der Mahn- und Gedenkstätte, dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung sowie dem Oberbürgermeister Stefan Keller und seinem Vorgänger Thomas Geisel, begleitet, getragen und umgesetzt hat. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Werk von Claus Richter ein weithin sichtbares künstlerisches Zeichen für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft setzt." Zum Projekt Viele Jahre lang gab es den großen Wunsch, in Form eines Denkmals im öffentlichen Raum der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und trans*Menschen zu gedenken. Die Kunstkommission wurde im Sommer 2018 vom Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt, einen offenen Wettbewerb für die Realisierung des Erinnerungsortes in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke durchzuführen. Vorangegangen war bereits ein Werkstatttag im März 2018 in der Mahn- und Gedenkstätte, bei welchem erste Vorstellungen zu einem Gedenkort in der Stadt ausgetauscht wurden. Für den Erinnerungsort hatte die dem Kulturdezernat zugeordnete Kunstkommission Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" einen zweiphasigen und anonymen Wettbewerb ausgelobt. Insgesamt waren 14 Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im April 2019 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Kunsthalle statt, um über den Stand der Dinge und die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb zu informieren. 40 Kunstschaffende und Interessierte waren der Einladung gefolgt. Im Mai 2020 Stand dann der Siegerentwurf fest: Der Entwurf "Ein seltsam klassisches Denkmal" von Claus Richter, eine lebensgroße Figurengruppe aus Bronze, konnte sich durchsetzen. Im März dieses Jahres beschloss der Rat der Landeshauptstadt den Standort des Werkes auf der Wiese zwischen dem "KIT – Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté". Zum Kunstwerk Das Werk von Claus Richter bildet eine Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen empor streckt. Die Gruppe steht vereint auf einem Stufensockel aus Beton. Die vier Figuren symbolisieren alle Spektren sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ergänzt wird das Werk um eine Tafel mit folgender Inschrift: "Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Dieser Ort ist den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen gewidmet, die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung in Düsseldorf wurden. Und all denen, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einstanden und einstehen." Claus Richter, geboren 1971 in Lippstadt, hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert. Er lebt und arbeitet in Köln. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Hetjens - Deutsches Keramikmuseum Vortrag: "160 Jahre Düsseldorf-Japan" Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Freundschaft lädt das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, am Mittwoch, 20. Oktober, 18.30 Uhr, zum Vortrag: "Vom kurzen Bahnhofshalt zum Japan-Zentrum in Deutschland: 160 Jahre Düsseldorf-Japan" von Ruth Jäschke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am EKO-Haus der Japanischen Kultur, ein. Als die Takeuchi-Mission 1862 das Rheinland besuchte, hielt sie sich, von Einheimischen neugierig bestaunt, nur rund zwei Stunden zum Einnehmen einer Mahlzeit am Bahnhof Düsseldorf auf, ehe sie nach Köln weiterreiste. Erst rund 100 Jahre später entstand in Düsseldorf – inzwischen Landeshauptstadt Nordrhein- Westfalens – als "Schreibtisch des Ruhrgebiets" allmählich eine umfangreiche japanische Infrastruktur und die bis heute größte japanische Gemeinde in Deutschland. Der Vortrag beleuchtet bekannte und weniger bekannte Stationen dieser Entwicklung anhand zahlreicher Bildmaterialien und anderer Zeitzeugnisse und vermittelt einen kurzweiligen und vielfältigen Einblick in die deutsch- japanischen Beziehungen in und um Düsseldorf. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Studioausstellung "Im Tau des Morgens – Highlights japanischer Keramik aus 160 Jahren", die noch bis zum 6. Februar 2022 zu sehen ist. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 0211-8994210 erforderlich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Hinweis: Das Hetjens ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle frei. Im Gebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für diese Veranstaltung gilt die "2G-Regel": Für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Für den regulären Museumsbesuch ist ein Test- oder Immunisierungsnachweis erforderlich (3G). ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 2G-Regel gilt nun auch für den Besuch städtischer Kultureinrichtungen Die Regelung gilt ab dem 1. November in den Kulturinstituten/ Ausnahmen bilden die VHS, die Clara-Schumann-Musikschule und die Stadtbüchereien Seit dem 1. Oktober gilt für Veranstaltungen, zu denen die Landeshauptstadt Düsseldorf als Veranstalterin einlädt, die 2G-Regel: Volljährige Teilnehmende müssen so eine Immunisierung durch eine vollständige Impfung oder Genesung nachweisen. Diese Regelung gilt ab dem 1. November nun auch - außerhalb von Veranstaltungen - für den regulären Besuch von städtischen Kultureinrichtungen. VHS, Musikschule und Stadtbüchereien Für die Volkshochschule und die Clara-Schumann-Musikschule greift, da es sich hierbei um Bildungseinrichtungen handelt, die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Kundinnen und Kunden der Stadtbüchereien müssen für die Bibliotheksnutzung keinen Nachweis erbringen - analog wie z.B. beim Einkauf. Lesungen und ähnliches in den Stadtbüchereien gelten als Veranstaltung, bei denen dann wiederum die 2G-Regelung gilt. Grundsätzlich gilt weiterhin nach der Coronaschutzverordnung NRW - unabhängig von einer 2G- oder 3G-Regelung - die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Hierauf kann jedoch an festen Sitz- und Stehplätzen verzichtet werden. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test. Außerhalb der Ferien, also während des normalen Schulbetriebs, gelten Kinder und Jugendliche als "Schülerinnen und Schüler mit Schultestungen" und benötigen deshalb keinen Immunisierungs- oder Testnachweis. Der Schülerausweis gilt als Nachweis. Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Für den Zeitraum der Ferien, in dem keine Schultestungen stattfinden, ist jedoch ein negativer Testnachweis bzw. ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich. Für erwachsene Personen, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid geimpft werden können und dies durch Vorlage eines ärztlichen Attests nachweisen, findet die 3G-Regel Anwendung. Sie haben einen entsprechenden Schnell- oder PCR-Test vorzulegen. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 Fahrradfreundliche Gestaltung der Grafenberger Allee geht weiter Bauarbeiten an den Einmündungen Grimmstraße und Irmgardstraße Ab Montag, 18. Oktober, erfolgen weitere Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee, um die dort verlaufende wichtige Radverkehrsachse fahrradfreundlicher zu gestalten. Die Grimmstraße sowie die Irmgardstraße zählen zu den insgesamt sechs einmündenden Nebenstraßen, die zur Optimierung des Radverkehrs aufgepflastert werden. Während der Bauzeit kommt es dort zu verkehrlichen Einschränkungen. Grimmstraße Die Grimmstraße wird für die Bauphase von der Grafenberger Allee aus abgebunden und zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Vautierstraße; die Einbahnstraßenregelung wird temporär aufgehoben). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird mittels Beschilderung ausgewiesen. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Irmgardstraße Auch die Irmgardstraße wird von der Grafenberger Allee aus abgebunden und bis zur Margaretenstraße zur Sackgasse (Zu- und Ausfahrt über die Altenbergstraße). Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr wird ausgeschildert. In diesem Zeitraum ist mit verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen. Die Zufahrten und Zugänge zu den Hauseingängen werden zu jeder Zeit gewährleistet. Planmäßig sollen die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Hintergrund "Insgesamt wurden sechs Aufpflasterungen entlang der Grafenberger Allee geplant. An der Gehrtsstraße und Engerstraße wurden die Arbeiten bereits abgeschlossen. Neben den gerade begonnenen Umbauarbeiten an der Grimmstraße und Irmgardstraße soll auch die Einmündung an der Neanderstraße umgebaut werden. Hier laufen die Bauarbeiten bereits, und neben der Aufpflasterung wird hier der vorhandene Radweg auf einer Länge von rund 150 Metern saniert", erklärt Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Auch im kommenden Jahr sollen weitere Bauarbeiten erfolgen. "An der Achenbachstraße geht es dann Anfang 2022 los, sobald an dieser Stelle die Kanalbauarbeiten des Stadtentwässerungsbetriebs abgeschlossen sind", betont Reeh. Aufgrund der komplexen Gegebenheiten, die die Straße mit sich bringt, kann der fahrradfreundliche Ausbau nur abschnittsweise realisiert werden. Weitere Planungen laufen bereits, wie beispielsweise im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Haltestelle Schlüterstraße. ___________________________________________________________________________ 15. Oktober 2021 14 Straßen werden mit einem Dünnschichtbelag erneuert Start der Arbeiten mit einer dünnen Asphaltschicht in Kaltbauweise ist am 18. Oktober/Temporäre Straßensperrungen sind notwendig Im Zeitraum von Montag, 18. Oktober, bis voraussichtlich Dienstag, 30. November, werden in verschiedenen Stadtteilen Düsseldorfs Instandsetzungsarbeiten mit einem Dünnschichtbelag vorgenommen. Dabei werden mit einer dünnen Asphaltschicht in Kaltbauweise (DSK) Straßen in Teilen oder auf der gesamten Länge saniert. Folgende 14 Straßen aus den Stadtteilen Lörick, Rath, Gerresheim, Ludenberg, Vennhausen, Hassels, Benrath und Düsseltal werden erneuert: Gocher Straße, Sportstraße, Harpener Straße, Hattinger Straße, Röhrenstraße, Am Grünewald, Am Poth, Breitscheider Straße, Heinrich-Biesenbach-Straße, Dörnbergstraße, Flotowstraße, Silcherstraße, Spohrstraße und Schillerstraße. Bei den betroffenen Straßen handelt es sich um Anliegerstraßen. Die Anliegerinnen und Anlieger wurden vorab informiert. Im ersten Schritt der DSK-Maßnahme erfolgt eine Regulierung der Rinnen und Abläufe. Hierfür ist keine Straßensperrung erforderlich; in dieser Zeit werden lediglich Halteverbotszonen eingerichtet. Bei den darauf folgenden Bauarbeiten, die in der Regel ein bis zwei Tage andauern, muss der jeweilige Straßenabschnitt voll gesperrt werden. Ob eine Umleitung erforderlich ist, wird im Einzelfall entschieden; sofern dies der Fall ist, wird sie entsprechend ausgeschildert. Die Gesamtfläche beträgt 18.000 Quadratmeter. Die Kosten aller DSK-Arbeiten belaufen sich insgesamt auf rund 385.000 Euro. ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Impfmobil steht in der kommenden Woche an der Hochschule Düsseldorf Nachdem das Impfmobil der Landeshauptstadt Düsseldorf in dieser Woche den Semesterstart an der Heinrich-Heine-Universität begleitet hat, fährt es in der kommenden Woche die Hochschule Düsseldorf an. Interessierte können sich Dienstag, 19. Oktober, bis Freitag, 22. Oktober, jeweils von 10 bis 17.30 Uhr am Impfmobil im Bereich Innenhof an der Hochschule Düsseldorf, Münsterstraße 156, gegen das Coronavirus impfen lassen. Impfung ohne Termin Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfausweis besitzt, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Es werden Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt, dabei werden alle aktuell zugelassenen Impfstoffe angeboten. Menschen, die eine Zweitimpfung haben wollen, sollten den Nachweis der ersten Impfung mit sich führen und den vorgegebenen Zeitraum für die Zweitimpfung einhalten. Für Rückfragen steht das geschulte Personal vor Ort zur Verfügung. Interessierte können sich zudem weiterhin in den Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr impfen lassen. ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Landeshauptstadt Düsseldorf errichtet Lichtmasten für mehr Sicherheit an der Rheinuferpromenade Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner des Rheinufers sowie den Besucherinnen und Besuchern der Düsseldorfer Altstadt werden am Freitag, 15. Oktober, sechs Lichtmasten rund um die Apollowiese in Betrieb genommen. Dies gab Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller in der Pressekonferenz am Donnerstag, 14. Oktober, bekannt. "Durch das Aufstellen der Lichtmasten wirken wir Personenansammlungen, durch die es in der Vergangenheit zu massiven Störungen kam, entgegen. Jeglicher Form von gewaltsamen Ausschreitungen begegnen wir mit einer Null-Toleranz-Strategie", erklärt Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf. "Dass die Bürgerinnen und Bürger sich ohne Angst am Rheinufer aufhalten können, hat für uns oberste Priorität." Die Versorgung der Masten mit Strom erfolgt – beginnend an einer Straßenleuchte – untereinander, mithilfe von Freileitungen. Somit werden sie während der Zeiten betrieben, zu denen auch die Straßenbeleuchtung angeschaltet ist. Durch die Masten kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Anwohnerinnen und Anwohner; auch die Schifffahrt wird nicht beeinträchtigt. ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Videowettbewerb "upfront!" geht in die zweite Runde Young European Video Award: Jetzt bis zum 22. Februar 2022 bewerben Nach der erfolgreichen Premiere des ersten europäischen Videowettbewerbs im vergangenen Jahr hat das EUROPE DIRECT Düsseldorf gemeinsam mit der Jungen Filmwerkstatt Düsseldorf den zweiten "upfront! Young European Video Award" gestartet. "Upfront!" bietet jungen Europäerinnen und Europäern eine digitale Plattform, um ihre politischen Ideen, Meinungen und persönliche Erlebnisse künstlerisch auszudrücken und dadurch ihren Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der EU aufzuzeigen – positiv wie kritisch. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs ist "peace of mind" oder zu Deutsch: "Seelenfrieden". Interessierte Filmschaffende im Alter von 16 bis 26 Jahren aus allen 27 EU- Mitgliedsstaaten können ihre Videos zum Thema bis zum 22. Februar 2022 einreichen. Ist der Seelenfrieden heutzutage, in einer Zeit mit vielen Herausforderungen und weltweiten Konflikten wirklich erreichbar? Ist der Seelenfrieden alles, was wir brauchen? Und was trägt die Europäische Union dazu bei, dass dieser Zustand erreicht wird – oder auch nicht? Die besten drei Videobeiträge zum Thema "peace of mind" werden mit Preisen im Wert von 500 Euro bis 1.500 Euro prämiert. Die Preisverleihung ist Anfang Mai 2022 in Düsseldorf geplant. Die Videos sollten 15 Minuten nicht überschreiten und in englischer Sprache oder mit englischen Untertiteln eingereicht werden. Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb sind auf der folgenden Homepage des Awards zu finden: www.upfront-award.eu/. Hintergrund: EUROPE DIRECT Düsseldorf Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission und ist seit 2018 im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Das Informations- und Veranstaltungsangebot des EUROPE DIRECT richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor Ort in Düsseldorf werden zahlreiche Veranstaltungen zu EU-Themen, Studienreisen zu den EU-Institutionen, Workshops für Schülerinnen und Schüler und vieles mehr angeboten. Zudem vergibt das EUROPE DIRECT Düsseldorf Zuschüsse an Bürgerinnen und Bürger, die eigene Kleinprojekte mit Europa-Bezug organisieren. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/europedirect, bei Facebook unter www.facebook.com/europedirectduesseldorf/ oder via Newsletter (Anmeldung über eine E-Mail an europe-direct@duesseldorf.de). Hintergrund: Filmwerkstatt Düsseldorf Die Filmwerkstatt Düsseldorf ist ein von Künstlerinnen und Künstlern geführter Produktions- und Präsentationsraum für Video- und Filmkunst mit eigenem Programmkino und befindet sich im Hinterhof eines ehemaligen Werkstattgebäudes im "Kunst-Viertel" Düsseldorf-Flingern. Die Junge Filmwerkstatt, als Teil der Filmwerkstatt Düsseldorf, ist Mitveranstalter des Wettbewerbs und versteht sich als Begegnungsraum an der Schnittstelle zwischen Video und Kunst für junge Erwachsene ab 16 Jahren. Zur Arbeit der Filmwerkstatt gibt es Informationen unter www.filmwerkstatt-duesseldorf.de/ ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Mit Präsenz und Konsequenz zu mehr Sicherheit und Sauberkeit in der erweiterten Altstadt Mit einem mehrstufigem Konzept, das fortwährend weiterentwickelt werden soll, wollen Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und die Verwaltungsspitze der Landeshauptstadt Düsseldorf für mehr Sauberkeit und Sicherheit und damit für eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "In der erweiterten Altstadt und den angrenzenden Bereichen der Innenstadt wie Carlstadt und Königsallee wünschen sich nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Anliegerinnen und Anlieger, sondern auch unsere zahlreichen Gäste zu Recht mehr Sicherheit und Sauberkeit. Wir wollen, dass sich hier alle wohlfühlen und werden dafür mit Konsequenz und Präsenz für mehr Sauberkeit und Sicherheit sorgen. Dabei setzen wir auf eine Summe von Maßnahmen, die fortwährend evaluiert, verbessert und ergänzt werden." Bereits seit Beginn des Jahres erarbeitet die von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller initiierte Arbeitsgruppe Stadtsauberkeit Maßnahmen. Nach der aktuellen Bürgerbefragung der Düsseldorf Marketing, die im Sommer durchgeführt wurde, ist Sauberkeit für beinahe alle befragten Düsseldorferinnen und Düsseldorfern sehr wichtig oder eher wichtig (95%). Weitestgehend zufrieden ist mit 51 % der befragten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer etwa die Hälfte. Und auch das Thema Sicherheit wird seit November 2020 in einer Arbeitsgruppe (u.a. mit Feuerwehr, Ordnungsamt, Dezernat 07, D.LIVE, Büro OB) konsequent angegangen und nun ausgebaut. Hierzu steht Düsseldorf auch im Kontakt mit anderen Städten sowie dem Jugendrat. Oberbürgermeister Dr. Keller: "Wenn, wie am vergangenen Wochenende, in einer Nacht 78 Polizeieinsätze und 36 Strafanzeigen nötig waren - darunter 16 Mal Körperverletzung, zehn Taschendiebstähle und sechs Raube -, dann wollen wir das nicht als Normalität akzeptieren, sondern mit Konsequenz und Präsenz dagegen vorgehen." Zu den ersten Maßnahmen gehören u.a.: Konsequenz • Konsequente Ausleuchtung am Rheinufer Ab diesem Wochenende (15. bis 18. Oktober 2021) wird zunächst die Dreieckswiese vor dem KIT durch sechs Lichtmasten beleuchtet, um in Abstimmung mit der Polizei für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Erkenntnisse werden genutzt und evaluiert, um Ausleuchtung am Rheinufer generell zu verbessern. • Schranke Mannesmannufer Um den Verkehr im Bereich des Mannesmannufers und der Berger Allee in den Abend- und Nachtstunden auf ein notwendiges Maß zu beschränken und die Poserszene fernzuhalten, ist seit 1. Oktober die Zufahrt zum Mannesmannufer mit einer Schranke auf Höhe Thomasstraße reglementiert. Die Schranke wird seit diesem Zeitpunkt täglich in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr geschlossen. Ab Freitag, 15. Oktober, wird die Schranke nun an Freitagen und Samstagen in der Zeit von 18 Uhr bis 5 Uhr geschlossen. An Sonntagen und den übrigen Wochentagen bleibt die Schließung, wie bisher, in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr bestehen. Geöffnet werden kann sie weiterhin von berechtigten Personen mit einer Chipkarte. Berechtigte Personen sind solche, die Anliegerinnen oder Anlieger der Straßen Bäckergasse, Bäckerstraße, Berger Allee, Carlstor, Citadellstraße, Hafenstraße, Horionplatz, Mannesmannufer, Orangeriestraße, Rathausufer und Schulstraße sind. Eine Ausgabe der Chipkarte erfolgt gegen eine Kaution in Höhe von 45 Euro. Polizei, Feuerwehr und sonstige Notdienste erhalten eine Möglichkeit, die Schranke im Einsatzfall zu öffnen. • Einschränkungen für E-Scooter und Halbierung der Flotte Aktuell bestehen erhebliche Probleme mit nicht ordnungsgemäß abgestellten E- Scootern sowie rasenden E-Scooter-Fahrerinnen und -fahrern, zum Teil sogar unter Alkoholeinfluss. Für mehr Sicherheit wird in der Landeshauptstadt Düsseldorf beim Umgang mit den E-Scootern, deren verkehrspolitischer Nutzen fragwürdig ist, zukünftig der gesamte rechtliche Spielraum ausgenutzt. Die Verwaltung legt dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss daher am 27. Oktober 2021 ein E-Scooter Konzept vor. Dieses sieht planmäßig ab dem 1. Januar 2022 u.a. folgendes vor: - Halbierung der Anzahl Scooter im Stadtgebiet - Umstellung auf ein stationsbasiertes Fahren (in der Innenstadt sowie in sensiblen Bereichen) und Vergrößerung der Parkverbotszonen an Gewässern sowie an Grünanlagen - Erhöhung der Sondernutzungsgebühr für die Anbieter - Anbieter sind aufgefordert, falsch geparkte Scooter unverzüglich zu räumen. Ansonsten wird die Stadt verbotswidrig abgestellte Scooter auf Kosten der Betreiber entfernen – für durchschnittlich 100 Euro pro Einsatz - Verstärkte Kontrollen sowie Einsatz von "Rangern" durch die Betreiber, um Verkehrssicherheit zu erhöhen • Verschärftes Vorgehen gegen Wildpinkler Seit August 2021 sind die Bußgelder für das Verrichten der Notdurft als störendes Verhalten im Sinne von § 6 der Düsseldorfer Straßenordnung (sog. Wildpinkeln) deutlich erhöht. Zuvor wurde Betroffenen üblicherweise ein Verwarngeld von 35 Euro angeboten. Nun kann das Bußgeld sogar bis zu 150 Euro betragen – inklusive Gebühren bis zu 178,50 Euro. Präsenz • Einrichtung einer gemeinsamen Anlaufstelle von Polizei und OSD Nach dem Vorbild anderer Städte (z.B. Köln, Hansestadt Bremen) soll so bald als möglich, spätestens 1. Quartal, eine gemeinsame Anlaufstelle von Polizei und Ordnungs- und Servicedienst in der Altstadt entstehen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Polizei haben diese fest verabredet und mit dem Rathausufer 8 einen möglichen Standort identifiziert. Derzeit laufen die Prüfungen der technischen Umsetzung. • Anschaffung eines Einsatzleitfahrzeugs (ELF) Der Ordnungs- und Servicedienst soll nicht nur personell, sondern ab Sommer 2022 auch durch ein Einsatzleitfahrzeug gestärkt werden. Das Fahrzeug soll auf einem überlangen Transporter aufbauen und eine autarke Leitstelle mit zwei vollausgerüsteten digitalen Funkplätzen aufnehmen. Herzstück der Technik soll ein vollständig computergestütztes Einsatzsystem sein, welches sämtliche verbaute elektronische Systeme steuert. Neben Außenlautsprechern für öffentlichkeitswirksame Durchsagen soll das Fahrzeug zusätzliche Außenscheinwerfer zur Erhellung des Umfelds und eine externe Stromversorgung erhalten. So kann man es variabel und flexibel an neuralgischen Orten einsetzen. • Mehr Präsenz durch mehr OSD-Kräfte Bereits seit Anfang September sind 30 neue Kolleginnen und Kollegen beim Ordnungs- und Servicedienst eingesetzt. Zudem wurde die Zahl der neuen Auszubildenden beim OSD verdreifacht, sodass nunmehr 26 junge Menschen beim OSD ausgebildet werden. In den kommenden vier Jahren wird der Ordnungs-und Servicedienst um jeweils 30 weitere Mitarbeitende pro Jahr verstärkt werden, sodass es insgesamt einen Zuwachs von 150 Mitarbeitenden geben wird. • City-Hosts Nach dem Vorbild Amsterdams sollen ab Frühjahr 2022 freundliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner den Besucherinnen und Besuchern mit Rat zur Seite stehen und ein Auge auf mögliche entstehende Konflikte haben. • Bewachung der öffentlichen WCs und weitere Anlagen Seit Sommer dieses Jahres sind die Toiletten im Bereich der Freitreppe sowie am Burgplatz 3 am Freitagabend und am Samstagabend bis 2 Uhr nachts verlängert geöffnet (normalerweise bis 24 Uhr). Die Toiletten werden durch einen Sicherheitsdienst in der erweiterten Zeit beaufsichtigt. Das Angebot wird pro Wochenende bereits aktuell von ca. 400 Bürgern pro Nacht wahrgenommen. Zudem werden, zunächst bis Ende November, zwei Toilettenwagen temporär am Wochenende an geeigneten Stellen dazu kommen. • Einsatz von 2 Müllsaugern / Gluttons 7 Tage/ Woche tagsüber Bereits seit Januar 2021 wurden zwei Müllsauger ("Glutton" = engl. für "Vielfraß") angeschafft, die 7 Tage die Woche tagsüber im Einsatz sind. Der zusätzliche dritte elektrische Müllsauger wird ab 2022 in Stadtteilzentren, insbesondere in den Fußgängerzonen, eingesetzt. Mit diesem Gerät können insbesondere auch kleine Abfälle wie Zigarettenstummel aus Ritzen entfernt werden. • Zusätzliche Leerung und Standortreinigungen von Papiercontainern Es werden 12 stark frequentierte Altpapiercontainer in dicht besiedelten Gebieten häufiger geleert: Von vorher meist drei- und vereinzelt viermal wöchentlich wurde der Leerungsrhythmus auf fünf- oder sechsmal pro Woche erhöht. In allen Stadtteilen werden bei Meldungen zu überfüllten Altpapiercontainern oder zu nicht angemeldetem Sperrmüll zusätzlich angeschaffte Fahrzeuge eingesetzt, um Abfallablagerungen zeitnah zu entfernen. • Zusätzliche Entfernen von Sperrmüll Stadtweit soll ab kommendem Jahr ein weiteres, flexibel nutzbares Sperrmüll- Pressfahrzeug, mit dem außerhalb der routinemäßigen Sperrmüll-Sammeltouren einzelne gemeldete größere Müllhaufen entfernt werden, eingesetzt werden. Dies aber nicht nur in der zurzeit "gebeutelten" Altstadt, sondern stadtweit. • Zusätzliche Einzelreinigungsteams Bereits seit Juni 2021 werden in der Altstadt und der näheren Umgebung am Wochenende (Sa/ So/Feiertage 11 – 19 Uhr) sogenannte "Einzelreiniger" eingesetzt, also Mitarbeiter der AWISTA, die mit Handkarren und Besen kleine Verschmutzungen aufnehmen und Abfallbehälter leeren. • Zusätzliche Reinigung und Leerung in Parks und Ersatz von 200 Papierkörben (30-40 L) durch Modelle mit 100L Fassungsvermögen Im Laufe des Jahres 2022 werden 200 kleine Papierkörbe in Parks (30-40 Liter) durch Modelle mit 100 Litern Fassungsvermögen ersetzt werden Zudem sollen ab 2022 neben den routinemäßigen Reinigungsdurchgängen bei der Stadt "Einsatzteams" für Grünanlagen und Straßen eingesetzt werden, die flexibel Abfallablagerungen entfernen. Diese Einsatzteams können so auch zeitnah auf Meldungen reagieren, die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise über die Stadtsauberkeitsapp "Düsseldorf bleibt sauber" an die Stadt richten und zusätzliche routinemäßige Reinigungen und Behälterleerungen in Parks insbesondere am Wochenende durchführen. Denn: Als besonders störende Verunreinigungen werden von den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern "Take-away"-Verpackungen, Picknick-Müll in Parks, Hundekot und generell überfüllte Papierkörbe genannt. * zusätzliche Reinigung (& Konzept) Landskrone Die Fläche wird montags bis freitags zweimal pro Tag und samstags und sonntags einmal pro Tag und der Weg zusätzlich zwei- bis dreimal pro Woche mit Wasser gesäubert. Zudem wird der Bereich wird seit Juni 2021 ergänzend durch die oben bereits genannten Einzelreiniger und auch unter Einsatz eines Müllsaugers gereinigt. Parallel dazu wird der Bereich der Landskrone überplant, da eine geschlossene Vegetationsdecke sich weder zwischen den Sitzstufen noch an den Böschungsbereichen etablieren konnte. Ziel ist es, eine geschlossene Vegetationsdecke im Bereich der Uferbereiche zu entwickeln. Dabei müssen die auszuwählenden Pflanzen dem Nutzungsdruck gewachsen sein und für Gänse als Nahrungsquelle unattraktiv sein. An dem Konzept wird zurzeit gearbeitet. Die Umsetzung soll im 1. Quartal nächsten Jahres erfolgen. Sauberkeit und Sicherheit gehören zusammen Umweltdezernentin Helga Stulgies: "Für ein sauberes Stadtbild lassen wir wilden Müll zügig entfernen und sorgen auch in den Parks der Stadt wieder für Wohlfühlatmosphäre. Zudem greifen wir auch im Bereich Vermüllung konsequent durch – unsere sogenannten Mülldetektive haben seit Mitte 2020 rund 1.900 Ermittlungs- und Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Müllsünder eingeleitet." Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Sauberkeit und Sicherheit gehören zusammen. Dunkle, dreckige Ecken tragen nicht zum Sicherheitsgefühl bei. Daher setzen wir neben verstärkter Präsenz des OSD und seiner besseren Ausstattung auch auf Licht, Sauberkeit und einer durch eine gemeinsame Anlaufstelle auch nach außen sichtbaren Kooperation von Stadt und Polizei. Das ist jedoch nur der Anfang. Wir werden dies ständig verbessern und ausbauen." ___________________________________________________________________________ 14. Oktober 2021 Stadtmuseum Düsseldorf "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" - Themenführung durch die Ausstellung Das Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2, lädt am Sonntag, 17. Oktober, 15 bis 16 Uhr, zu einer Themenführung durch die Ausstellung "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" ein. Der Rundgang wird von der Kunsthistorikerin Kim Bureš-Kremser geleitet. Treffpunkt ist das Foyer. Der Eintritt in das Stadtmuseum ist sonntags für alle Besucherinnen und Besucher frei. Die aktuellen Regeln nach der Coronaschutzverodnung des Landes NRW sind zu beachten (siehe "Hinweise zum Besuch"). Zur Ausstellung Das Stadtmuseum würdigt das Leben des außergewöhnlichen Galeristen Max Stern, der nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten in Deutschland nahezu in Vergessenheit geriet. 1937 wurde er gezwungen, seinen Kunsthandel auf der Königsallee zu schließen und zu emigrieren. Von Großbritannien kam er 1940 als Internierter nach Kanada. Dort gelang ihm der Neuanfang: Max Stern wurde zu einem der bedeutendsten Galeristen des Landes. Die Ausstellung stützt sich auf seine handschriftlichen sowie auf Tonband diktierten Erinnerungsskizzen und vereint bislang unveröffentlichte Dokumente aus Sterns Nachlass mit Quellen aus hiesigen Archiven. Sie beschäftigt sich zudem mit musealer Provenienzforschung, deren Arbeitsweise, Aufgaben sowie Erkenntnisse anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt werden. Weitere Infos zur Ausstellung unter: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/entrechtet-und- beraubt-der-kunsthaendler-max-stern-ausstellung-im-stadtmuseum-wird- eroeffnet.html Hinweise zum Besuch: Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums werden gebeten, die geltenden Kontakt- und Hygieneregeln im Stadtmuseum einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen. Veranstaltungen und Führungen finden mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Die Teilnahme erfordert die Vorlage eines Immunisierungsnachweises durch Impfung/Genesung (2G). Schülerinnen und Schüler in der Ferienzeit und Gäste, die aus gesundheitlichen Gründen nicht impfbar sind, brauchen einen zertifizierten, tagesaktuellen Schnelltest (3G). Schulpflichtige Kinder und Jugendliche - außerhalb der Schulferien - mit Schülerausweis gelten als getestet, und jüngere Kinder bis zum Schuleintritt sind geimpften Personen gleichgestellt. Für Fragen und weitere Informationen steht Svenja Wilken, Leiterin der Abteilungen Bildung und Vermittlung/Öffentlichkeitsarbeit/ Veranstaltungsmanagement, zur Verfügung und ist via E-Mail an svenja.wilken@duesseldorf.de zu erreichen. ___________________________________________________________________________ 13. Oktober 2021 Solidarität hat viele Farben - Christopher Street Day auf dem Johannes- Rau-Platz CSD vom 15. bis 17. Oktober: Auch das stadtinterne LSBTIQ+ Netzwerk "DIVERS", das Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung, die Kunstkommission sowie das Stadtarchiv nehmen mit Aktionen teil Nachdem der Christoper Street Day zweimal als Fahrrad-CSD stattgefunden hat, wird nun vom 15. bis 17. Oktober wieder mit einem vielfältigen Programm auf dem Johannes-Rau-Platz gefeiert. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Solidarität hat viele Farben". Von Freitag bis Sonntag wird die Regenbogenflagge auch am Rathaus gehisst, um ein Zeichen für Vielfalt und Respekt und gegen Ausgrenzung und Hass zu setzen. Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Stepan Keller wird den CSD am Freitag, 15. Oktober, eröffnen: "Ich freue mich, dass wir den CSD in diesem Jahr wieder auf dem Johannes-Rau-Platz begehen und wir so die Möglichkeit haben, uns persönlich zu begegnen. Der Düsseldorfer CSD ist ein fester Bestandteil unseres Stadtlebens und sendet ein Zeichen für Toleranz aus. Besonders freuen wir uns, auch Gäste aus unserer Partnerstadt Warschau hier in Düsseldorf begrüßen zu dürfen." Bereits vor der CSD-Eröffnung wird das neue Kunstwerk am Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von gleichgeschlechtlicher und sexueller Vielfalt enthüllt. Der Erinnerungsort wurde auf der Wiese zwischen dem KIT – Kunst im Tunnel und dem Apollo-Varieté an der Rheinkniebrücke geschaffen, um der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen zu gedenken und ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Respekt und gegen Ausgrenzung und Hass zu setzen. Weitere Infos unter: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/ein-ort-fuer-die- erinnerung-und-akzeptanz-von-geschlechtlicher-und-sexueller-vielfalt.html Besucherinnen und Besucher der Partnerstadt Warschau eingeladen Im Anschluss findet um 17 Uhr der CSD Gottesdienst in der Neanderkirche an der Bolkerstraße statt. Die lokale Community informiert am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober, an Ständen beim Straßenfest auf dem Johannes-Rau-Platz über die Aktivitäten der Gruppen, Vereine und Initiativen rund um LSBTIQ+ Themen. Es gibt ein umfangreiches Bühnenprogramm. Am Samstag, 16. Oktober, 14 Uhr wird die große Demonstration durch die Düsseldorfer Straßen ziehen. Auch Besucherinnen und Besucher aus Düsseldorfs Partnerstadt Warschau sind zum CSD eingeladen. Sie werden an der Demonstration teilnehmen und auf der Bühne von ihrer Situation in ihrer Heimat berichten. Fotoaktion am Erinnerungsort Das stadtinterne LSBTIQ+ Netzwerk "DIVERS", das Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und die Kunstkommission betreuen am Samstag, 16. Oktober, gemeinsam einen Informationsstand neben dem neuen Erinnerungsort. Dort können Fotos mit der Statue gemacht werden, die mit Zitaten versehen werden. Die Fotos werden vor Ort ausgedruckt und an die Mitmachenden verschenkt. Stadtarchiv Düsseldorf auch beim CSD dabei Auch das Stadtarchiv Düsseldorf wird in diesem Jahr erstmalig auf dem CSD vertreten sein. In Kooperation mit der Fachstelle "Altern unterm Regenbogen" und "Queer Handicap" will das Archiv mehr über das Leben von LSBTIQ+ in Düsseldorf in den vergangenen Jahrzehnten erfahren und hofft auf viele Erzählungen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Erinnerungen an die 1960er bis 1980er Jahre auf bereitstehenden Plakatwänden zu notieren. Weitere Infos zum Christopher Street Day sowie zu den geltenden Coronaregeln sind zu finden unter: www.csd-d.de/de/ Infoveranstaltung zur Situation der LSBTIQ+ Community in Warschau Schon am Donnerstag, 14. Oktober, 17 bis 18.30 Uhr lädt das Amt für Gleichstellungs und Antidiskriminierung zu einer Informationsveranstaltung zur Situation der LSBTIQ+ Community in der Partnerstadt Warschau ein. In zwei Teilen und aus zwei Perspektiven wird an diesem Abend ein Einblick in die Realität, die Herausforderungen und das starke Engagement der LSBTIQ+ Community gegeben. Im ersten Teil wird über den Austausch beim "Volup Summer Cup 21" berichtet: Im Rahmen des Ratsbeschlusses zur "Unterstützung von LGBTIQ+ in Warschau – Intensivierung der Städtepartnerschaft" und der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Warschau hat ein Team des VC Phönix Düsseldorf e.V. vom 3.bis 5. September 2021 an einem LSBTIQ+ Volleyball Turnier in Warschau teilgenommen. Im zweiten Teil des Abends wird unter dem Titel "Liebesbriefe aus Warschau - Wie würde Fryderyk Chopin im heutigen Polen leben?" Hubert Sobecki von der polnischen NGO von "Miłość Nie Wyklucza" (Love does not exclude) über das Leben als schwuler Man im heutigen Warschau und weitergehend in Polen berichten. Was sind die derzeitigen Herausforderungen durch die Politik, wie ist die generelle Einstellung in der Bevölkerung und wie schaut das tägliche Leben von LSBTIQ+ Menschen in Polen aus? Würde Chopin heute auswandern oder im Warschau des Jahres 2021 ein erfülltes Leben als offen schwuler Mann leben? Der zweite Teil ist in Englisch. Im Anschluss stehen die Inputgeber für Fragen zur Verfügung, ebenso wird es Zeit für einen gemeinsamen Austausch geben. Eine Anmeldung unter diversitykoordination@duesseldorf.de erforderlich, der Link wird nach Anmeldung per E-Mail zugeschickt. Die Veranstaltung wird in Kooperation zwischen dem Völklinger Kreis e.V. und dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung ausgerichtet. Hintergrund Mit den Veranstaltungen und Aktionen zum Christopher Street Day (CSD) wird jedes Jahr weltweit an die die sogenannten Stonewall-Aufstände erinnert. Sie waren eine Serie von gewalttätigen Konflikten zwischen Homosexuellen sowie Trans*personen und Polizeibeamten in New York City. Die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen fanden am 28. Juni 1969 in der Nacht zum Samstag statt, als Polizeibeamte eine Razzia im Stonewall Inn durchführten, einer Bar mit homosexuellen und trans* Zielpublikum in der Christopher Street. Da sich dort erstmals eine signifikant große Gruppe von Homosexuellen der Verhaftung widersetzte, wird das Ereignis von der als Wendepunkt in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung angesehen. ___________________________________________________________________________ 13. Oktober 2021 Zentralbibliothek im KAP1: Jugendbibliothek auf rund 200 Quadratmetern Schwerpunkte liegen auf Gaming, Veranstaltungsarbeit und Community-Building In der neuen Zentralbibliothek im KAP1 wird es erstmals eine eigene Jugendbibliothek geben: Auf 200 Quadratmetern ist für die Jugendlichen ein Raum zum Wohlfühlen entstanden. An der Präsentation der neuen Fläche am Mittwoch, 13. Oktober, nahmen Stephan Schwering, Leiter der Zentralbibliothek, und Medienpädagogin Svenja Kersting teil. Die Jugendbibliothek wird direkt neben der neuen Kinderbibliothek zu finden sein. Die Einrichtung haben die Jugendlichen selbst bestimmt - in einer Befragung haben sie sich vorab gewünscht, dass die Regale an den Wänden verteilt werden und höher sind, als in der Kinderbibliothek. Auch der Wunsch nach bequemen Sitzmöglichkeiten wurde erfüllt: Sitzplätze mit Sofa, ein Stehtisch mit Barhockern und Sitzstufen laden zum Entspannen ein. Die Jugendbibliothek bietet attraktive Präsentationsmöglichkeiten und eine ausgesuchte Sammlung an Jugend- und Hörbüchern ab 13 Jahren - Angebot, Ausstattung und Atmosphäre richten sich gezielt an die Jugendlichen und ihren Bedürfnissen in der Freizeit. In den beiden Schülercentern direkt in der Nachbarschaft in der Kinderbibliothek (bis einschließlich Klasse 8) und vor der Jugendbibliothek (ab Klasse 9) gibt es zudem zahlreiche Lern- und Abiturhilfen für alle. Fokus auf Gaming, Veranstaltungsarbeit und Community-Building Zukünftige Zielgruppen der neuen Jugendbibliothek sollen sowohl die verschiedenen Einrichtungen der Jugendarbeit als auch die Gaming- und Cosplay-Communities werden: Gemeinsame Aktionen und offene Gaming-Angebote auf unterschiedlichen Konsolen sowie das Live-Streaming von Spiele-Events legen einen besonders starken Fokus auf den Gamingbereich. Zudem werden regelmäßige Treffen zum Testen und Bewerten neuer Spiele angestrebt und zahlreiche vielfältige Workshops zu den Themen Gaming, Coding und Programmieren angeboten. Auch regelmäßige Veranstaltungen zum Thema Virtual Reality sind geplant. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen mit einem eigenen TikTok-Kanal erreicht werden und so eine eigene jugendliche Bibliothekscommunity aufbauen. Über den Account, der ab sofort besucht werden kann, können analoge und digitale Angebote für Jugendliche effektiv verbunden werden. ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 Expo Real 2021: Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller präsentiert den Wirtschafts- und Immobilienstandort Düsseldorf "Düsseldorf. Dynamisch. Erfolgreich. Nachhaltig": Neue Bauprojekte vorgestellt/Oftmals Nutzungsmix vorgesehen/Nachhaltigkeit steht im Fokus Am zweiten Messetag der Immobilienmesse Expo Real hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller dem Fachpublikum die aktuellen Immobilienentwicklungen vorgestellt. Die Präsentation des Oberbürgermeisters unter dem Titel "Düsseldorf. Dynamisch. Erfolgreich. Nachhaltig" zeigte am Dienstag, 12. Oktober, vor allem, dass der Markt in Düsseldorf weiterhin in Bewegung ist und Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch in der Immobilienbranche große Themen sind. Gemeinsam mit 35 Partnern präsentiert die rheinische Metropole auf 500 Quadratmetern zum 21. Mal den Immobilienstandort Düsseldorf mit neuen Projekten. "Wir sind eine sich sehr stark und sich permanent entwickelnde Stadt", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Gleichzeitig muss sich auch die Immobilienbranche den neuen Herausforderungen des Klimawandels und damit eingehenden Anforderungen anpassen. Wir zeigen in Düsseldorf, wie Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Alles befindet sich – wie der Rhein, an dem wir gelegen sind – im ständigen Fluss. Diese Dynamik macht Düsseldorf und seinen Erfolg aus." Zahlreiche Projekte sind mit begrünten Fassaden oder Dachbegrünung, als klimaneutrale Gebäude, mit Solaranlagen oder in Cradle-to-Cradle-Bauweise geplant. Cradle-to-Cradle bedeutet, die Wiederverwendung aller Stoffe. Viele Entwickler streben selbstverständlich eine hohe Zertifizierung der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) bzw. der LEED (Leadership in Energy und Environmental Design) an. Zudem sehen viele Projekte mehr als eine einzelne Nutzung vor und denken Wirtschaft, Kultur, Handel und Wohnen zusammen. Der nördliche Zubringer ist neben dem Kennedydamm eines der Gebiete, wo die Neugestaltung besonders sichtbar wird. Mit dem Projekt Nordstern der Peker Holding entsteht an der nördlichen Stadteinfahrt ein neues, torartiges Hochhaus, das nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip umgesetzt wird. Daran könnte sich die eindrucksvolle Planung des Tadao Ando Towers anschließen, die der Entwickler EuroAtlantic umsetzen möchte: Ein smartes, grünes, CO2-neutrales High-Tech- Gebäude mit 275 neuen Bäumen. Neben der Dachbegrünung ist dort geplant, nach Möglichkeit eine Imkerei und Urban Farming einrichten zu können. Nutzungsmix: Wohnungsbau und Gewerbeimmobilien vereint Das Green Central, von Lang & Cie Rhein-Ruhr Real Estate an der Heinrichstraße ist ein energieeffizientes Refurbishment mit Neubaustandard und als Büroimmobilie geplant, aber auch eine Kindertagesstätte und ein Fitnessstudio sollen hier einziehen. Ein Stück weiter entlang der Heinrichstraße entsteht ein ebenfalls energieeffizientes Wohnprojekt auf dem alten DRK-Gelände. Ein Mix aus freifinanziertem, preisgedämpftem und gefördertem Wohnungsbau, sowie – ebenfalls ein großes Thema – Mehrgenerationenwohnen und Pflegeeinrichtungen. Für das Projekt ist eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt. OB Dr. Stephan Keller stellte auch die geplante Neuentwicklung auf dem Gelände vor, auf dem sich heute der METRO Großmarkt befindet. Die Metro Properties plant hier ein neues urbanes Wohnquartier. Hier soll gemischt genutzte Quartiersentwicklung stattfinden: mit METRO Konzernsitz, Wohnen, Arbeiten, Bildung, Pflege, Freizeit, Handel, Handwerk, Markthalle und Gastronomie. Ein ebenfalls interessanter Nutzungsmix aus Büro, gestapeltem Handwerk und effizienter, urbaner Produktion ist an der Erkrather Straße das "Innovation Village" vorgesehen: RKW konzipierte ein städtebauliches Ensemble von acht Gebäuden auf dem Gelände des ehemaligen Fiat-Autohauses. Hier sollen nachhaltige, recyclefähige Materialen eingesetzt und Photovoltaik sowie Solarthermie installiert werden. Besonderheit ist, dass alle Gebäude mit Schwerlastaufzügen ausgestattet werden sollen. Diese ermöglichen eine größere Effizienz im urbanen Gewerbebau, da Handwerk und Produktion auf mehreren Ebenen angesiedelt werden könnten. Blick über die Stadt dank begrünten Dachterrassen Weitere Projekte sind auch am Kennedydamm, einem der großen Entwicklungsgebiete, vorgesehen. Beim Lyght der Momeni Group an der Georg-Glock- Straße, eine Komplettsanierung und Weiterentwicklung des ehemaligen IBM- Gebäudes, sollen auf beiden Dachflächen im 3. und 12. Obergeschoss großzügige, bepflanzte Terrassen mit hoher Aufenthaltsqualität und Panoramablick über die Stadt entstehen. Auch an der südlichsten Spitze des "Westlichen Kennedydamms" entsteht mit dem One Plaza - ebenfalls Momeni - ein hochwertiges Büro- und Geschäftshaus mit rund 45.000 Quadratmetern unter der Regie des Architekturbüros HPP Architekten. Auch hier sind großzügige, begrünte Dachterrassen geplant. Bei beiden Projekten wird eine Gold-Zertifizierung der "Leadership in Energy and Environmental Design" (LEED) angestrebt. Umgestaltungen in der City schreiten voran In der Innenstadt geht die Umgestaltung und Modernisierung rund um den Schadowplatz weiter. An der Ecke Schadowplatz/Schadowstraße entsteht eine weitere exponierte Einzelhandelsimmobilie der Firma Centrum. Ebenfalls noch nicht abgeschlossen sind Neu-Entwicklungen rund um die Völklinger Straße. Auf dem letzten freien Grundstück neben QVC und der Projektentwicklung MIZAL an der Völklinger Straße entsteht das Projekt 5YN3RGY. Keine klassischen Büroflächen, sondern sogenannte "Stages" sind hier geplant: Flächen, mit bis zu 4.000 Quadratmetern ohne Unterteilung, hochflexibel und veränderbar. In der Nähe der Völklinger Straße soll das Projekt der Firma Gentes, "Bilker Westend", entstehen. Der Stadtteil Bilk erhält mit dem Bilker Westend einen neuen Auftakt an der zentralen Nord-Süd Magistrale: eine komplette Quartiersentwicklung, in der Wohnen und Arbeiten perfekt vernetzt werden und mit seiner begrünten Fassade die nachhaltige Qualität des neuen Wohn- und Büro-Quartiers bestimmen wird. Höhepunkt ist das 60 Meter hohe Hochhaus mit komplett begrünter Fassade, um die durch das Gebäude versiegelte Fläche wieder auszugleichen. Für dieses Gebäude wird die Zertifizierung DGNB Gold angestrebt. "Die Stadt und den Wirtschaftsstandort resilient für die Zukunft aufzustellen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen, vor der wir stehen. Dynamik, Erfolg und Nachhaltigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gerade auch im Bereich Gewerbe- und Büroimmobilien sind wir sehr gut aufgestellt", sagt Wirtschaftsdezernent Dr. Michael J. Rauterkus, und Stadtplanungsdezernentin Cornelia Zuschke ergänzt: "Düsseldorf hat es in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich geschafft, die Innenstadt zu transformieren. Das hat weit über die Grenzen Düsseldorfs für Aufmerksamkeit gesorgt. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit allen Akteuren diesen Weg weiterhin erfolgreich beschreiten." ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 Klimaneutrales Düsseldorf 2035 Landeshauptstadt Düsseldorf veröffentlicht Potentialstudie im Verkehrssektor Im Sommer 2019 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossen, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Die "Merit Order Verkehr" ist eine Studie zum Pfad der Klimaneutralität 2035 der Stadt Düsseldorf. Weitere Studien für die Sektoren "Städtische Einrichtungen", "Handel/Dienstleistungen/Industrie/Gewerbe" werden noch im Jahr 2022 folgen. Die "Merit Order Verkehr" wurde zwischen dem Amt für Verkehrsmanagement, der Rheinbahn AG, der Connected Mobility Düsseldorf GmbH, der Stadtwerke Düsseldorf AG und dem Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz mit externer Unterstützung der P3 Group GmbH erarbeitet. Sie entwirft ein Zukunftsszenario für das Jahr 2035 und betrachtet den Klimaschutz im Verkehrssektor vor dem Hintergrund von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Umweltdezernentin Helga Stulgies und Mobilitätsdezernent Jochen Kral stellten am Dienstag, 12. Oktober, die "Merit Order Verkehr" vor. Hierbei handelt es sich um eine Potentialstudie, die gutachterlich erarbeitet wurde und erste Einschätzungen liefert, die in einem weiteren Schritt von der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden müssen. In einem nächsten Schritt wird dann darüber entschieden werden, welche der Maßnahmen in welchem Zeitraum tatsächlich umgesetzt werden sollen. Die enthaltene Maßnahmenübersicht dient als Grundlage für den weiteren Diskussionsprozess. Eine Abschichtung von ungeeigneten Maßnahmen sollte dann im Zuge des weiteren Prozesses erfolgen. Dazu erläutert Umweltdezernentin Helga Stulgies: "Die vorliegende Potentialstudie wurde nach dem Prinzip der Merit Order erarbeitet. Im Rahmen des Systems der Merit Order werden die vorgeschlagenen Maßnahmen priorisiert und bezüglich ihrer CO2-Minderungswirkung und CO2-Vermeidungskosten bewertet. Grundsätzlich soll auf dem Pfad zur Klimaneutralität zunächst der Energiebedarf im Verkehr reduziert, also weniger Streckenkilometer im Individual- und Lieferverkehr gefahren werden. Der verbleibende Rest an vermeidbaren CO2-Emissionen soll abschließend 'dekarbonisiert' werden. Dekarbonisierung bedeutet, dass die CO2-Emissionen je Kilometer Fahrstrecke durch Anwendung klima- und umweltfreundlicher Technologien weiter reduziert werden. Es geht abschließend um weniger Verkehr mit mehr emissionsarmen bzw. -freien Antrieben." "Im Fokus der Studie stehen vor allem Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs und des ÖPNV, bei gleichzeitigem optimiertem Mobilitätsmanagement im motorisierten Individualverkehr", führt Mobilitätsdezernent Jochen Kral aus. "Insgesamt werden in der Studie für den Sektor Verkehr 43 Einzelmaßnahmen betrachtet, die neun Handlungspfaden zugeordnet sind. Darunter befinden sich sowohl Infrastruktur-Maßnahmen wie zum Beispiel der Ausbau und die Verbesserung der innerstädtischen Radinfrastruktur sowie des ÖPNV-Netzes, als auch der Ausbau von digitalen Systemen sowie Management-Maßnahmen wie beispielsweise bei der Parkraumbewirtschaftung." Bei konsequenter Umsetzung aller untersuchten Maßnahmen würde laut Studie ein CO2-Reduktionspotential von knapp 700.000 Tonnen CO2 im Jahr 2035 erreicht werden können. Die Potentialstudie zeigt aber auch, dass der Einfluss der Stadt auf die Emissionen im Verkehrssektor begrenzt ist. So entfällt ein Großteil der Emissionen im Verkehrsbereich auf die Langstrecken wie Freizeit- und Urlaubsfahrten der Bürgerinnen und Bürger. Auf diesen Bereich entfalten die geplanten vielfältigen Verkehrsmaßnahmen keine Wirkung, diese sind abhängig vom individuellen Reise- und Freizeitverhalten. In diesem Kontext müssten die Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, klimafreundliche Alternativen für ihre Freizeit- und Reiseaktivitäten mit dem Pkw zu nutzen. Insbesondere aufgrund der beschriebenen Langstreckenverkehre verbliebe so eine Lücke von rund 430.000 Tonnen CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zum angestrebten Beitrag zur Klimaneutralität. Laut Energie- und CO2-Bilanz der Stadt Düsseldorf ist der Verkehr mit rund 30 Prozent an den Gesamtemissionen im Stadtgebiet beteiligt. Im Gegensatz zu anderen Sektoren wie "Städtische Einrichtungen" oder "Handel/Dienstleistungen/Industrie/Gewerbe" sind die Emissionen im Verkehrssektor dem Bundestrend entsprechend in der Vergangenheit nicht nennenswert gesunken. Dies unterstreiche die Bedeutung einer konsequenten Verkehrswende in Düsseldorf, so Umweltdezernentin Helga Stulgies und Mobilitätsdezernent Jochen Kral. ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 "Die Modebranche in Düsseldorf" Amt für Statistik und Wahlen gibt die Statistischen Informationen Nr. 308 heraus Mit den Statistischen Informationen Nr. 308 "Die Modebranche in Düsseldorf" veröffentlicht das Amt für Statistik und Wahlen erstmals aktuelle Daten zur Modebranche am Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Der Bericht beschreibt den zweiten Datenreport zu einer Schwerpunktbranche Düsseldorfs nach dem Datenreport zur Düsseldorfer Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2020. Die Auswertungen liefern eine differenzierte Betrachtung der Situation und Entwicklung der Düsseldorfer Modebranche und ihrer Teilmärkte. Dabei werden Daten zu den Umsätzen und Unternehmen sowie zur Beschäftigung in der Branche präsentiert. Die im Bericht angeführten Ergebnisse bieten einerseits eine Darstellung der wesentlichen Kennzahlen für die Modebranche insgesamt. Andererseits werden auch Vergleiche zwischen den drei Teilmärkten der Düsseldorfer Modebranche präsentiert. Auch wird im Datenreport die Düsseldorfer Modebranche im Vergleich zu anderen ausgewählten Großstädten betrachtet. Der aktuelle Datenreport zeigt mit seinen Ergebnissen die wesentliche Rolle der Modebranche im Wirtschaftsraum Düsseldorf (Landeshauptstadt Düsseldorf, Kreis Mettmann, Rhein-Kreis Neuss) sowie der Landeshauptstadt Düsseldorf selbst auf. Die knapp 2.400 Modeunternehmen im Wirtschaftsraum Düsseldorf erwirtschafteten im Jahr 2019 mit mehr als 12 Milliarden Euro gut 5 Prozent des Umsatzes der Gesamtwirtschaft im Wirtschaftsraum – dies entspricht einem Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wuchs im gleichen Zeitraum um knapp 6 Prozent auf mehr als 27.000 Beschäftigte, bei gleichzeitigem Rückgang der geringfügig entlohnten Beschäftigung um knapp 27 Prozent. Speziell in der Landeshauptstadt Düsseldorf erzielten die hier ansässigen 1.153 Unternehmen der Modebranche im Jahr 2018 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro und erwirtschafteten damit knapp 7 Prozent des Umsatzes der Düsseldorfer Gesamtwirtschaft. Der Bereich Bekleidung, Accessoires ist dabei der umsatzstärkste Teilmarkt der Düsseldorfer Modewirtschaft. Gut 95 Prozent des Gesamtumsatzes der Modebranche in der Landeshauptstadt wurden hier im Jahr 2018 erwirtschaftet. Dagegen stellt der Bereich Beauty mit mehr als 10.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den beschäftigungsstärksten Teilmarkt dar. Im Vergleich zum Bundesschnitt weist der Wirtschaftsraum Düsseldorf eine deutliche beschäftigungsmäßige Spezialisierung für die Modebranche insgesamt, aber insbesondere im Teilmarkt Beauty auf. Speziell in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist diese Konzentration der Modebranche sogar noch stärker ausgeprägt. Da Daten aus der Umsatzsteuerstatistik nur zeitverzögert zur Verfügung stehen, ist der aktuelle Datenstand für die Angaben zu den Umsätzen und Unternehmen in der Modebranche das Jahr 2019 für den Wirtschaftsraum Düsseldorf beziehungsweise das Jahr 2018 für die Landeshauptstadt Düsseldorf; der aktuelle Datenstand für die Angaben zu den sozialversicherungspflichtig und den geringfügig entlohnten Beschäftigten ist der 30. Juni 2020. Somit konnten die jüngsten Entwicklungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie im Datenreport nicht berücksichtigt werden. Die Daten zur vollständigen Abbildung der Entwicklungen in den Jahren 2020 und 2021 werden erst zeitverzögert im Jahr 2022 beziehungsweise 2023 verfügbar sein. Die Statistischen Informationen Nr. 308 "Die Modebranche in Düsseldorf" können als PDF-Datei im Internetangebot des Amtes für Statistik und Wahlen heruntergeladen werden unter der Adresse www.duesseldorf.de/statistik-und-wahlen/aktuelle- mitteilungen. Die dem Bericht zugrundeliegenden Daten können auch über das Open Data Portal der Stadt unter opendata.duesseldorf.de heruntergeladen werden. ___________________________________________________________________________ 12. Oktober 2021 Garath macht Kunst – Scheinbar Unnützes wird zu Kunstwesen Workshop "Aus Müll mach Kunst" des Quartiersmanagements Das Quartiersmanagement Garath 2.0 lädt am Freitag, 22. Oktober, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr zu einem Workshop mit dem Titel "Aus Müll mach Kunst" vor dem Stadtteilbüro Garath 2.0 ein. Unter Anleitung des internationalen Künstlers Jens Mohr werden mit den Teilnehmenden Kunstwesen aus Material geschaffen, das augenscheinlich keinen Nutzen mehr hat. Betrachtet man die Wesen, die der Künstler aus Bonn kreiert, ganz genau, entdeckt man Alltägliches: Verschlissene Besen, alte Pinsel, Suppenkellen, Tischbeine, Dosen oder sogar alte Schuhsohlen. "Auf meinen Streifzügen entdecke ich immer wieder banale Dinge, die in der Summe der Einzelteile zu etwas Besonderem werden können", erläutert Jens Mohr die Entstehung seiner Kunstwesen. Mit dem Workshop greift das Quartiersmanagement auf etwas andere Weise das Thema Verschmutzung im öffentlichen Raum auf. "Häufig erhalten wir Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, dass sehr viel Unrat auf den Straßen und in den Grünanlagen herumliegt", berichtet Silke de Roode vom Quartiersmanagement Garath 2.0, Initiatorin des Aktionstages. Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchte sie zur Vorbereitung des Workshops am Dienstag, 19. Oktober, von 16 bis 18 Uhr im Stadtteil nach geeigneten Gegenständen Ausschau halten. Ob Kronkorken oder verwitterte Hölzer - gesucht wird nach allem, das sich zu Wesen verwandeln lässt. "Auf diese Art möchten wir den Blick für Unrat im öffentlichen Raum öffnen", erklärt de Roode den Hintergrund der Aktion. "Interessant sind Dinge, die eine besondere Form oder vielleicht schon Verfärbungen haben, sowie Dinge, die schöne Farben haben", gibt Künstler Jens Mohr Tipps für die Suche. Die Teilnehmenden können vorab auch schon einmal in ihrem Haushalt schauen, was sie verwerten könnten. Alte Bügeleisen, Gießkannen oder ein altes Nudelsieb sind mögliche Utensilien. Was bei dem Workshop keine Verwendung findet, wird bei dem nahegelegenen Recyclinghof auf der Frankfurter Straße fachgerecht entsorgt. Im Anschluss an die Aktion ist geplant, die Exponate in einer kleinen Ausstellung zu präsentieren. Voraussetzung ist, dass ausreichend Bastlerinnen und Bastler mitmachen. Teilnehmen dürfen alle Garatherinnen und Garather, es gibt keine Altersbegrenzung. Teilnahmevoraussetzung ist die Einhaltung der 2G-Regel (Geimpft oder Genesen). Die Teilnahme ist kostenlos, und es können bis zu zehn Interessierte mitmachen. Die Anmeldung erfolgt über das Quartiersmanagement: 01746815412, qm- garath@duesseldorf.de oder persönlich im Stadtteilbüro auf der Fritz-Erler-Straße 27 (dienstags 14 bis 18 Uhr und freitags 9 bis 13 Uhr). Hintergrundinfos zum Programm Garath 2.0 Das Projekt "Garath 2.0 – Den Wandel gestalten" hat die Stadt Düsseldorf bereits im Jahr 2016 initiiert, um den Stadtteil Garath zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Insgesamt sollen mehr als 50 Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu wurden Gelder aus dem Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt", dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragt. Insgesamt sollen knapp 30 Millionen Euro in den Stadtteil investiert werden. Alle Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/garath20 und auf facebook unter https://www.facebook.com/quartiersmanagementgarath2.0/ ___________________________________________________________________________ 11. Oktober 2021 Gartenamt muss neun Bäume fällen Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt muss kurzfristig neun Bäume im Stadtgebiet fällen. Die Arbeiten erfolgen noch im Oktober. Betroffen sind drei Ahornbäume auf der Fährstraße und zwei Ahornbäume auf der Bonner Straße, die an der Rußrindenkrankheit erkrankt sind. Die Pilzerkrankung führt zum Absterben der Bäume. Auf der Dominikanerstraße müssen zwei Robinien sowie auf der Cheruskerstraße eine Robinie entfernt werden. Ihre Standsicherheit ist aufgrund von Wurzelstockfäule nicht mehr gegeben. Auf dem Friedhof Eller hat eine Weide einen starken Sturmschaden erlitten. Bedingt durch den Starkastausbruch kann der Baum nicht mehr erhalten werden. Ziel des Gartenamtes ist es, möglichst viele der Standorte erneut zu bepflanzen. Für die Nachpflanzung der Straßenbäume werden sogenannte Umlaufverfahren veranlasst. Dabei prüfen unter anderem die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom die nahegelegenen Leitungstrassen und ihren Abstand zum Baumstandort. Ebenso sind notwendige Abstände zu den Verkehrsanlagen sowie brandschutztechnische Belange zu beachten. ___________________________________________________________________________ 11. Oktober 2021 Auftakt für Immobilienbranche auf der Expo Real 2021: Erster Messetag in München Düsseldorf. Dynamisch. Erfolgreich. Nachhaltig: Landeshauptstadt Düsseldorf auf der Expo Real 2021 Für die Immobilienbranche ist mit dem heutigen Montag, 11. Oktober, Europas größte Immobilienmesse gestartet: Die Expo Real 2021 hat in München ihre Tore geöffnet. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist in diesem Jahr mit 35 Partnern vertreten. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ist in München eingetroffen und tauschte sich am ersten Messetag mit Experten und Entscheidern aus. Am zweiten Messetag, 12. Oktober, wird er um 12 Uhr den Immobilien- und Investitionsstandort Düsseldorf präsentieren und aktuelle Immobilienentwicklungen vorstellen. Interessierte können den Vortrag live verfolgen unter www.duesseldorf.de/livestream-exporeal. Zentrale Themen des diesjährigen Messeauftritts sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Der bekannte, rund 500 Quadratmeter große, zweigeschossige Stand wird durch eine 45 Meter lange digitale Fläche eingerahmt, auf der in beeindruckender Größe u.a. aktuelle Immobilienprojekte zu sehen sind. Zudem wurde der Stand auf die aktuell geltenden Corona-Regelungen hin angepasst. Dort hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller auch Sergej Cheremin, Minister für außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen der Stadt Moskau, getroffen. Inhalt des Gesprächs waren unter anderem die "Moskauer Tage in Düsseldorf", die 2022 wieder in der Landeshauptstadt stattfinden sollen. Düsseldorf und Moskau verbindet eine seit 1992 bestehende Städtepartnerschaft. Begleitet wird der Oberbürgermeister unter anderem von Planungs- und Baudezernentin Cornelia Zuschke, Wirtschaftsdezernent Dr. Michael J. Rauterkus sowie einer Delegation von Vertretern aus Politik und Verwaltung. Seit 1998 ist die Expo Real Gastgeber für die gesamte Immobilienbranche. Die Stadt Düsseldorf ist in diesem Jahr zum 21. Mal vertreten. Die Wirtschaftsförderung ist für die Umsetzung des Messeauftritts und des Messestands verantwortlich. Partner der Landeshauptstadt Düsseldorf sind in 2021: Standpartnerschaft Premium: CENTRUM Projektentwicklung GmbH, die developer, Euroatlantic AG, Frasers Property Industrial, IDR Industrieterrains-Düsseldorf- Reizholz AG, Klüh Service Management GmbH, Landeshauptstadt Düsseldorf, LEG Immobilien AG, Metro Properties Holding GmbH, Reasult, Segro Germany GmbH, SIGNA Real Estate Management GmbH, Stadtsparkasse Düsseldorf Standpartnerschaft Medium: Pandion AG, RKW Architektur +, Stadtwerke Düsseldorf AG Standpartnerschaft Basic: Anteon Immobilien GmbH & Co. KG, Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH, GerchGroup AG, Gutachterausschuss Düsseldorf, HPP Architekten GmbH, Peker Holding GmbH, Schüßler-Plan Ingenieurges.mbH, Tholl GmbH, ZÜBLIN STRABAG Standpartnerschaft Logo: Aurelis Real Estate Service GmbH, Bahners & Schmitz GmbH, BPD Immobilienentwicklung GmbH, Gebau GmbH, Gentes-Gruppe, ingenhoven architects, Interboden, Langen Immobilienholding GmbH & Co.KG, Quantum Immobilien AG, sop GmbH & Co. KG, ZARWEB GmbH ___________________________________________________________________________ 11. Oktober 2021 Gänsemanagement: Stadt zieht Bilanz Kanadagansbestand auf Stand vor 2017 zurückgegangen, Zahl der Jungvögel sogar auf Stand vor 2009 gesunken Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt zieht nach dem vierten Jahr des Gänsemanagements eine positive Bilanz. In den Parks zeigt sich ein deutlicher Rückgang von Jungvögeln. Erstmals seit Beginn des Managements wurden auch insgesamt weniger Kanadagänse gezählt. Beim Gänsemanagement beobachtet das Gartenamt die Anzahl der Kanadagänse in den Parks und im gesamten Stadtgebiet jeweils getrennt. In den Parks hatte sich die Anzahl in den Jahren von 2009 bis 2017 von etwa 329 auf 966 Tiere verdreifacht. Im gesamten Stadtgebiet hatte sich die Anzahl von 700 auf etwa 1.400 Tiere verdoppelt. Mit einem weiteren Anwachsen der Population musste gerechnet werden. Vor dem Hintergrund der Wachstumsraten der Vorjahre wäre für 2021 eine Population in Parks von über 1.300 Kanadagänsen zu erwarten gewesen. Mithilfe des Gänsemanagements wurde erreicht, dass sich die Zahl auf aktuell 878 Tiere in innerstädtischen Grünanlagen verringerte. Dies entspricht in etwa der Anzahl der Tiere vor der Brutsaison 2017. Reduzierung der Jungvögel durch Gelegemanagement Das Projekt wurde durch einen externen Fachgutachter begleitet und die Eientnahme durch eine Biologin durchgeführt. Mit der fachlichen Begleitung wurden aus jedem gefundenen Gänsenest in den Parkanlagen alle bis auf ein oder zwei Eier entnommen. Das Belassen der Rest-Eier ist notwendig, da die Vögel ansonsten eine weitere Brut beginnen würden. Insgesamt wurden fast 1.100 Eier entnommen. Nach Abschluss der Eientnahme wurden die Bestände und der Anteil an Jungvögel gezählt. In den Vorjahren betrug der Anteil der Jungvögel stets um 20 Prozent, im Jahr 2013 sogar mehr als 30 Prozent. Die Entnahme von über 900 Kanadaganseiern führte zu einem Jungvogelanteil von unter zehn Prozent im Jahr 2018, 13 Prozent im Jahr 2019, elf Prozent im Jahr 2020 und nur sieben Prozent im Jahr 2021. Zuletzt gab es im Jahr 2009 ähnlich wenige Jungvögel. In den Parks hat sich so auch die Gesamtzahl der Gänse reduziert. Hinderlich bei der Begrenzung der Gänsepopulation ist das Füttern der Vögel. Nach der Straßenordnung der Landeshauptstadt Düsseldorf besteht bereits ein Fütterungsverbot für wildlebende Tiere, also auch für Kanadagänse. Das Verbot wird durch Mitarbeiter der Stadt kontrolliert und geahndet. Hinweisschilder machen an relevanten Orten in Parkanlagen darauf aufmerksam und sollen so die Öffentlichkeit sensibilisieren. Trotz aller Anstrengungen bleibt festzuhalten, dass es weiterhin Gänse in den Düsseldorfer Parkanlagen und damit auch Verschmutzungen geben wird. Die Kotbelastung ist trotz rückgängiger Anzahl in einigen Parks immer noch hoch. Für die Hauptzeiten, in denen sich die Gänse in den Parkanlagen aufhalten, wurden die Pflegeintervalle nochmals erhöht, und eine spezielle Reinigungsmaschine wurde angeschafft. In erster Linie werden besonders stark frequentierte Bereiche gereinigt, beispielsweise die Wege und der Wasserspielplatz im Zoopark. Bedingt durch die hohe Lebenserwartung der Gänse müssen die Bestrebungen zur Reduzierung der Bestände in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Hintergrund Nachdem die Population an Kanadagänsen im Stadtgebiet bis 2017 stark angestiegen war, hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Frühjahr 2018 ein Gänsemanagement gestartet. Kern des Konzepts ist ein Gelegemanagement, bei dem gezielt Eier aus den Nestern entnommen werden. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Corona-Schnelltests ab 11. Oktober grundsätzlich nicht mehr kostenlos - Impfen bleibt kostenfrei Weiter kostenlose Tests für Schülerinnen und Schüler auch in den Ferien Durch die neuen Testverordnungen des Bundes und des Landes sind Corona- Schnelltests (PoC-Antigen-Tests), also die sogenannten "Bürgertests", ab Montag, 11. Oktober, nicht mehr kostenlos. Kostenfrei bleiben hingegen die Impfungen - zum Beispiel in den dezentralen Impfstellen und am Impfmobil. Die Impfstellen am Hauptbahnhof und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee sind montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet, zudem fährt das Impfmobil wechselnde Standorte an. Eine Vorab-Anmeldung ist nicht nötig, es wird lediglich ein Personalausweis benötigt. Wer einen Impfausweis besitzt, sollte diesen ebenfalls mitbringen. Weitere Infos und die Standorte des Impfmobils sind auf dem Coronaportal zu finden unter corona.duesseldorf.de/impfen Weiter kostenlose Tests für Schülerinnen und Schüler auch in den Ferien In den Herbstferien werden Schülerinnen und Schüler vom 11. bis 24. Oktober nicht im regelmäßigen Testzyklus in der Schule getestet. Auch in diesem Zeitraum ist für sie eine kostenfreie Testung in der MEH möglich. Schüler*innen, die sich als enge Kontaktpersonen freitesten lassen wollen, müssen - anders als während der Unterrichtszeit - einen PCR-Test vorlegen. Im städtischen Diagnosezentrum an der Mitsubishi Electric Halle können sich ab 11. Oktober ausschließlich Personen testen lassen, denen die Schnell- und PCR-Tests kostenfrei zur Verfügung stehen. Folgende asymptomatische Personengruppen haben weiterhin einen Anspruch auf kostenfreie Schnelltests: Kinder unter 12 Jahren Personen, die aus medizinischen Gründen zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können oder drei Monate vor der Testung nicht geimpft werden konnten; darunter insbesondere Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen Personen von 12 bis 18 Jahren (bis zum 31. Dezember 2021) Schwangere (egal in welchem Stadium der Schwangerschaft; bis zum 31. Dezember 2021) Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul- Ehrlich-Institut im Internet unter http://www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist (bis zum 31. Dezember 2021) Für positiv Getestete und enge Kontaktpersonen besteht weiterhin ein Anspruch auf kostenfreie Testung. Dies gilt auch für Freitestungen gemäß Corona-Test-und- Quarantäneverordnung (CoronaTestQuarantäneVO). Termine können nur über die städtische Corona-Hotline unter der Rufnummer 0211- 8996090 vereinbart werden. Infizierte werden zum Ende ihrer Quarantäne vom Gesundheitsamt kontaktiert, und ihnen wird eine kostenlose Testung angeboten (je nach Schwere des Verlaufs PCR- oder Schnelltest). Darüber hinaus stehen die privaten Testzentren für kostenlose und kostenpflichtige Testungen zur Verfügung. Eine Auflistung der Teststationen im Stadtgebiet finden Interessierte im Internet unter https://corona.duesseldorf.de/schnelltest. Die Terminvereinbarung ist in der Regel online oder telefonisch möglich. Mit der jeweiligen Testeinrichtung sollte abgestimmt werden, ob und wie die Abrechnung erfolgt. Über ein telefonisches Kontrollnetz wird zudem dafür gesorgt, dass die privaten Testmöglichkeiten weiter flächendeckend erhalten bleiben. Um sich kostenfrei mittels eines Schnelltests testen zu lassen, müssen neben dem Personalausweis entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Menschen etwa, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, müssen ein Dokument vorweisen, aus dem hervorgeht, wieso sie nicht geimpft werden können sowie Name, Anschrift und Geburtsdatum und die Daten der ausstellenden Ärztin bzw. des ausstellenden Arztes. Ähnliches gilt für die anderen berechtigten Personengruppen. Bei Kindern unter 12 Jahren bzw. unter 18 Jahren ist der Personalausweis ausreichend. Die Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist zu finden unter www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2021-09- 29_coronatestquarantaenevo_ab_11.10.2021_lesefassung.pdf. Die Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit ist zu finden unter www.bundesanzeiger.de/pub/publication/EaknuyebqGE4JSI7pwk/content/Eaknuyeb qGE4JSI7pwk/BAnz+AT+21.09.2021+V1.pdf?inline. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Stadt bereitet Bergung von Scootern aus dem Rhein vor Mit einem Sonarboot wurden jetzt im Rhein versenkte E-Scooter lokalisiert/Mit den zuständigen Anbietern wird nun ein entsprechender Zeitplan für die Bergung der Scooter festgelegt Seit Sommer 2019 werden auch in Düsseldorf E-Scooter angeboten. Vorgesehen war, dass diese insbesondere in Schwachlastzeiten als Ergänzung zum ÖPNV einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Problematisch gestaltete sich zuletzt das nicht ordnungsgemäße Abstellen einer Vielzahl an Scootern. So stellten diese nicht bloß eine erhebliche Behinderung für den Fußverkehr dar, sondern wurden teilweise auch in den Rhein geworfen. Dies ist nicht nur ordnungswidrig, sondern auch durch die in den Scootern befindlichen Akkus in höchstem Maße umweltschädlich. Das intensive Drängen der Stadt hatte nun Erfolg: Die E-Scooter-Anbieter haben eine erste Sonarbootfahrt beauftragt. Diese erfolgte nun zwischen der Oberkasseler Brücke und der Rheinkniebrücke durch die Firma Aqua-Nautic. Ziel war es, im Rhein deponierte E-Scooter zu lokalisieren, sodass diese geborgen werden können. Derzeit werden die Ergebnisse der Sonarbootfahrt ausgewertet. Danach wird mit den zuständigen Firmen ein entsprechender Zeitplan für die Bergung der Scooter festgelegt. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Sitzbänke in Grünanlagen, auf Friedhöfen und im Wildpark werden mit Armlehnen nachgerüstet Düsseldorf bekommt mehr Bänke mit Armlehnen. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt rüstet Bänke in städtischen Grünanlagen, auf Friedhöfen und im Wildpark nach. Damit setzt die Stadt einen Impuls des Düsseldorfer Seniorenrats um. Zum Auftakt haben Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Gründezernentin Helga Stulgies und Ulrike Schneider, Vorsitzende des Seniorenrats, zusammen mit Mitarbeitern des Gartenamts eine der ersten Bänke im Volksgarten aufgestellt. "Armlehnen machen die Sitzbänke in den städtischen Grünanlagen komfortabler, gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen. Deshalb rüstet die Stadt jetzt Bänke nach. Neubeschaffungen und Bänke, die ausgetauscht werden müssen, sollen außerdem in Zukunft möglichst mit Armlehnen ausgestattet sein, sodass die Zahl der Bänke mit Armlehnen kontinuierlich steigt", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Das Gartenamt rüstet aktuell 290 Bänke im Stadtgebiet nach und bereitet sich auf 200 weitere Nachrüstungen in den kommenden Wochen und Monaten vor. Damit baut die Stadt auf die Bestände in den Grünanlagen auf, die bereits über Armlehnen verfügen - zum Beispiel im Nordpark und im Schlosspark Benrath", sagt Gründezernentin Helga Stulgies. "Armlehnen erleichtern vielen Senioren den Alltag. Der Seniorenrat setzt sich seit mehreren Jahren dafür ein, öffentliche Bänke nur noch mit Armlehnen aufzustellen. Im Mai hat der Oberbürgermeister den Seniorenrat besucht und sofort zugesagt, die Anregung umzusetzen. Wir sind dankbar, dass nun die ersten Bänke nachgerüstet werden", sagt Ulrike Schneider, Vorsitzende des Seniorenrats. Zum Start im Volksgarten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zehn Bänke mit Armlehnen aufgestellt, fünf weitere Bänke folgen zeitnah. Darüber hinaus sind bereits 40 Bänke am Rheinufer umgerüstet. In den kommenden Wochen stellt das Gartenamt 40 neue Bänke mit Armlehnen im Hofgarten auf, 60 weitere Bänke im Stadtgebiet sowie 100 Bänke in Friedhöfen werden mit Armlehnen umgerüstet. Hinzu kommen 35 bereits nachgerüstete Bänke im Wildpark. Außerdem bestellt das Gartenamt Armlehnen, mit denen 200 weitere Bänke in Düsseldorf nachgerüstet werden können. Die Kosten, um eine Standard-Bank nachzurüsten, betragen rund 50 Euro pro Armlehne, das heißt 100 Euro pro Bank. Die Arbeiten erledigt die hauseigene Schreinerei des Gartenamts. Für die Zukunft plant das Gartenamt, die Sitzbänke sukzessiv bedarfsgerecht nachzurüsten. Die Mitarbeiter prüfen bei Neuanschaffungen und Ersatzaufstellungen in Zukunft stets, ob die Bänke mit Armlehnen ausgestattet werden können. Ausnahmen können zum Beispiel Sitzgelegenheiten auf Schulhöfen, in Kitas sowie Picknick-Tische oder Jugendbänke auf Spielplätzen sein. ___________________________________________________________________________ 08. Oktober 2021 Zahlen, Daten und Fakten der Feuerwehr 2020 Feuerwehr und Rettungsdienst mussten 2020 mehr als 143.000 Mal ausrücken – eine Vielzahl an zusätzlichen Aufgaben im Zusammenhang mit der Coronapandemie wurde gemeistert Die Feuerwehr stellt ihren Jahresbericht 2020 mit dem Titel "Zahlen, Daten, Fakten 2020 – Wir hängen uns für Sie rein" vor. Das Titelbild zeigt symbolisch, wofür die rund 1.300 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner tagtäglich einstehen. Nicht erst seit Beginn der Coronapandemie im Februar 2020 zeigen die Einsatzkräfte im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr, dass sich die Menschen in der Stadt jederzeit auf die Retter verlassen können. Rund 143.000 Alarmierungen verzeichnet die Feuerwehr Düsseldorf, hinzu kommen vielseitige Aufgaben des Krisenmanagements in der Bekämpfung der Coronapandemie. "Die Broschüre 'Zahlen, Daten und Fakten 2020' Feuerwehr, Rettungdienst und Bevölkerungsschutz zeigt die Bilanz einer schlagkräftigen, modernen und für die Zukunft gut aufgestellte Feuerwehr. Nur so war es möglich, innerhalb kürzester Zeit auf die kontinuierlichen Anpassungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu reagieren und damit einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung der Krise innerhalb der Landeshauptstadt zu leisten", lobt Feuerwehrdezernent Christian Zaum die Arbeit der Einsatzkräfte bei der Vorstellung des Geschäftsberichts. Von 143.336 (2019: 153.524) Alarmierungen entfielen 129.999 (2019: 138.891) auf den Bereich Rettungsdienst. Darunter 81.778 (2019: 94.869) Fahrten zu Notfallpatienten, von denen bei 18.132 (2019: 18.576) der Notarzt Hilfe leistete. Die Alarmierungen sind im Jahr 2020 somit um rund sechs Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Krankentransporte stieg dabei leicht an auf 48.221 (2019: 44.022) Einsätze. Grund dafür ist auch hier die Pandemie. Das tägliche Treiben, das Pendeln in die Landeshauptstadt oder auch private Aktivitäten wurden größtenteils sehr eingeschränkt. "Im Rückblick auf das Jahr 2020 schätze ich als Leiter der Feuerwehr Düsseldorf besonders das persönliche Engagement aller Mitarbeitenden sowie allen Freiwilligen Feuerwehrleute in unserer Stadt. Insbesondere in Krisenzeiten, die durch die Pandemie das vergangene Jahr bereits prägte und alle in ihren einzelnen Bereichen forderte, rückt die tägliche Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr in den Fokus", fasst Feuerwehrchef David von der Lieth die Entwicklung im letzten Jahr zusammen. Für die Feuerwehr erfasste der Einsatzleitrechner 13.337 (2019: 14.633) Alarmierungen, davon 3.854 (2019: 4.245) Brandeinsätze. Alle weiteren Zahlen im Detail gibt es hier: Alarmierungen gesamt: 143.336 (2019: 153.524) Feuerwehr: 13.337 (14.633) Brandeinsätze insgesamt: 3.854 (2019: 4.245) darunter Großbrände: 18 (25) Wohnungsbrände: 1.320 (1.362) Heimrauchmelder: 606 (668) Vegetationsbrände: 141 (166) Fahrzeugbrände: 125 (164) Überörtliche Hilfe: 2 (5) Technische Hilfeleistung insgesamt: 6.411 (2019: 7.188) darunter Verkehrsunfälle: 111 (110) Menschen in Notlagen: 1.878 (2.233) Tiere in Notlagen: 1.920 (1.499) Wasser- /Sturmschäden: 1.043 (2.094) Sonstige Einsätze Unterstützung Rettungsdienst/ Krankentransport: 2.371 (2019: 2.542) Sonstige Einsätze: 569 (658) Rettungsdienst Einsätze insgesamt: 129.999 (2019: 138.891) davon Krankentransport: 48.221 (44.022) Notfälle: 81.778 (94.869) darunter Notfälle mit Notärztin/Notarzt: 18.132 (18.576) Intensivverlegungen: 5.292 (6.759) Infektionstransporte: 15.221 (2.365) Die Disponenten der Leitstelle nahmen 2020 insgesamt 343.027 (2019: 336.797) Telefonanrufe entgegen. Darunter 180.344 (2019: 185.054) Notrufe, die über die Notrufnummer 112 eingingen. Ein Anrufender musste im Durchschnitt rund sechs Sekunden (2019: 6,1 Sekunden) warten, bis ein Disponent frei war und das Gespräch annehmen konnte. Im Jahresdurchschnitt bearbeiteten die Feuerwehrmitarbeitenden alle 3,6 Minuten (2019: 3,4 Minuten) einen Einsatz in der Leitstelle. Jeden Tag versehen 178 Einsatzkräfte ihren Dienst für die Menschen in der Stadt. Tagesabhängig kommen bis zu 66 weitere Einsatzkräfte der Partner im Rettungsdienst sowie Notärzte dazu, um schnelle Hilfe zu leisten. Im Amt 37, das die Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz zusammenfasst, arbeiten 1.043 (2019: 1.020) Mitarbeitende, davon 45 (2019: 47) Frauen. Bei den zehn Freiwilligen Feuerwehren gibt es 367 (2019: 356) aktive Mitglieder, davon 37 (2019: 33) Frauen. Einsatzbeispiele 2020 In den späten Abendstunden des 16. Januar kam es zum Vollbrand eines Gewerbeparks auf dem Heerdter Lohweg. Trotz eines massiven Löschangriffs der bis zu 120 Feuerwehrleute vor Ort breitete sich der Brand rasant aus. Im Zuge der Löscharbeiten kam es zu mehreren Explosionen, bei denen zwei Feuerwehrleute zum Teil schwer verletzt wurden. Beide wurden sofort notärztlich versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nach rund 20 Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet. Nur wenige Stunden nachdem der Brand in Heerdt gelöscht war, führte der Fund einer britischen 10-Zentner-Bombe auf der Ulmenstraße zur bislang größten Evakuierung im Rahmen eines Kampfmittelfundes innerhalb der Landeshauptstadt Düsseldorf nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei mussten 11.650 Menschen für die Dauer der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen, weitere 19.245 durften sich nicht im Freien aufhalten. Mehr als 500 Einsatzkräfte waren über 16 Stunden vor Ort, um bei der Evakuierung zu unterstützen. Erst am darauffolgenden frühen Morgen konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung den Blindgänger erfolgreich entschärfen und die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein nicht alltäglicher Notfall in 35 Metern Höhe auf einem Baukran machte den Einsatz des städtischen Rettungsdienstes und der Höhenretter notwendig. Während der Notarzt bereits mit der medizinischen Versorgung in luftiger Höhe begann, bereiteten die Spezialisten der Feuerwehr die Rettung über eine Schleifkorbtrage vor. Begleitet durch einen Höhenretter kam der Erkrankte sicher zu Boden. Danach erfolgte die weitere medizinische Versorgung in einem Krankenhaus, sodass die 19 Einsatzkräfte nach 90 Minuten zu ihren Standorten zurückkehrten. 125 Feuerwehrleute aus dem Rhein-Kreis Neuss, dem Kreis Mettmann und Düsseldorf waren innerhalb von drei Tagen zwei Mal bei einem großen Wald- und Heidebrand im Kreis Viersen im Einsatz. Im deutsch-niederländischen Grenzgebiet in der Gemeinde Niederkrüchten brannte auf einer mehreren Kilometer langen Flanke die Vegetation, sodass Feuerwehrbereitschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen über die Woche dort unterstützen. Zusätzlich zu den 125 Einsatzkräften befanden sich weitere Spezialkräfte der Feuerwehr Düsseldorf mit einer Hochleistungspumpe über mehrere Tage im Einsatz, um die benötigten Mengen an Löschwasser zusammen mit drei weiteren baugleichen Pumpen über eine Strecke von rund 8.000 Meter zu fördern. Am frühen Morgen des 30. Juni kam es in Holthausen zu einem Feuer im Spitzboden eines Mehrfamilienhauses. Aufgrund der besonderen Dachstruktur und der schnellen Brandausbreitung konnten die Flammen nur von außen mithilfe zweier Wasserwerfern von Drehleitern aus bekämpft werden. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei brachten insgesamt 52 Bewohner in Sicherheit – es gab keine Verletzten. Erst nach viereinhalb Stunden konnten mit Unterstützung der Höhenretter die letzten Glutnester ablöschen. Am Montag, 27. Juli, stürzte bei Bauarbeiten in Friedrichstadt ein Gebäude ein. Dabei wurden zwei Bauarbeiter verschüttet, die nach einer intensiven Suche erst am frühen Dienstag- und Mittwochmorgen nur noch tot in den Trümmern gefunden werden konnten. Nur durch umfangreiche Sicherungsarbeiten an dem gesamten Gebäude und dem Wegräumen von Trümmerteilen mit der Hand durch die Feuerwehrkräfte war ein Herankommen an die Verschütteten möglich. In den drei Tagen waren mehr als 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf, des THW, der Polizei und der Stadt vor Ort gewesen, um bei dem Einsatz zu unterstützen. Das Feuerwehreinsätze Teamarbeit sind, ist hinlänglich bekannt. Bei einem Lkw- Unfall in Jüchen im Rhein-Kreis Neuss unterstützte die Feuerwehr Düsseldorf zusammen mit der Feuerwehr Köln die Einsatzkräfte vor Ort. Mit den beiden Kränen aus Düsseldorf sowie Köln konnte eine auf dem Dach liegende Zugmaschine eines Sattelschleppers angehoben und der eingeschlossene Brummifahrer befreit werden. Nach rund zweieinhalb Stunden kehrten die Spezialkräfte der Wache Posener Straße zu ihrem Standort zurück. An einem Montagmorgen im Oktober hatte es ein Säugling in Flehe sehr eilig. Nur wenige Minuten nach dem Einsetzen der ersten Wehen und der Alarmierung des Rettungsdienstes durch die Familie brachte die Mutter mit Unterstützung einer Rettungswagenbesatzung einen gesunden Jungen zur Welt. Nach dem Durchtrennen der Nabelschnur und einer weitergehenden Untersuchung einer hinzugerufenen Notärztin konnten Mutter und Baby zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus transportiert werden. Bereits wenige Tage später war die glückliche Familie wieder zu Hause. Corona-Splitter: Januar: Erste Meldungen über eine Ausbreitung des SARS-CoV-2 auch außerhalb von China setzten die Kommunen in Deutschland in Alarm. Die Feuerwehr Düsseldorf beginnt bereits mit der Beschaffung von größeren Mengen an Schutzmasken, Schutzanzügen und Desinfektionsmittel. Februar: Der erste in NRW bestätigte Fall mit SARS-CoV-2 wird durch die Feuerwehr Düsseldorf in einem Rettungswagen aus dem Kreis Heinsberg in die Uniklinik Düsseldorf transportiert. März: Um die Anzahl der steigenden Fahrzeugdesinfektionen im Rettungsdienst zu bewältigen, etabliert die Feuerwehr Düsseldorf innerhalb von wenigen Tagen einen neuen Desinfektionsstandort, der 24 Stunden am Tag noch heute zur Verfügung steht. März: Führungskräfte der Feuerwehr unterstützen beim Aufbau und anschließendem Betrieb des Diagnosezentrums mit Drive-In und Diagnosepraxis an der Mitsubishi- Elektric-Halle. März: Erste Lieferung mit Handschuhen, Schutzmasken, Schutzanzügen und Desinfektionsmittel treffen vom Land Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ein. Die Freiwillige Feuerwehr verteilt diese an Krankenhäuser, Pflegeheime und mobile Pflegedienste. März: Als Dank an die Bevölkerung und Aufmunterung nach den ersten beiden Wochen des Lockdowns spielt der Feuerwehrmann Thomas Bienbeck mit seiner Trompete auf dem menschenleeren Corneliusplatz in 30 Metern Höhe Beethovens "Ode an die Freude". Über 370.000 Menschen haben sich das Video inzwischen im Internet angeschaut. April: Viele Danksagungen aus der Bevölkerung erreichen die Feuerwehr Düsseldorf. Bemalte Rheinsteine, die vor der Wachen Münsterstraße abgelegt werden, und ein Plakat am Tor des Standorts Frankfurter Straße sind nur zwei von vielen wertschätzenden Gesten, die an alle Mitarbeitenden der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gerichtet sind. April: Um nach dem ersten Lockdown den Fahrgästen im ÖPNV einen ausreichenden Schutz zur Verfügung zu stellen, packen ehrenamtliche Mitarbeitende der Freiwilligen Feuerwehr, des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser-Hilfsdienstes und der DLRG 100.000 Hygiene- Kits. Diese werden durch Mitarbeitende der Rheinbahn an die Fahrgäste verteilt. April: Eine Quarantäneeinrichtung wird durch die Stadt an der Blanckertzstraße etabliert und dort bis Ende Oktober betrieben. August: Um weiterhin den Dienstbetrieb bei der Feuerwehr aufrechtzuerhalten, wurde bereits im März das Dienstmodell der Feuer- und Rettungswache umgestellt. Zum August konnte wieder auf das reguläre Dienstmodell zurückgegriffen werden. August: Nachdem bereits im März die laufbahnrelevanten Ausbildungen bei der Feuerwehr Düsseldorf an der Feuerwehr- sowie Rettungsdienstschule auf E-Learning umgestellt wurde, erreicht im Sommer die gesetzlich vorgeschriebene Rettungsdienstfortbildung in digitaler Form die Mitarbeitenden im Rettungsdienst. So konnte trotz der Einschränkungen durch Corona den Anforderungen entsprochen werden. November: Mehrere Hundert Mitarbeitende des Rettungsdienstes und der Feuerwehr Düsseldorf nehmen an einer vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützten Seroprävalenz Studie zur Bestimmung von unerkannt abgelaufenen Infektionen mit SARS-CoV-2 teil. Damit werden wichtige Ergebnisse aus einer markanten Berufsgruppe den Virologen der Uniklinik zur Verfügung gestellt. Dezember: Bereits drei Wochen vor dem Start der Impfungen gegen SARS-CoV-2 machten sich Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Eindruck vom Impfzentrum Düsseldorf in der MERKUR SPIEL-ARENA. Dezember: 15.221 Infektionstransporte führte der Rettungsdienst der Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahr 2020 durch. Zum Vergleich, im Jahr 2019 waren es 2.365. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Theodor-Heuss-Brücke: Arbeiten an Rampe und "Tausendfüßler" Bis Ende des Jahres fällt ein Teil der Parkplätze unter dem Bauwerk weg/Verkehr wird einspurig geführt Im Rahmen von Riss-Verpressarbeiten am Überbau des "Tausendfüßlers" und an den Kragarmen der Rampe der Theodor-Heuss-Brücke kommt es in den nächsten Wochen zu verkehrlichen Einschränkungen. Beginnend mit den Arbeiten an der Rampe erfolgt ab Montag, 11. Oktober, eine Sperrung der Parkplätze auf der Nordseite sowie eines Parkplatzes auf der Südseite unter dem Bauwerk. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November abgeschlossen. Im Anschluss folgen ab Anfang November Riss-Verpressarbeiten am Überbau des "Tausendfüßlers" und an den Kragarmen der Rampe, wobei sich die dadurch entstehenden Straßensperrungen und vorübergehende Einschränkungen der Parkmöglichkeiten jeweils fortlaufend mit dem Baufortschritt verschieben. Ab diesem Zeitpunkt werden unter dem "Tausendfüßler" die Parkplätze abschnittsweise gesperrt. Außerdem muss jeweils eine Fahrspur der U-Turns östlich und westlich der Kaiserswerther Straße gesperrt werden. Auf der Kaiserswerther Straße und der Rotterdamer Straße werden ebenfalls je eine Fahrspur entfallen. Eine Umleitung ist jedoch nicht erforderlich, da jeweils eine Spur weiterhin zur Verfügung stehen wird. Die Bushaltestelle der Linie 729 wird ebenfalls ab Anfang November auf die Uerdinger Straße Höhe Hausnummern 24 bis 26 verlegt. Die Arbeiten an der Stadtbahnanlage U78/U79 erfolgen in den nächtlichen Sperrpausen. Ein planmäßiger Abschluss aller Arbeiten ist für Mitte Dezember dieses Jahres vorgesehen. Die Verpressung der Risse ist für die Verkehrssicherheit des Brückenbauwerks erforderlich. Das ist das Ergebnis einer Nachrechnung. Sie erfolgte gemäß der "Richtlinie zur Nachrechnung von Brücken im Bestand", herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sie betrifft Brückenbauwerke, die nicht nach dem aktuellen Normungsstand geplant und errichtet wurden. So hat sich auch bei der 1957 eröffneten Theodor-Heuss-Brücke die Anzahl der Fahrzeuge in den vergangenen Jahren stark erhöht. Zudem sind die Achslasten der Fahrzeuge heute deutlich höher als zur Zeit der Brücken-Planung. Als Folge der Ergebnisse dieser Nachrechnung wurden seit 22. November 2019 folgende Kompensationen ergriffen: Die Theodor-Heuss-Brücke darf seitdem nur noch von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 30 Tonnen befahren werden. Zusätzlich gilt in beide Fahrtrichtungen ein Lkw-Überholverbot, und genehmigungspflichtige Schwerlastverkehre werden nicht zugelassen. Ergebnisse aus dem Monitoring der Theodor-Heuss-Brücke sowie die einer Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung des Bauwerks sollen in eine Zukunftsstrategie einfließen. Diese liegt voraussichtlich bis zum Ende des Jahres vor. Die Kosten für die anstehenden Arbeiten betragen rund 175.000 Euro. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Junge Menschen mit Fluchtgeschichte starten durch Flämischer Minister Bart Somers holt sich Anregungen bei den Landesinitiativen "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" und "Gemeinsam klappt's" in Düsseldorf Junge Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus können jetzt in Düsseldorf "durchstarten": Die Landesinitiativen "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" und "Gemeinsam klappt's" begleiten sie auf ihrem Weg in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt. Sie bieten durch individuelle Beratungsangebote Unterstützung in allen Lebenslagen an. Um sich über den Erfolg der Programme zu informieren, ist eigens Bart Somers, flämischer Minister für Lokale Verwaltung, Verwaltungsangelegenheiten, Zivilintegration und Chancengleichheit nach Düsseldorf gereist. Gastgeber für den Besuch des Ministers am Donnerstag, 7. Oktober, war einer der vielen Kooperationspartner des Programms, das Kulturzentrum "zakk". Begleitet wurde er dabei durch Bürgermeister Josef Hinkel und Asli Sevindim, Leiterin der Integrationsabteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI). Somers, der selbst über die Grenzen Belgiens für sein erfolgreiches Integrationskonzept aus seiner Zeit als Bürgermeister von Mechelen bekannt ist , zeigte sich beeindruckt: "Ich freue mich über die Einladung und den länderübergreifenden Austausch. So können Zielgruppen aus beiden Ländern von erfolgreichen Projekten profitieren." Im Fokus des Besuchs stand eine Besonderheit in der Umsetzung der Initiativen in Düsseldorf: "'Durchstarten in Ausbildung und Arbeit' wird in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. In der Landeshauptstadt wird zusätzlich ein sogenanntes Trauma-Coaching und das Programm 'Integration durch Social Networking' angeboten", erklärte Anna-Maria Weihrauch, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, welches als geschäftsführende Stelle die zentrale Steuerung des Umsetzungsprozesses in Düsseldorf verantwortet. Die beiden Trauma-Coachinnen Asita Shirali Dikloo vom Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf e.V. und Atia Najibullah von der Graf Recke Stiftung berichteten bei dem Besuch von ihrer herausfordernden Tätigkeit. "Auf Grund der Erlebnisse im Herkunftsland und auf der Flucht, der unklaren Bleibeperspektive, der Sorge um Familie und Freunde und der Angst vor einer eventuellen Abschiebung ist die psychologische Belastung bei vielen Teilnehmenden enorm. Hier setzt das Trauma-Coaching an", erläuterte Dikloo. Najibullah ergänzte: "Es ersetzt keine Trauma-Therapie, sondern ist ein Brücken- und Stabilisierungsangebot. Der Bedarf an diesem Angebot ist sehr groß." Ein Faktor, der entscheidend zur emotionalen Stabilität beitragen kann, sind der Aufbau und die Pflege eines persönlichen sozialen Netzwerks. "Integration durch Social Networking" hilft genau dabei. Das Programm wurde im Kommunalen Integrationszentrum entwickelt und wird nun bei der Diakonie Düsseldorf umgesetzt. Das Kulturzentrum zakk und der Verein Akki beteiligen sich als Kooperationspartner mit langjähriger Erfahrung in der interkulturellen Kinder- und Jugendarbeit an der Konzeption und Umsetzung. Koordinatorin Aynur Tönjes von der Diakonie und Antonia Wilhelmus, Leiterin Kompetenzzentrum Interkultur/zakk, erläuterten, wie vielfältig die Interessen der Teilnehmenden sind. "Ein Ziel des Programms ist es, jedem Teilnehmenden Anlaufstellen für seine ganz persönlichen Interessen in Düsseldorf zu vermitteln und über Empowerment-Workshops viele Gleichaltrige kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen", erläuterten sie. Getragen werden die beiden Landesinitiativen vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) sowie dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), die für das Gesamtvorhaben in NRW insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die von den Förderrichtlinien vorgesehenen Pauschalen werden zu 80 Prozent aus Landesmitteln finanziert, 20 Prozent trägt die Landeshauptstadt selbst. Aufgrund der Verzögerungen durch das aktuelle Pandemiegeschehen wurde der Förderzeitraum der Initiative verlängert und läuft nun bis zum 30. Juni 2023. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden sich online auf der Website des Kommunalen Integrationszentrums Düsseldorf und unter www.durchstarten.nrw. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Rheinalleetunnel: Sperrungen wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten Um Wartungs-, Kontroll-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten im Bereich des Rheinalleetunnels durchführen zu können, wird es dort am kommenden Wochenende sowie in der nächsten Woche zwischenzeitlich zu Sperrungen kommen. Von Freitag, 8. Oktober, 21 Uhr, bis Sonntag, 10. Oktober, 20 Uhr, erfolgt eine Vollsperrung des Rheinalleetunnels in beide Fahrtrichtungen. In dieser Zeit werden Instandsetzungsarbeiten an der Brandmeldeanlage des Tunnels und der Verkehrsleitzentrale vorgenommen. Um die Sperrzeiten optimal auszunutzen, finden zusätzlich Reparaturarbeiten an den Löschwassereinrichtungen statt. Anschließend wird der Rheinalleetunnel von Montag, 11. Oktober, bis Freitag, 15. Oktober, nachts jeweils im Zeitfenster von 21 Uhr bis 5 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Zusätzlich zu den Wartungs-, Kontroll-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten an den technischen Einrichtungen finden dort dann auch Kontrollen am Tunnelbauwerk und der Fahrbahn statt. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 "Nachts im Museum": Rundgang mit dem Nachtwächter SchifffahrtMuseum bietet Taschanlampenführungen in den Herbstferien an Abenteuer in den Herbstferien: Unter dem Titel "Nachts im Museum" bietet das SchifffahrtMuseum im Schlossturm, Burgplatz 30, am Mittwoch, 13. Oktober, und am Mittwoch, 20. Oktober, jeweils um 19 Uhr Taschenlampenführungen für Kinder ab 6 Jahren und ihre Familien an. Im Taschenlampenschein erstrahlen die Räume des Schlossturms auf eine ganz besondere Art und Weise. Darüber hinaus sind auf dem Rhein mit etwas Glück auch ein paar Schiffe mit ihrer nächtlichen Befeuerung zu entdecken. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0211-8994195 oder per Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de anmelden. Im Museumsgebäude besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für die Veranstaltungen gilt die "2G-Regel" - für die Teilnahme ist ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder über eine Genesung erforderlich. Ausgenommen davon sind Schülerinnen und Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres - diese benötigen während der Herbstferien dann allerdings einen negativen Covid-19-Schnelltest, welcher nicht älter als 48 Stunden sein darf. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 kennenlernen Neues Internetangebot und neuer Newsletter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit Mit einem neuen Onlinetool stellt die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit der Stadt Düsseldorf die weltweiten Nachhaltigkeitsziele vor und informiert zu deren Bedeutung. Aufgezeigt werden sowohl weltweite Entwicklungen als auch Trends für Deutschland mit besonderem Fokus auf Düsseldorf. Zu jedem der 17 Ziele sind zudem Düsseldorfer Projekte, Initiativen, Vereine und Organisationen genannt, die zur Verwirklichung der weltweiten Nachhaltigkeitsziele in der Landeshauptstadt beitragen. Über 260 lokale Projekte und Akteurinnen und Akteure sind in dem neuen Onlinetool zu finden. Darüber hinaus gibt es zu jedem der 17 Nachhaltigkeitsziele Tipps, wie jede und jeder im Alltag nachhaltiger leben und sich für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft einbringen kann. Erreichbar ist das neue Angebot über www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit unter der Überschrift "Die 17 Nachhaltigkeitsziele für Düsseldorf kennenlernen" sowie unter www.duesseldorf.de/17ziele. Im neu entwickelten Newsletter informiert die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit regelmäßig über weitere Düsseldorfer Aktivitäten und aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Abonniert werden kann der kostenlose Newsletter auf der Webseite www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit/newsletter. Die Inhalte werden stetig weiterentwickelt und aktualisiert. Weitere Projekte, gute Ideen, lokal Handelnde und Themen für zukünftige Newsletter-Ausgaben können Interessierte gerne mitteilen, per E-Mail an nachhaltigkeit@duesseldorf.de. Hintergrund Städte spielen bei der Umsetzung praktisch aller Ziele eine zentrale Rolle. Umso wichtiger ist es, die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Aktivitäten aufzuzeigen. Es wird deutlich, dass das zivilgesellschaftliche Engagement in der Stadtgesellschaft für mehr Nachhaltigkeit breit aufgestellt ist. Auch der persönliche Einsatz spielt eine wichtige Rolle. Möglichkeiten für eigenes Engagement sind dabei vielfältig und divers: Konsum von umweltfreundlichen und fairen Produkten, Spenden von Zeit und Materiellem, Reduktion von Lebensmittelverschwendung und Energieverbrauch, Blutspenden, Ausbildungspatenschaften, Anti-Rassismus und -diskriminierung, Nutzung umweltfreundlicher Mobilitätsformen und die Teilnahme an Wahlen sind nur einige Beispiele. Die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit will dieses Engagement und die reichhaltigen Möglichkeiten mit den neuen Formaten sichtbarer machen und alle Menschen einladen, sich für mehr Nachhaltigkeit zu engagieren. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" - Themenführung durch die Ausstellung Das Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2, lädt am Sonntag, 10. Oktober, 15 bis 16 Uhr, zu einer Themenführung durch die Ausstellung "Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern" ein. Der Rundgang wird von der Kunsthistorikerin Kim Bureš-Kremser geleitet. Treffpunkt ist das Foyer. Der Eintritt in das Stadtmuseum ist sonntags für alle Besucherinnen und Besucher frei. Eine vorherige Anmeldung für die Führung ist erforderlich und unter der Rufnummer 0211-8996170 möglich. Die aktuellen Regeln nach der Coronaschutzverodnung des Landes NRW sind zu beachten (siehe "Hinweise zum Besuch"). Zur Ausstellung Das Stadtmuseum würdigt das Leben des außergewöhnlichen Galeristen Max Stern, der nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten in Deutschland nahezu in Vergessenheit geriet. 1937 wurde er gezwungen, seinen Kunsthandel auf der Königsallee zu schließen und zu emigrieren. Von Großbritannien kam er 1940 als Internierter nach Kanada. Dort gelang ihm der Neuanfang: Max Stern wurde zu einem der bedeutendsten Galeristen des Landes. Die Ausstellung stützt sich auf seine handschriftlichen sowie auf Tonband diktierten Erinnerungsskizzen und vereint bislang unveröffentlichte Dokumente aus Sterns Nachlass mit Quellen aus hiesigen Archiven. Sie beschäftigt sich zudem mit musealer Provenienzforschung, deren Arbeitsweise, Aufgaben sowie Erkenntnisse anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt werden. Weitere Infos zur Ausstellung unter: www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/entrechtet-und- beraubt-der-kunsthaendler-max-stern-ausstellung-im-stadtmuseum-wird- eroeffnet.html Hinweise zum Besuch: Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums werden gebeten, die geltenden Kontakt- und Hygieneregeln im Stadtmuseum einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen. Coronabedingt dürfen sich in den Sammlungen des Hauses und der Ausstellung jeweils nur 55 Personen zeitgleich aufhalten. Für den Museumsbesuch ist die Vorlage eines Immunisierungsnachweises durch Impfung/Genesung oder eines zertifizierten, tagesaktuellen Schnelltests erforderlich (3G). Veranstaltungen und Führungen finden mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Die Teilnahme an Veranstaltungen und Führungen erfordert die Vorlage eines Immunisierungsachweises durch Impfung/Genesung (2G). Schüler in der Ferienzeit und Gäste, die aus gesundheitlichen Gründen nicht impfbar sind, brauchen einen zertifizierten, tagesaktuellen Schnelltest. Für schulpflichtige Kinder und Jugendliche - außerhalb der Schulferien - und jüngere Kinder bis zum Schuleintritt ist dies nicht notwendig. Für Fragen und weitere Informationen steht Svenja Wilken, Leiterin der Abteilungen Bildung und Vermittlung/Öffentlichkeitsarbeit/Veranstaltungsmanagement, zur Verfügung und ist via E-Mail an svenja.wilken@duesseldorf.de zu erreichen. ___________________________________________________________________________ 07. Oktober 2021 Deutschlands erste 5G-Litfaßsäule steht in Düsseldorf Vor über 165 Jahren vom Berliner Verleger Ernst Litfaß erfunden – kann die Litfaßsäule in Zukunft Passantinnen und Passanten auch mit dem Turbo-Netz 5G versorgen! Deutschlands erste 5G-Litfaßsäule steht seit Donnerstag, 7. Oktober, in Düsseldorf und wurde von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Gerhard Mack (Geschäftsführer Technik Vodafone), Torben Beisch (Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Düsseldorf), Kai Ilg (Geschäftsführer Ilg-Außenwerbung) und Frank Schrader (Geschäftsführer von Düsseldorf Marketing GmbH) vorgestellt. Weitere 150 Säulen sollen in den nächsten Jahren in der Landeshauptstadt dazukommen. Für noch besseren Empfang und Netzstabilität auf besonders belebten Straßen und Plätzen. Spezialangefertigtes Litfaßsäulendach für modernste 5G Technik Möglich gemacht wurde das große Projekt durch die Zusammenarbeit der Stadt Düsseldorf, Vodafone Deutschland, den Stadtwerken Düsseldorf, Düsseldorf Marketing und Ilg Außenwerbung: Die drei 5G-Antennen und die Technik, die bei herkömmlichen Mobilfunk-Standorten an großen Masten montiert ist, sind in das Basilika-förmige Dach und den Betonkörper der 4,79 Meter hohen und 1,62 Meter breiten Litfaßsäule eingebaut. Initiator war Düsseldorf Marketing. Die Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützt die Idee und stellt die Standorte. Funknetzplanungsteams haben zusammen mit Mobilfunk-Experten von Vodafone das spezielle Dach entworfen, das die Litfaßsäule zur 5G-Station macht. Ilg Außenwerbung übernahm die Produktion und sorgte dafür, dass sie sich nahtlos in das Stadtbild einfügt. Die Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Düsseldorf brachte die Technik ans Stromnetz. Dabei wurden zehn Meter Stromkabel bis zur Säule verlegt, um die 5G Technologie funktionsfähig zu machen. Im selben Schritt haben die Partner die 5G-Litfaßsäule ans schnelle Glasfasernetz angebunden. Wie jeder andere reguläre Mobilfunkstandort in Deutschland, hat auch die neue Vodafone-5G-Litfaßsäule eine Standortbescheinigung von der Bundesnetzagentur erhalten, um deren sicheren Betrieb nachzuweisen. Die drei 5G Sektor-Antennen, die in Kooperation mit Ericsson aufgebaut wurden, bedienen einen Radius von etwa 400 Metern rund um die Litfaßsäule. Für Nutzer mit ihren Smartphones sind hier ab sofort Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde und minimale Reaktionszeiten von weniger als 10 Millisekunden möglich. Und die 5G-Litfaßsäule ist auch die Antwort auf eine der größten Herausforderungen beim Ausbau der neuen Mobilfunk-Technologie 5G: Die Suche nach neuen Standorten. Denn vor allem in Innenstädten ist es oft schwierig, neue Dach- Standorte für Mobilfunk-Masten mit entsprechender Anbindung ans Stromnetz zu finden. Bündelung von Kompetenz "Der Aufbau eines 5G-Netzes in der Landeshauptstadt Düsseldorf schreitet voran. Und dabei werden durch die Bündelung von Kompetenz, die wir hier in Düsseldorf haben, auch ganz neue und innovative Wege beschritten wie schon die Laternen des Zukunftsviertels Fürstenwall und nun die 5G-Litfaßsäulen zeigen", so Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Die flächendeckende Versorgung mit Breitband und 5G ist nicht nur für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort unabdingbar, sondern wird auch von den Bürgerinnen und Bürgern erwartet. Und zwar zu Recht! Deshalb wollen wir den Aufbau des Handy-Turbo-Netzes weiter forcieren." "5G ist bei vielen Smartphone-Nutzern im Alltag angekommen. Die Datenmengen, die unsere 5G-Stationen übertragen, wachsen täglich. Genau wie unser Netz. 5G bringt vor allem dort Vorteile, wo viele Menschen mit ihren Smartphones unterwegs sind – in Fußgängerzonen, auf belebten Plätzen oder Kreuzungen. Doch die Suche nach neuen Standorten fällt vielerorts schwer. In Düsseldorf starten wir deshalb ein Projekt mit Modell-Charakter für Großstädte in Deutschland. Die gute alte Litfaßsäule wird zur modernen 5G-Station, die niemand sieht, die aber jedem schnelles Netz bringt. Das ist die perfekte Ergänzung, um 5G an jeden Ort zu bringen", so Gerhard Mack, Technikchef Vodafone Deutschland. "Die Digitalisierung und Vernetzung der urbanen Infrastruktur ist ein Ziel, an dem die Stadtwerke Düsseldorf und ihre Tochter Netzgesellschaft schon seit einiger Zeit intensiv zusammen mit weiteren Akteuren arbeiten. Der Aufbau einer intelligenten Parkraum-Infrastruktur am Fürstenwall hat bespielhaft gezeigt, welch erheblicher Schub für die Entwicklung der Stadt freigesetzt werden kann, wenn die Kompetenzen gebündelt werden. Ich bin mir sicher: Gemeinsam werden wir noch sehr viel mehr für die Stadt erreichen. Dieses Projekt ist ein wichtiger weiterer Schritt in diese Richtung", so Torben Beisch, Geschäftsführer Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft. "Eine der wesentlichen Aufgaben des Stadtmarketings ist die Vernetzung von Keyplayern und die Förderung des Austausches. In diesem Fall hat uns - um ehrlich zu sein - der Zufall ein wenig geholfen. Wir hatten vor einigen Monaten an einem Vormittag ein Gespräch mit unserem Partner Ilg Außenwerbung, wo es um neue innovative Nutzungsmöglichkeiten der ‚ehrwürdigen Litfaßsäule‘ ging – und am Nachmittag ein Gespräch mit Vodafone zum Thema ‚5G Abdeckung‘. Dann war uns klar, dass wir unsere beiden Partner schnellstmöglich zusammenbringen sollten", sagt Frank Schrader, Geschäftsführer Düsseldorf Marketing GmbH, über die Entstehung des Projekts. "Die Ilg-Aussenwerbung stellt die Standorte zur Verfügung und entwickelte das moderne Litfaßsäulen-Modell ‚Basilika‘, in der die Technik sowie die 5G-Antennen integriert sind. Wir freuen uns somit zusammen mit unseren Partnern in Düsseldorf einen wichtigen Beitrag zur Einführung des 5G-Zukunftsnetzes in Düsseldorf leisten zu können", so Kai Ilg, Geschäftsführer und Inhaber von Ilg-Aussenwerbung. 5G – ein neues Mobilfunk-Zeitalter Millionen von Menschen surfen bereits im Zukunftsnetz 5G. Es deckt beim (mobilen) Internet alle Vorteile der mobilen Breitbandtechnologie LTE ab – das allerdings mit höherer Geschwindigkeit: Die Nutzerinnen und Nutzer können im Internet surfen und mobile Datendienste nutzen. So können sie zum Beispiel HD-Filme schnell downloaden, Videos in HD-Qualität genießen und große Events aus Sport und Kultur im Live-Stream verfolgen. Dabei liefert 5G jedoch höhere Geschwindigkeiten als LTE sowie noch niedrigere Latenzzeiten im Millisekunden-Bereich. Dieses wird perspektivisch Anwendungen wie zum Beispiel selbstfahrende Autos, die miteinander kommunizieren und sich gegenseitig vor Gefahren warnen, ermöglichen. Insbesondere für Unternehmen bietet 5G völlig neue Möglichkeiten: Das Echtzeitnetz macht beispielsweise autonomes Fahren möglich. Es werden Fernoperationen möglich sein, bei denen der Arzt gar nicht im Operationssaal anwesend sein muss. Mit 5G werden Dienste entstehen, die wir heute noch nicht absehen können – in der Automobilindustrie, dem Straßenverkehr und dem Gesundheitswesen, aber auch in Bereichen wie Landwirtschaft, Bildung, Maschinenindustrie, Logistik, Schifffahrt und in vielen weiteren Branchen. Geschichte der Litfaßsäule Bereits im altehrwürdigen Babylon und im römischen Reich wurden Mosaikwerbeschilder aufgestellt oder Hauswände bemalt, um Waren, Gladiatorenkämpfe und Theateraufführungen zu bewerben. Den ersten großen Aufschwung erlebte die Plakatwerbung mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Doch erst mit der Industriellen Revolution erreichte die Außenwerbung einen kommerziellen Aufschwung. Gewerbetreibende und Warenhäuser erkannten das Potenzial aus kombinierter bildlicher und schriftlicher Werbung, um ihren Warenverkauf zu fördern. Doch durch fehlende Richtlinien und Regelungen bezüglich der Anbringung der Plakate waren Städte zu der Zeit vielerorts einer Wildplakatierung ausgesetzt. Daher erhielt im Jahre 1855 der Berliner Verleger Ernst Litfaß zur Verhinderung dieses wilden Plakatierens mittels Polizeiverordnung das alleinige Recht zum Aufstellen seiner Säulen – die Litfaßsäule war geboren. Heute ist die klassische Litfaßsäule immer noch eine weitverbreitete Außenwerbeform und gehört weltweit zum vertrauten Stadtbild. Der Vorteil dieser Säulen besteht darin, dass die auf ihr angebrachten Plakate von allen Seiten sichtbar sind. In Düsseldorf stehen zurzeit insgesamt 600 klassische Litfaßsäulen. Konzessionär für diesen Werbeträger ist seit 2017 die Firma Ilg-Außenwerbung aus Stuttgart. Weiter im News-Archiv